Ein häufiges Problem, dass mir bei Design your Career Teilnehmerinnen begegnet ist: “Ich habe keine Zeit”. Keine Zeit zu netzwerken, keine Zeit Neues auszuprobieren. Oder sogar nicht mal Zeit darüber nachzudenken, was man überhaupt Neues ausprobieren könnte. Daher war für mich klar, dass nach den ersten Modulen, in denen es sehr stark um das Entwerfen Deiner Karrierestrategie geht, ein Modul dem Thema “Zeit” gewidmet werden muss.

Falls Du die Inhalte der ersten Module von “Design your Career” noch nicht kennst, findest Du diese hier:

Modul 1: So startest Du mit Deiner Karrierestrategie

Modul 2: Stärken und Schwächen und Dein Fremd-/Eigenbild

Modul 3: Befreie Dich von limitierenden Glaubenssätzen

Modul 4: So baust Du Prototypen, um Deine Karriereideen zu testen

Aber jetzt schnell weiter zum Thema des Tages: Selbstführung und Zeitmanagement…

 

Warum Selbstführung so wichtig ist für Deine Karriere

Wenn Du es bisher noch nicht gemerkt hast: Design your Career braucht Platz in Deinem Leben. Wir bei talentista haben uns viel Mühe gegeben ein Programm zu bauen, dass flexibel und kompakt ist. Das heißt vieles kannst Du machen, wenn es für Dich gerade passt. Du kannst Inhalte tiefer oder weniger tief bearbeiten – so wie Du es brauchst. Aber natürlich  ist das ganze keine “null Nummer”. 4-6 Stunden solltest Du pro Woche und damit pro Modul einplanen. Und das kann in einem Leben, das sich sowieso schon “voll” anfühlt eine ganze Menge Zeit sein. Dabei solltest Du aber folgendes Bedenken: Wenn Du Dich immer nur von Dringlichkeiten leiten lässt, also der nächsten E-Mail, der nächsten Präsentation für den Chef oder dem nächsten Kundenanruf, verlierst Du wichtige Dinge aus dem Auge. Und ständig aktiv an Deiner Karriere zu arbeiten ist wichtig. Und muss deshalb eigentlich immer auf der To Do Liste stehen.

Was wir bei Design your Career tun

Natürlich kannst Du nicht Dein ganzes Leben umkrempeln. Du musst auch nicht auf eine einsame Insel oder sofort kündigen, um etwas Raum zu gewinnen, um an Deiner Karriere zu arbeiten. Bei DYC fokussieren wir darauf, was Du in Deinem jetzigen Alltag lernen kannst, um bewusster mit der Zeit umzugehen, die Du hast oder Rahmenbedingungen so zu verändern, dass Du neue Freiräume gewinnst. Oft wissen wir nämlich gar nicht, welche Rahmenbedingungen wir unbewusst als gesetzt ansehen, obwohl diese gar nicht so fix sind, wie wir glauben. Außerdem lernst Du Deinen Kalender so zu gestalten, dass er Deine Prioritäten wiederspiegelt und Du weniger von Außen gesteuert bist. Deine wichtigste Erkenntnis sollte sein: Nur wenn Du selbst respektvoll mit Deiner Zeit umgehst, kannst Du andere dazu bringen Deine Zeit auch respektvoll zu behandeln.

Warum einfach “Nein” sagen keine Strategie ist

Und nun kommen wir dazu, was Design your Career NICHT ist. Nämlich wieder so ein Guru, der Dir wohlmeinend sagt, Du müsstest Doch einfach “Nein” sagen lernen. Natürlich ist es gesund, sich im richtigen Moment auch mal abgrenzen zu können, aber so simpel ist die Welt nun mal nicht. Denn oft handelt es sich ja auch um Verantwortungen oder Aufgaben, die Du bewusst angenommen hast und nun auch erfüllen möchtest. Und ich glaube auch, dass ein Team oder ein Chef (zu Recht) wenig Verständnis dafür hätte, wenn Du einfach nur abblockst ohne Alternativen oder Ersatzvorschläge. Genau hier setzen wir an. Ja. Du wirst Aufgaben verändern oder anders ausführen, um effizienter und effektiver zu werden. Aber immer nur “Nein” sagen ist nicht die Lösung…

 

Fragst auch Du Dich, wie Du in Deinem busy life Platz für neue Ideen schaffen sollst? Dann vereinbare doch hier direkt Deinen kostenlosen Beratungstermin mit mir und wir schauen gemeinsam, ob und wie “Design your Career” Dir helfen kann.

