Wir bei talentista mögen ja Podcasts fast genaus gerne wie Bücher. Umso mehr freuen wir uns über Einladungen für Podcast Interviews. Und hier sind in den letzten Wochen wieder spannende neue Folgen dazu gekommen. Höchste Zeit Euch auch hier auf dem Blog einen Überblick darüber zu geben.

Brandneu mit Johanna: Der Heul nicht Mach doch Podcast

Diese Woche “druckfrisch” (darf man das bei Podcasts eigentlich sagen?) erschien ein Interview zum Thema Glaubenssätze im “Heul nicht Mach Doch” Podcast von Katrin Gildner. Eine Stunde unterhielten wir uns darüber, wie uns Glaubenssätze davon abhalten können, wichtige Weichen in unserem Leben zu stellen. Dabei kamen wir gleich zu Anfang auf zwei meiner absoluten Lieblingsthemen zu sprechen. Nämlich: Warum es für viele eine tolle Option ist, sich erstmal nebenberuflich selbstständig zu machen (anstatt Hals über Kopf den festen Job hinzuwerfen). Und: Nein, Du brauchst nicht noch die 100ste Weiterbildung. Was Du tun solltest, wenn Du eine Neuorientierung im Beruf anstrebst (anstatt eine Weiterbildung zu burchen).

Katrin und ich haben uns letztes Jahr auf dem Femboss Festival kennen gelernt und gleich super verstanden. Und ich habe mich total gefreut, dass jetzt diese spannende und informative Podcast Episode daraus geworden ist.

There is a crack in everything – Interview mit Lena Wittneben

Ein Interview der anderen Art war das Interview mit Lena. In ihrem Podcast geht es weniger um ein konkretes Thema, sondern mehr darum die Lebensgeschichte aus dem Gegenüber herauszukitzeln. Daher ist dies definitiv mein persönlichstes und privatetes Interview geworden und ihr erfahrt, welche Knackpunkt (und ja manchmal auch schlicht Zufälle) dazu geführt haben, dass mein Leben und vor allem meine Karriere so lief, wie sie lief. Welche Mentoren haben mich weitergebracht, aber auch wie sieht meine Morgenroutine aus…

Der Systematiker-Podcast von Lisa Schröter

Mit Lisa habe ich mich Ende 2019 über die vier Motivationstypen unterhalten. Ein Konzept, dass ich sehr spannend finde. Erfüllst Du eher Erwartungen, die andere von außen an Dich stellen oder erfüllst Du am ehesten Deine eigenen Erwartungen? Und was bedeutet das für die Umsetzung Deiner Projekte, Dein Verhältnis zu Vorgesetzten und Deine Arbeit in Teams. Wenn Du Deinen Motivationstypen kennst und auch erkennen kannst, welche Motivatoren Menschen in Deinem Umfeld antreiben, wirst Du viel erfolgreicher an Deinen Projekten arbeiten können. Aber auch in Teamsituationen profitierst Du maximal von diesem Konzept. Wenn Du neugierig geworden bist, dann hören doch gleich rein…

Create and Design yourself mit Yvonne Kania

Mein erstes Podcast Interview und fast schon ein Klassiker. Mit Yvonne (die ihr vielleicht auch von meiner Buchlesung in Stuttgart kennt), unterhalte ich mich über die Wichtigkeit, seine eigenen Talente zu kennen und im Job einzusetzen. Und ganz wichtig über das heiße Thema: Gehaltsverhandlung. Wir verraten unsere wichtigsten Tipps zur Vorbereitung von Gehaltsgesprächen und wie wir zur “richtigen Zahl” gelangen.

Buchempfehlungen

Hier kommen meine Winter Buchempfehlungen – Weihnachten steht vor der Tür, Zeit die Beine hochzulegen zu entspannen und das Gehirn ein bisschen zu betanken. Oder brauchst Du sogar noch ein Geschenk für einen lieben Menschen? Dann hol Dir hier meine Listeliste ab.

