In beruflichen Fragen bessere Entscheidungen zu treffen, kann sich wie eine sehr erdrückende Last anfühlen. Ich erinnere mich noch gut, dass ich gerade vor, im und nach dem Studium riesige Probleme mit Entscheidungen hatte. Teilweise versuchte ich diese hinauszuzögern oder haderte hinterher mit bereits getroffenen Entscheidungen.

Sich zu entscheiden und das auch in einer angemessenen Zeit zu tun, ist aber definitiv ein Schlüssel zum Erfolg. Daher möchte ich heute meine 5 Tipps für bessere Entscheidungen mit Dir teilen.

 

Tipp 1: Nichts ist für immer

Es gibt nur ganz, ganz wenige Entscheidungen, die irreversibel sind. Aber oft kommt es uns auch bei kleinen und mittelgroßen Entscheidungen so vor, als würden wir damit UNSER GANZES LEBEN festzementieren. Fragen wie: Studiere ich jetzt internationale BWL oder Marketing, halten uns nächtelang wach. Ich würde gerne meinem jüngeren Selbst zurufen: Es ist total egal, Hauptsache es geht ganz grob in die richtige Richtung. Man kann so viele Entscheidungen später noch beeinflussen zum Beispiel durch Praktika, Weiterbildung (oder gar ein neues Studium). Ich kenne sogar Professoren, die nochmal nebenher ein Medizinstudium anfangen (!)

Tipp 2: Versuche nicht um jeden Preis Risiken zu vermeiden

Eine ganz wichtige Lernerfahrung für bessere Entscheidungen ist zu akzeptieren, dass Risiken Teil des Lebens sind. Und das ist auch gut so! Denn ohne Risiken können wir nie Chancen haben. Denn ein Risiko ist nichts anderes als, die Unsicherheit, ob sich etwas positiv, neutral oder negativ entwickeln wird. Und wenn wir diese Unsicherheit nicht eingehen, kann sich per Definition nichts positiv entwickeln. Und auch ganz wichtig: Nichts tun ist auch eine Aktion, die mit Risiko behaftet ist. Denn auch wenn Du nichts tust gehst Du das Risiko ein, dass sich etwas zum Schlechten entwickelt.

Tipp 3: Mehr Informationen helfen Dir nicht bessere Entscheidungen zu treffen

Es ist nur natürlich, dass wir versuchen Risiken abzufedern, in dem wir uns besser informieren. Und das ist auch super. Nichts nervt mich mehr, als die Leute, die immer die Schuld bei anderen suchen, wenn sie letztendlich alle Informationen gehabt haben, etwas richtig zu machen. Aber ab einem bestimmten Punkt hilft Dir der elfte Erfahrungsbericht nicht mehr als der zehnte oder neunte. Spätestens, wenn Du mehr Zeit in die Informationssuche gesteckt hast, als Du investiert hättest wenn Du es einfach gemacht hättest, bist Du auf dem falschen Dampfer unterwegs.

Tipp 4: Versuche Dinge so viel wie möglich zu testen, bevor Du Dich entscheidest

Es gibt so viele Möglichkeiten mit kleinen Experimenten zu testen, ob etwas „Deins“ ist oder nicht. Du musst nicht gleich Jura studieren, um herauszufinden, ob der Beruf als Anwalt etwas für Dich ist. Und Du musst nicht morgen kündigen, um herauszufinden mit was Du dich selbstständig machen willst. Manchmal können solche radikalen Schritte notwendig sein, z.B. weil Du dich dringend aus einer schlechten Situation befreien musst. Aber wenn Du „ohne“ Not etwas verändern willst, dann starte lieber risikoarme Experimente. Gehe auf Veranstaltungen und pitche Fremden deine Business Idee, schreibe den Draft für dein Traumbuch am Wochenende oder Schnuppere einfach in deinen Traumjob hinein. Setze dich in eine Vorlesung rein, die dich interessiert. Sprich auf Linkedin Leute an, die bereits in dem Beruf arbeiten,…… die Liste lässt sich unbegrenzt fortführen. Und das Beste: Bei Experimenten kannst Du nicht scheitern. Sondern nur Erfahrungen für bessere Entscheidungen gewinnen.

Tipp 5: Hell yes or No funktioniert nicht immer

Es predigen ja viele, dass eine Entscheidung entweder ein Hell Yes oder ein No sein muss. Aus meiner Erfahrung stimmt das aber sicher nicht immer. Im täglichen Zeitmanagement würde ich sagen, dass es schon ein guter Anhaltspunkt ist. Aber bei vielen langfristigen Entscheidungen finde ich, dass die Tragweite der Entscheidung oft so groß ist, dass wir das gar nicht wissen können. Und wenn man sich hier „Bürde“ auferlegt, dass es immer gleich ein „hell yes“ sein muss, dann kommt man unter Umständen schnell in einen Entscheidungsstau. Ich würde euch definitiv davon abraten euch für Dinge zu entscheiden, bei denen der Bauch nein sagt. Intuition ist ein verdammt guter Ratgeber. Aber ob es immer gleich das große „hell yes“ sein muss, das bezweifele ich.

 

Wenn es eine berufliche Entscheidung gibt, bei der ich Dir helfen kann, dann melde Dich per Mail bei mir. Ich Verschenke im Juni ein kostenloses 1 stündiges Mentoring mit mir!

 

Photocredit: rawpixel.com

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