Johanna Bath herCareer

Design your Career – Was erwartet Dich?

Was erwartet Dich bei Design your Career? Seit ein paar Wochen berichte ich hier ja auch aus dem Inhalt von Design your Career. Das Mentoring Programm von talentista unterstützt Dich in sieben Wochen alles zu lernen, was Du für Deine individuelle Karrierestrategie brauchst.

Dazu gibt es zunächst 6 Module, in denen wir Dir das Know-How vermitteln, dass Du für Deine Karriereplanung brauchst. In Modul 1 geht es um das Thema Karrierestrategie. Warum eine solche so wichtig ist, erfährst Du hier.

Modul 2: Deine Stärken und Schwächen sowie Dein Fremd- und Eigenbild

Im Modul 2 dreht sich alles, um die Bestimmung Deines Standorts. Denn natürlich sind sowohl Deine Stärken und Schwächen sehr wichtig, wenn es darum geht Deine Karriere zu gestalten, als auch zu erkennen in wie weit andere Dich so wahrnehmen, wie Du Dich selbst wahrnimmst. Viele andere Ratgeber und Coaches versuchen dabei, Dich auf ein Idealbild hinzuentwickeln. Sprich Du sollst lernen eine bestimmte „Rolle“ zu spielen, die Dich dann erfolgreich machen soll. Genau das möchte ich nicht! Dennoch finde ich persönlich es trotzdem wichtig, dass Dein Fremd- und Eigenbild in einem guten Einklang stehen. Denn nur wenn Du ein Bewusstsein hast, wie Du auf andere wirkst, kannst Du ein Stück weit vorher erkennen, welche Vorgehensweisen überhaupt erfolgsversprechend sind.

Warum Dein Fremd- und Eigenbild so wichtig ist

Das Gute ist: Karriere machen ist keine exakte Wissenschaft. Mit anderen Worten arbeite ich nach der Devise: viele Wege führen nach Rom. Und wo Rom genau liegt, kann sich in Deinem Berufsleben auch ein paar Mal ändern. Das bedeutet in gewisser Weise: Der Weg ist das Ziel. Und nur Du allein bist verantwortlich an jeder Kreuzung zu entscheiden, wo Du lang gehst. Auf der einen Seite ist das erdrückend, weil Du allein verantwortlich bist und Dich oft entscheiden musst. Auf der andern Seite, darfst Du oft auswählen und kannst oft Entscheidungen aus der Vergangenheit wieder korrigieren. Und ja, Rom ist nicht ein fixer Ort, sondern eine grobe Richtung. Und so lange Du grob in diese Richtung unterwegs bist kannst Du nicht viel falsch machen. Dein Fremd- und Eigenbild hilft Dir dabei im Einklang mit Deinem Umfeld den für Dich in diesem Moment besten Weg auszuwählen und auch Dein Umfeld dabei „mitzunehmen“.

…ja, ich gebe Dir ein Beispiel dafür

Konkret bedeutet das, dass es wichtig ist, dass Du authentisch bleibst. Sprich, wenn Du eher ruhig und introvertiert bist und so auch wahrgenommen wirst, solltest Du keine Rolle annehmen, bei der Du ständig in der Öffentlichkeit stehst. Wenn Dein Fremd- und Eigenbild im Einklang sind, dann wird Dein Umfeld verstehen, dass Du so einen Job ablehnst, weil sie ebenfalls der Meinung sind, dass er nicht zu dir passt. Wenn Dein Fremd- und Eigenbild aber nicht stimmig sind, dann verstehen die Menschen um Dich herum Deine Entscheidung nicht. Gegebenenfalls wird Dir dann kein neuer Job angeboten, weil Deine Entscheidung Leute vor den Kopf gestoßen hat.