Pssst: Kennst Du schon meine Business Buch Empfehlungen oder meine Urlaubsleseliste?

Winter Buchempfehlung: Sachbuch

Für wen? Du bist Teil eines Paares, das Beruf und Familie relativ gleichberechtigt unter einen Hut bringen will? Und Du fragst Dich, wie ihr das anstellen sollt?

Dann empfehle ich “Couples that work” von Jennifer Petriglieri. Die Wissenschaftlerin und Professorin hat über 100 Paare über Jahre verfolgt und versucht die Erfolgsfaktoren herauszuarbeiten. Was machen Paare, bei denen Beruf und Familie funktioniert, besser als andere? Was sind die Phasen, durch die diese Paare gehen und was sind die Knackpunkte in diesen Phasen? Das Buch ist sehr spannend zu lesen, insbesondere weil es fast nur auf den realen Beispielen der “Forschungsobjekte” beruht und aufzeigt, welche Konsequenzen bestimmte Entscheidungen dann auch im weiteren Verlauf der Paargeschichte hatten.

Für wen? Du möchtest als junge Frau Karriere machen, Dich aber nicht ständig verbiegen müssen. Und Du wolltest schon immer wissen, wie Du mit sexistischen Kommentaten in Meetings umgehen solltest?

Du solltest unbedingt “The myth of the nice girl” von Fran Hauser lesen. Nach ihrer erfolgreichen Karriere erklärt sie in ihrem Fallstudien gespickten Buch, wie Frau ohne Ellenbogen agieren kann und gleichzeitig erfolgreich werden kann. Was mich besonders begeistert hat, waren die vielen “klassischen” Dilemma Situationen, die sie aufzeigt und ihe pragmatischen und schlagfertigen Lösungen dazu.

Winter Buchempfehlungen: Roman

Für wen? Du liebst Geschichten, die auf realen Begebenheiten basieren und eine dunkle Seite zum Vorschein bringen.

“Three Women” von Lisa Taddeo habe ich bereits im Spätsommer gelesen und es ist mit Abstand das Buch, das ich dieses Jahr am schlechtesten aus der Hand legen konnte. Der Roman basiert auf drei biografischen Geschichten von Frauen, deren (Liebes-) Geschichte erzählt wird. Die Geschichten sind auf ihre Art dramatisch und trotzdem fällt es schwer, eindeutig zwischen Gut und Böse oder Recht und Unrecht zu entscheiden. Spannend, packend und bewegend. Hier gibt es den Roman mittlerweile auch auf Deutsch.

Buchempfehlungen für 2020 – auf welche Bücher freue ich mich

Auch in 2020 werden wieder tolle Bücher erscheinen, auf die ich mich jetzt schon freue. Auf meiner Vorbestellungsliste sind schon geladet: “The Energy Clock” von Molly Fletcher. Die ehemalige Sport Managerin und Mutter berichtet über ihre Strategien, in einem vollen Leben dem Stress Herr (bzw. Frau) zu werden und entspannt und energiegeladen zu bleiben.

Eine 23-jähriger schreibt ein Buch darüber, wie die Börse im Allgemeinen und Investieren im Speziellen funktioniert? Count me in! Aya Jaff bringt in 2020 “MONEYMAKERS: Deine ersten Schritte an der Börse und was du von Tradern und CEOs lernen kannst” heraus und ich bin sehr gespannt!

Work Life Balance

Durch die Arbeit an meinem Buch und meiner Disseration, habe ich zwei große Projekte hinter mir. Heute möchte ich Dir meine top Tipps mitgehen, wie Du große Projekte besser angehen kannst.