Dies solltest Du wissen und einkalkulieren, wenn Du Entscheidungen triffst. Du kannst dann immer noch entscheiden, dass Du diese negativen Konsequenzen akzeptierst. Aber der Unterschied ist, dass Du jetzt ein Bewusstsein für solche Situationen entwickelt hast. Du wirst dann von den negativen Reaktionen nicht kalt erwischt.

Authentizität und Netzwerken

Auch beim Kennenlernen von neuen Kontakten und bei Netzwerken ist Deine Wirkung auf andere zentral. Unser Kontakt zu anderen ist am leichtesten und besten, wenn wir authentisch sein können – uns nicht verstellen müssen. Für Deine Karriere ist Dein Netzwerk das Rückgrat, das Dich stützt und aufbaut. Daher besteht auch hier ein enger Zusammenhang zwischen Deinem Fremd- und Eigenbild und Deinem persönlichen Stil sowie Deiner persönlichen Wirkung beim Netzwerken.

 

Neugierig geworden? Dann buche jetzt Deinen kostenlosen Beratungstermin zu Design your Career.

 

Mit Ängsten besser umgehen – das ist wirklich ein absoluter Schlüssel, wenn wir uns Weiterentwickeln wollen. Denn Veränderungen und Wachstum kann einem schon mal Angst machen. Sogar, wenn es eine total positiver Veränderung, wie zum Beispiel eine lang ersehnte Beförderung ist.

Angst? Ich auch!

Wer mich persönlich kennen lernt, wäre wahrscheinlich überrascht, was für irrationale Ängste mich schon heimgesucht haben. Jetzt könnte ich stundenlang philosophieren, wo das herkommt. Aber es sei soviel gesagt, ich gehöre nicht zu den “happy go lucky” Typen, die mit einem Augenaufschlag und einem Lächeln alles im Leben erreichen können. Im Gegenteil – in eine neue Gruppe von Menschen zu kommen, fühlt sich nach wie vor nicht so toll an. Und sogar berufliche Projekte fühlen sich manchmal eine Nummer zu groß an. So richtig wurde mir das in einer konkreten Situation klar: Ich war auf einer Führungskräfteschulung für neue Mitarbeiter. Und mir war richtig mulmig bevor ich den Raum mit den vielen neuen Menschen betrat. Erst Abends fasste ich langsam Vertrauen und kam mehr in meinerm Komfortzone an. Einer der neuen Kollegen erzählte mir freudestrahlend, wie sehr er sich auf die vielen neuen, interessanten Leute gefreut hatte. Ein absoluter AHA Moment! Nummer 1: Wow ich hatte Angst und andere nicht! Nummer 2: Ich kann die Geschichte, die ich mir selbst erzähle beeinflussen und sogar verändern!

Change the narrative!

Was meine ich damit, meine “Geschichte zu verändern”? Damit meine ich, dass ich Situationen jetzt viel mehr aus einer neutralen Position sehe. Statt darüber nachzugrübeln, wie unangenehm etwas werden wird, versuche ich jetzt das positive herauszustellen. Da kommt mir die Einstellung meines Kollegens genau recht: Vor großen Veranstaltungen sage ich mir: Du wist tolle, neue Leute kennen lernen! Und nicht mehr: Was ist wenn Du alleine in der Ecke stehst und niemand mit dir redet. Denn über die allermeisten Situationen, kann man auf unterschiedliche Weise denken und zu sich selbst sprechen. Der Kollege hatte das übrigens gar nicht nötig. Er war einfach eine menschenfreundliche Rampensau. Aber sei Dir sicher, dass auch dieser Kollege irgendwelche Themen hat, die ihm Angst machen. Und dass das wahrscheinlich Dingen sind, die Dir nicht mal in den Sinn gekommen wären. Und damit kommen wir zum nächsten Punkt: der kognitiven Verzerrung, die Dich daran hindert zu erkennen, dass die vermeitliche Bedrohung in Realität viel kleiner ist.

Was die kognitive Verzerrung bewirkt

Die kongnitive Verzerrung ist ein Begriff aus der Verhaltenstherapie. Im Bezug auf Ängste bedeutet diese, dass wir unsere Angst in vier Dimensionen falsch einschätzen:

  • Die Gefahr an sich wird irrational vergrößert
  • Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird viel zu hoch eingestuft
  • Die eigenen Möglichkeiten und Ressourcen mit der Gefahr (im Fall, dass sie tatsächlich eintritt) umzugehen, wird unterschätzt
  • Die Möglichkeiten sich Hilfe/Ressourcen von Außen zu holen wird unterschätzt

Übersetzt heißt das, dass wir uns selbst nicht trauen können, wenn es um unsere Ängste geht. Unser Gehirn schaltet sozusagen auf Autopilot und unsere Gedanken kreisen. Daher hilft in solchen Situationen auf jeden Fall das Gespräch mit einer vertrauten Person. Da sie uns im Zweifel den Spiegel vorhalten kann, wo wir uns gerade verrennen.

Mit Ängsten besser umgehen

Mir persönlich hat es wahnsinnig viel geholfen, dass ich mit meinen Ängsten besser umgehen konnte. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass diese Fähigkeit eine Schlüsselfähigkeit in meiner Karriere war und ist. Und damit meine ich auf keinen Fall unnötige Risiken einzugehen. Oder auch einfach Ängst zu ignorieren. Aber ich lasse mich heute nicht mehr von Angst lähmen, bzw. wäge ab welche realistischen (nicht irrationalen) Risiken bestehen und betreibe dann gezielt Risikomanagement. Wenn die Angst dann wieder kommt, kann ich mir selbst wieder vor Augen führen, welche Maßnahmen ich ergriffen habe, um das Risiko abzufedern bzw. seine Auswirkungen einzudämmen. Das hilft meist schon, um mich schnell wieder von dem Gedanken zu lösen. Denn Risiko heißt auch Chance und daher kann es ohne gezielte Risiken keine Weiterentwicklung geben.

Wenn auch für Dich Stillstand keine Option ist, musst Du an Deine Änste und Glaubenssätze ran!

 

 

 

 

 

 

Photocredits: Arthur Brognoli

Ein Thema, das mich in meiner Karriere einige Male begleitet hat ist die Frage: “Was bringen mir standardisierte Persönlichkeitstests?”

Kurzum ich wurde in meiner berufllichen Entwicklung mehrmals mit solchen Tests “beglückt” und mein Fazit gleich vorweg – diese Tests sind für mich Fluch und Segen zugleich.

Was stört mich an standardisierten Persönlichkeitstests?

Ich erinnere mich noch lebhaft an meinen ersten Test. Wie bei wahrscheinlich vielen war es der DISG. Dieser teilt die Menschheit in vier Hauptcharaktergruppen ein. Und ich habe meinen DISG in einem Führungskräfteseminar gemacht. Im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern, war ich relativ neu in der Firma. Sprich das Seminar, die vielen neuen Leute, das “Erleben” der neuen Firmenkultur – das alles war sowieso schon recht anstrengend für mich. Und dann auch noch “getestet” werden?! Ich empfand die Situation als relativ stressig. Auch weil die Trainer des Seminares nicht unbedingt Experten dafür waren, den Test und die Ergebnisse zu erklären. Sprich es wurde sogar davon gesprochen, was ein “gutes” Profil und ein “schlechtes” Profil wäre. Ich fühlte mich absolut in eine Schublade gesteckt und ging in eine innere Verweigerungshaltung. Daher meine Lernerfahrungen: Wenn schon Test, dann bitte von Profis erklärt und bitte nicht wertend. Jede Charakterausprägung ist immer zugleich eine Stärke und Schwäche, daher kann der Test nicht “gut” oder “schlecht” ausfallen.