Schneide den Elefant in Scheiben

Wenn etwas zu groß aussieht – oder in anderen Worten ein Elefant von einem Projekt ist – solltest Du es unbedingt in kleinere Pakete unterteilen. Und das hat ganz praktische, aber auch psychologischen Gründe. Warum? Praktisch kannst Du so kleinere und beherrschbare Schritte bearbeiten. Du hast schnell Erfolgserlebnisse und kannst To Dos von Deiner Liste streichen. Auch kannst Du kleinere Pakete besser einplanen und mit einer Zeitplanung versehen. Das bedeutet, dass Du auch einen besseren Überblick bekommst, was Du in welcher Zeit realistisch bearbeiten kannst. Das erspart Frust: Denn wenn Du an einem großen Berg arbeitest, bekommst Du schnell das Gefühl, dass Du „nichts“ erreichst hast, obwohl Du eine ganze Stunde investiert hast. Hast Du allerdings ein Paket vor Dir, das eine Stunde dauert, kannst Du es sehr wahrscheinlich erfolgreich abhaken. So hast Du schneller Erfolgserlebnisse und das Projekt wird positiv besetzt, anstatt Quelle von Unzufriedenheit zu sein.

 

Kenne Deinen Umsetzungstypen

Kennst Du die „vier Tendenzen“ von Gretchen Rubin? Ich bin total begeistert von dieser Einteilung. Im Gegensatz zu anderen Tests, sagt Gretchen nämlich nicht, „wer“ Du bist, sondern welche Rahmenbedingungen Du für eine erfolgreiche Umsetzung brauchst. Sie unterscheidet dabei zwischen Menschen, die eher intrinsisch oder extrinsisch motiviert sind. Du brauchst Druck von außen? Dann bist Du ein Teamplayer. Du kannst Dich super selbst motivieren, dann bist Du wahrscheinlich ein Hinterfrager. Dieser Typ kann Dinge nämlich erst umsetzen, wenn er sie für sich selbst hinterfragt und als sinnvoll eingestuft hat. Der Pflichterfüller kommt mit Druck von außen gut zurecht, kann sich aber auch selbst Druck machen. Der Rebell hingegen kann weder Druck von außen noch von innen akzeptieren. Wenn Du große Projekte angehst, solltest Du Deinen Typen unbedingt kennen und einbeziehen. Als Teamplayer musst Du Dir ein System schaffen, dem Du Rechenschaft ablegen musst. Zum Beispiel solltest Du Dich für das Projekt mit einer Freundin verabreden.

 

Großer Wurf oder kleine Schritte – was liegt Dir mehr?

Auch hier gibt es zwei verschiedene Typen: Brauchst Du den großen Wurf? Oder reicht es Dir in kleinen aber stetigen Schritten voranzukommen. Dementsprechend solltest Du deine Zeit für das Projekt einplanen. Menschen, die mit kleinen aber stetigen Schritten zurechtkommen könnten zum Beispiel jeden Morgen eine Stunde früher aufstehen und diese dem Projekt widmen. Wenn Du hingegen eher das Gefühl brauchst etwas Großes geschafft zu haben, solltest Du stattdessen lieber in größeren Abständen einen ganzen Tag für Dein Projekt einplanen. Wichtig ist hier auch wieder sich selbst zu kennen. Brauchst Du viel Anlauf, um in die Arbeit hineinzukommen? Dann nutzt Dir wahrscheinlich ein großer Zeitblock mehr, als viele Kleine. Kannst Du Dich nicht lange konzentrieren. Dann sind mehrere kleine Zeiteinheiten für Dich geschickter. Wichtig ist, dass die Zeitplanung dann auch in Deinem Kalender landet und die gleiche Priorität, wie andere Termine bekommt.

 

An welchem großen Projekt arbeitest Du gerade? #beatalentista

 

Sommer-Leseliste

Lezte Woche sprach mich eine Studentin an, welches Buch ich Ihr für Ihre Sommer-Leseliste 2019 empfehlen würde. Diese Frage war ja genau mein Ding. Ich liebe Bücher und Buchempfehlen finde ich einfach toll. Ich habe sogar eine Freundin, mit der ich bei unseren jährlichen Treffen jedes Mal “Romane tausche”. Ihre Lieblinge des Jahres gegen meine. So landen unweigerlich spannende Bücher bei mir, die ich ohne sie nie kennen gelernt hätte.

Das Konzept der Studentin war, sich von jedem Professor ein Buch empfehlen zu lassen und diese dann über den Sommer zu lesen. Super Idee finde ich. Und schwups war mir klar, das Konzept möchte ich auch auf dem Blog umsetzen. Bitte mach doch mit und schreib mir gleich in die Kommentare, was diesen Sommer auf Deiner Leseliste steht.

Da alle Tipps nur von mir kommen, habe ich versucht, aus allen Kategorien von Fachbuch bis Roman alles dabei zu haben. Und zum Schluss kommt natürlich auch noch das Buch, dass ich aktuell lese.

Sommer-Leseliste 2019 – Sachbuch

Für wen? Du willst als weiblicher (Young) Professional endlich mal verstehen, wie die (Business) Welt so tickt.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du “Lean in” von Sheryl Sandberg schon gelesen hast. Waaaaas? Du hast Lean in noch nicht gelesen?! Dann nutze jetzt den Sommer unbedingt, um das nachzuholen. Das Buch ist ja fast schon ein Klassiker und das zu recht. Es ist so gut und macht einem die Wirkzusammenhänge klar, mit denen sich  Frauen oft selbst im Weg stehen. Absoluter Augenöffner.

Wenn du Lean in schon gelesen hast, dann ist meine zweite Empfehlung aus der Sachbuch Kategorie das großartige Buch “Playing Big” von Tara Mohr. Der Untertitel ist: Find your voice, your vision and make things happen. Ein großes Versprechen, dass aber auf jeden Fall auch eingehalten wird. Das Buch hat mich sehr inspiriert und motiviert. Ist allerdings nur auf Englisch erhältlich.

Sommer-Leseliste 2019 – Roman

Für wen? Feel good Literatur für den Pool, die glücklich macht, Dir aber trotzdem Impulse gibt.

Mein Exemplar von “Das große Los” ist schon kompett zerschlissen, weil ich es so oft verliehen habe. Die Autorin Meike Winnemuth beschreibt in Ihrer Autobiographie, wie sie eine halbe Million gewinnt und auf Weltreise geht. Aber im Unterschied zu einer Reise, versucht sie tatsächlich jeden Monat in einer anderen Stadt zu leben. Und zwar so, als würde sie tatsächlich dort wohnen – Höhen und Tiefen inklusive. Ein Buch das absolut unterhaltsam ist und trotzdem so viel Wichtiges über Angst, Mut und Risiko enthält.

Die Autobiographie der Finanzexpertin Helma Sick habe ich zwar selbst noch nicht gelesen. Aber ich habe “Aufgeben kam nie in Frage” mehrfach verschenkt und das Feedback zu diesem Buch war immer sehr gut. Ich selbst durfte Helma dieses Jahr zum ersten Mal persönlich kennen lernen. Sie ist so ein herzlicher und dennoch klarer Mensch und ihre Lebensgeschichte muss einfach lesenswert sein.

Sommer-Leseliste 2019 – Fachbuch

Für wen? Du willst eine leichtgängige Lektüre und Dich trotzdem aktiv und intensiv mit spannenden Themen beschäftigen.

Das Buch, dass ich aktuell lese “Who can you trust?” von Rachel Botsman fasziniert mich. Sie beschäftigt sich eingehend damit, wie Menschen Ihr Vertrauen in (Online) Netzwerke setzen und was das für die Welt und natürlich Unternehmen bedeutet. Dabei werden spannende Start-up Stories, wie zum Beispiel von AirBnB, Urbansitters oder BlaBlaCar analysiert, was das Buch sehr spannend macht.