Neuer Test, neues Glück? Was bringen mir standardisierte Persönlichkeitstests?

Mein zweiter Test – wieder im Rahmen eines Führungskräfteseminars – war das Hogan Assessment. Zwei Dinge fand ich an diesem Test auf Anhieb sympathinscher. Zum einen wird man nicht in Kategorien eingeteilt und damit entfällt das unangenehme Schubladengefühl. Bei Hogan werden bestimmte Eigenschaften (z.B. Ausgeglichenheit) statistisch mit hundertausenden Profilen der Menschen verglichen, die den Test ebenfalls gemacht haben. Das heißt Du bekommst keine Bewertung wie Du (angeblich) bist, sondern eher wie Du Dich tendenziell im Vergleich zu (vielen) anderen verhälst. Für mich persönlich war das viel leichter verdaulich. Außerdem zeigt Dir der Test eine Ausprägung zwischen zwei Polen. Das heißt auf einer Skala mit verschiedenen Dimensionen bekommt man ein Spektrum.

Ich war beispielsweise wissbegieriger aber weniger besonnen als der Durchschnitt und damit im Mittelfeld der Eigentschaft “Ausgeglichenheit”. So konnte ich mich besser verstehen und erkannte mich differenzierter wieder. Der Nachteil: Die Statistik hinter dem Test ist sehr komplex. Und wir brauchten eineinhalb Tage des Seminars, um den Test und die Ergebnisse überhaupt verstehen zu können. Danach hätte ja der spannende Teil begonnen. Nämlich die Ableitung der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen. Dafür war dann leider nicht mehr richtig Zeit. Sprich ich fand das Resultat zwar spannend, aber teilweise auch kurios (Warum habe ich einen unterdurchschnittlichen Ehrgeiz?!). Lernerfahrung Nummer drei: Bitte die Teilnehmer nicht mit den Eregebnissen des Tests alleine lassen!

Happy testing – endlich ein Test, der mir etwas gebracht hat

Nach längerem hadern mit meinem Job, hatte ich das schleichende Gefühl, dass ich vielleicht selbst Schuld bin. Sprich, wenn kein Job zu mir passt, vielleicht passe dann ich einfach zu keinem Job?! Also griff ich in die Tasche und gönnte mir eine individuelle Potentialanalyse. Heute würde man das “ich investierte ich mich selbst” nennen. Aber das wusste ich damals ja noch nicht :-). Der Test war ein für das Militär entwickelter Standardtest, mit ähnlichem Grundmuster wie Hogan. Sprich statistischer Vergleich und Ausprägung der Charaktereigenschaft. Was dieses Mal anders war, war, dass meine Coachin auch noch eine qualitative Analyse dazuspielte. Sie lies mich auch Situationen aus meinem Leben reflektieren, zum Beispiel, in welchen Arbeitssituationen ich mich richtig wohlfühle, etc.

So wurde das Ergebnis des Tests (z.B. hoher Freiheitsdrang) sehr genau auf meine konkrete Situation angepasst. Sprich Großkonzern?! Das kann wahrscheinlich nicht passen. Endlich ein Testergebnis mit dem ich weiterarbeiten konnte, auch wenn es noch Jahre dauern würde bis ich die Ergebnisse für mich akzeptierte und in die Tat umsetzte…

Und damit Lernerfahrung Nummer 4: Testen bringt nichts, wenn Du nicht in die Umsetzung kommst. Daher Talente in Taten transformieren, Mädels. #beatalentista

 

 

 

 

Photocredit: rawpixel

In beruflichen Fragen bessere Entscheidungen zu treffen, kann sich wie eine sehr erdrückende Last anfühlen. Ich erinnere mich noch gut, dass ich gerade vor, im und nach dem Studium riesige Probleme mit Entscheidungen hatte. Teilweise versuchte ich diese hinauszuzögern oder haderte hinterher mit bereits getroffenen Entscheidungen.