Und natürlich kann ich es mir nicht verkneifen, mein Buch zu erwähnen. Der “Girlboss Mythos” räumt mit gängigen Vorurteilen und Mythen der Gender Debatte auf. Wenn Du also nach statistischem Kanonenfutter suchst, um anderen klar zu machen, dass wir durchaus noch ein paar kleinere 😉 Potentiale in Sachen Gleichberechtigung haben, dann ist dieses Buch genau das richtige.

 

So meine Lieben, was fehlt denn noch auf der Liste? Welches spannende Buch liest Du gerade?

Der alternative Titel für den Artikel Sommer Business Outfits: „38 Grad oder die Anzugfrage“. Wobei ja mittlerweile auch im Nicht Sommer fast keiner mehr richtige Anzüge trägt. Und das kann ganz schön verwirrend sein. Denn wenn Dieter Zetsche jetzt nur noch in Turnschuhen rumläuft, kannst Du ja auch in Turnschuhen zum Vorstellungsgespräch, oder? Dies ist sicher nicht eines meinter typischen Themen, aber ich dachte, es schadet auch nicht, meine Gedanken hierzu mal zu Papier zu bringen.

Zunächst mal gilt: Wohlfühlen ist der Schlüssel

Du solltest Dich auf jeden Fall in deinem Outfit wohlfühlen. Das ist extrem wichtig, denn das Wohlfühlen beeinflusst ja Deine ganze Haltung und Ausstrahlung. Du solltest Dich in Deiner Haut wohlfühlen. Solltest Du also das Gefühl haben, Dich für Deinen Job jeden Morgen verkleiden zu müssen, dann ist die Chance hoch, dass es einfach nicht der richtige ist. Damit möchte ich jetzt allerdings nicht für übertriebenen Individualismus werben. Eine Bekannte von mir hat ein auffälliges Nasenpiercing. Sie trägt es privat und fühlt sich offensichtlich damit sehr wohl. Heisst das jetzt, dass sie mit Nasenpiercing zu ihrem Job als Beraterin in der Industrie geht? Natürlich nicht!

 

Heißes Wetter entschuldigt nicht alles

Sorry Mädels, aber in der Klamottenfrage muss ich hart bleiben. Bitte wählt auch bei heißem Wetter ein vernünftiges Business Outfit. Klar ab 30 Grad darfs bei mir auch schon mal eine 7/8-Hose sein (selbstverständlich mit Strümpfen und Pumps) oder ein (schickes) T-Shirt (statt Bluse). Aber Flip-Flops oder Spagehtti-Träger? Oder habt ihr den Abteilungsleiter schon Mal in Bermuda-Shorts und T-Shirt im Büro gesehen? (Und wenn ihr das schon gesehen habt, dann hat er immer noch den Vorteil, dass er ein seniorer Mann ist – als Frau solltet ihr euch das nicht erlauben.)

Immer wenn ich die Mädels in einer Firma in ihren Mini-Röcken oder knall-bunten T-Shirts sehe, denke ich automatisch das müssen Werkstudentinnen oder ausgeflippte Sekretärinnen sein (Warum haben manche Sekretärinnen diesen Hang zu ausgeflippten Klamotten? Ok, anderes Thema). Es ist einfach schwer jemanden, der mir in einem weißen T-Shirt (mit der Aufschrift “Lets go to the Beach” und einem schwarzen BH daraunter) ernst zu nehmen. Kleider machen Leute. Auch im Hochsommer!

 

Praktische Tipps für Dein Sommer Business Outfit

Wähle fließende Stoffe, die auch gerne über den Bund fallen dürfen. Damit kann man unangenehme schwitzige Stellen, wie zum Beispiel unter dem Gürtel vermeiden. Obwohl ich nicht der Parfüm Junkie bin, verwende ich im Sommer gerne Dürfte mit einer frischen Zitrusnote, das gibt mir insbesondere morgens einen Frischekick. Gerade im Sommer sollte man intelligent Zwiebeln: Achte unbedingt darauf, dass Du etwas „drunter“ trägst.  Das Shirt sollte erlauben, dass Jacket, die Jacke, etc. auszuziehen, wenn das Thermometer über den Tagesverlauf um 10 oder mehr Grad klettert. Frische im Büro bieten Tischventilatoren und natürlich morgens Durchlüften und dann Schattieren. Und natürlich der „umgekehrte“ Wintertrick. Arbeitsschuhe in der Tasche mitnehmen und dann erst im Büro aus bequemen Sandalen in die Arbeitsschuhe schlüpfen. Und ja am 38 Grad würde auch ich irgendwann zu schicken Birkenstocks greifen 😉