Sich zu entscheiden und das auch in einer angemessenen Zeit zu tun, ist aber definitiv ein Schlüssel zum Erfolg. Daher möchte ich heute meine 5 Tipps für bessere Entscheidungen mit Dir teilen.

 

Tipp 1: Nichts ist für immer

Es gibt nur ganz, ganz wenige Entscheidungen, die irreversibel sind. Aber oft kommt es uns auch bei kleinen und mittelgroßen Entscheidungen so vor, als würden wir damit UNSER GANZES LEBEN festzementieren. Fragen wie: Studiere ich jetzt internationale BWL oder Marketing, halten uns nächtelang wach. Ich würde gerne meinem jüngeren Selbst zurufen: Es ist total egal, Hauptsache es geht ganz grob in die richtige Richtung. Man kann so viele Entscheidungen später noch beeinflussen zum Beispiel durch Praktika, Weiterbildung (oder gar ein neues Studium). Ich kenne sogar Professoren, die nochmal nebenher ein Medizinstudium anfangen (!)

Tipp 2: Versuche nicht um jeden Preis Risiken zu vermeiden

Eine ganz wichtige Lernerfahrung für bessere Entscheidungen ist zu akzeptieren, dass Risiken Teil des Lebens sind. Und das ist auch gut so! Denn ohne Risiken können wir nie Chancen haben. Denn ein Risiko ist nichts anderes als, die Unsicherheit, ob sich etwas positiv, neutral oder negativ entwickeln wird. Und wenn wir diese Unsicherheit nicht eingehen, kann sich per Definition nichts positiv entwickeln. Und auch ganz wichtig: Nichts tun ist auch eine Aktion, die mit Risiko behaftet ist. Denn auch wenn Du nichts tust gehst Du das Risiko ein, dass sich etwas zum Schlechten entwickelt.

Tipp 3: Mehr Informationen helfen Dir nicht bessere Entscheidungen zu treffen

Es ist nur natürlich, dass wir versuchen Risiken abzufedern, in dem wir uns besser informieren. Und das ist auch super. Nichts nervt mich mehr, als die Leute, die immer die Schuld bei anderen suchen, wenn sie letztendlich alle Informationen gehabt haben, etwas richtig zu machen. Aber ab einem bestimmten Punkt hilft Dir der elfte Erfahrungsbericht nicht mehr als der zehnte oder neunte. Spätestens, wenn Du mehr Zeit in die Informationssuche gesteckt hast, als Du investiert hättest wenn Du es einfach gemacht hättest, bist Du auf dem falschen Dampfer unterwegs.

Tipp 4: Versuche Dinge so viel wie möglich zu testen, bevor Du Dich entscheidest

Es gibt so viele Möglichkeiten mit kleinen Experimenten zu testen, ob etwas „Deins“ ist oder nicht. Du musst nicht gleich Jura studieren, um herauszufinden, ob der Beruf als Anwalt etwas für Dich ist. Und Du musst nicht morgen kündigen, um herauszufinden mit was Du dich selbstständig machen willst. Manchmal können solche radikalen Schritte notwendig sein, z.B. weil Du dich dringend aus einer schlechten Situation befreien musst. Aber wenn Du „ohne“ Not etwas verändern willst, dann starte lieber risikoarme Experimente. Gehe auf Veranstaltungen und pitche Fremden deine Business Idee, schreibe den Draft für dein Traumbuch am Wochenende oder Schnuppere einfach in deinen Traumjob hinein. Setze dich in eine Vorlesung rein, die dich interessiert. Sprich auf Linkedin Leute an, die bereits in dem Beruf arbeiten,…… die Liste lässt sich unbegrenzt fortführen. Und das Beste: Bei Experimenten kannst Du nicht scheitern. Sondern nur Erfahrungen für bessere Entscheidungen gewinnen.

Tipp 5: Hell yes or No funktioniert nicht immer

Es predigen ja viele, dass eine Entscheidung entweder ein Hell Yes oder ein No sein muss. Aus meiner Erfahrung stimmt das aber sicher nicht immer. Im täglichen Zeitmanagement würde ich sagen, dass es schon ein guter Anhaltspunkt ist. Aber bei vielen langfristigen Entscheidungen finde ich, dass die Tragweite der Entscheidung oft so groß ist, dass wir das gar nicht wissen können. Und wenn man sich hier „Bürde“ auferlegt, dass es immer gleich ein „hell yes“ sein muss, dann kommt man unter Umständen schnell in einen Entscheidungsstau. Ich würde euch definitiv davon abraten euch für Dinge zu entscheiden, bei denen der Bauch nein sagt. Intuition ist ein verdammt guter Ratgeber. Aber ob es immer gleich das große „hell yes“ sein muss, das bezweifele ich.

 

Wenn es eine berufliche Entscheidung gibt, bei der ich Dir helfen kann, dann melde Dich per Mail bei mir. Ich Verschenke im Juni ein kostenloses 1 stündiges Mentoring mit mir!

 

Photocredit: rawpixel.com

Kennst Du das auch? Du bist auf einem Entwicklungsseminar und fühlst Dich wohl und top motiviert. Du hast nette und inspirierende Leute kennen gelernt und bist überzeugt: wow dieses Mal wird alles anders. Du wirst die neuen Erkenntnisse gleich in die Tat umsetzen. Und dann kommt die nächste Woche im alten Job und der Effekt ist verpufft. Und das einzige was wirklich hängen bleibt ist das extra Kilo von Butterbrezeln und Keksen.

Woran liegt es, dass klassische Seminare es einfach nicht bringen

Ich für mich bin zu dem Schluss gekommen, dass das typische zwei Tages Seminar einfach nicht geeignet ist, um wirklich eine Transformation auszulösen. Klar zur Schulung einer neuen Software mag das taugen, aber wirkliche Persönlichkeitsveränderung passiert in zwei Tagen meiner Meinung nach nicht.

Ich brauche einfach für solche Themen ein gewisses „Warm-up“ und alleine dafür geht schon der erste halbe Tag „drauf“. Dann ist die Gruppe endlich auf Betriebstemperatur und es bleiben letztendlich nur noch ein Tag für dich „richtige Arbeit“. Und danach verpufft der Effekt, weil keine Nachhaltigkeit da ist. Denn dazu bräuchte man ja auch einen konkreten Umsetzungsplan. Den hat man aber nach zwei Tagen sicher auch noch nicht in der Tasche. Und zu guter Letzt verstreuen sich die Teilnehmer nach dem Seminar wieder in ihr gewohntes Umfeld, wo schlicht die Rückendeckung und der Support für wirkliche Veränderung fehlen. Die Stärke die man als Seminargruppe entwickelt hat, wird nicht genutzt. #whatawaste

Her mit guten Programmen zur Transformation

Habt ihr schon richtig gute Entwicklungsprogramme kennen gelernt? Ich finde Programme dann am besten, wenn sie mir drei Komponenten bieten:

Das Warm-up kann gerne schon vor dem Seminar anfangen. Damit die Zeit im Seminar direkt genutzt werden kann, liebe ich Programme, die mich bereits vor dem Seminar durch Aufgaben, Fragen oder Austausch einbeziehen.

Bitte nicht generisch bleiben. Das Seminar muss mir eine Step-by-Step Umsetzungsstrategie liefern mit der ich am besten Morgen anfangen kann

Ich will in touch bleiben. Die Verbindungen und Kontakte, die ich im Seminar geknüpft habe, können mir richtig gut weiterhelfen, sei es als Feedback Geber oder schlicht Ermutigung. Daher will ich Touchpoints haben, an denen ich weiterhin Community Spirit tanken kann.

Was braucht ihr, damit ein Seminar Euch richtig weiterbringt? Lasst es mich gerne wissen. Ich bin gespannt.

Bildquelle Titelbild: https://www.pexels.com/photo/boston-terrier-wearing-unicorn-pet-costume-1564506