 

Wie Du eine Work Uniform entwickelst

Heisst das jetzt jeden Tag das gleiche anziehen?! Nein natürlich nicht. Ich bin überzeugt, dass es sich lohnt ein paar Gedanken in Deine Work Unifrom zu stecken. Schließlich ist es teil Deiner Identität, auch wenn sich das sicher für ie ein oder andere oberflächlich anhört. Mich persönlich entspannt es auch für unterschiedliches Wetter und natürlich auch unterschiedlich “wichtige” Termine die passenden Outfits schon griffbereit zu haben. Ich nehme mir dafür in der Regel ein bis zwei Mal im Jahr Zeit a la Marie Kondo meinen Kleiderschrank zu durchforsten. Dabei probiere ich auch alles mal wieder an und versuche, neue Kombinationen zu finden. So wird am schnellsten offensichtlich, welche Basics (ja ich rede mit Dir schwarzes T-Shirt) mir fehlen. Das ganze kann man auch noch fotografisch festhalten, damit man sich hinter auch an neue Business Outfits erinnernt, wenn der Sommer dann tatsächlich vor der Tür steht.

 

 

 

 

 

 

Photocredits: Ylanite Koppens

Tipps zu Bewerbungsschreiben und Lebenslauf gibt es wie Sand am Meer. Aber hier gibt es jetzt die Bewerbungstipps, die Dir keiner verrät. Es gibt kein “richtig” oder “falsch” (außer natürlich Rechtschreibfehler, die sind immer falsch). Eine Sache, die meiner Meinung nach immer unterschätzt wird ist, wie wenig Zeit sich Personaler und Manager nehmen, um eine Bewerbung wirklich anzuschauen. Daher beziehen sich meine Tipps hauptsächlich darauf, dass deine Bewerbung unter Umständen nur wenige Minuten angeschaut wird und sich der Adressat der Bewerbung nicht die Mühe macht jedes Detail in der Unterlage “zusammen zu suchen”.

Und es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass es deiner Bewerbungsunterlage nicht besser ergeht. Je attraktiver das Unternehmen und die Position, auf die man sich bewirbt, desto eher kann man davon ausgehen, dass man wahrscheinlich nicht der einzige Bewerber ist, der seine Unterlagen dorthin schickt. Man landet also auf einem verdammt großen Stapel von Bewerbungen. Daher findet ihr hier einige Tipps, die es dem potentiellen Recruiter möglichst einfach macht, zu erkennen was für eine klasse Frau du für den Job bist!

Lebenslauf und Anschreiben

Muss ich für jede Stelle eine individuelle Bewerbung schreiben oder reicht es einfach nur das Anschreiben anzupassen?

Du musst natürlich gar nichts . Ich kann allerdings nur empfehlen, jede Bewerbung individuell zu gestalten. Natürlich sollte man ein Grundgerüst für das Anschreiben und den Lebenslauf fertig “in der Schublade” liegen haben. Allerdings sollte man sich überlegen welche Tätigkeiten aus dem Lebenslauf den besten Bezug zu der Stelle haben und diese Tätigkeiten in den Vordergrund rücken, z.B. durch Erwähnung im Anschreiben. Außerdem kannst Du diesen wichtigen Positionen mehr Platz oder eine Position weiter vorne im Lebenslauf geben. Besonders bei Frauen ist das natürlich wichtig.

Beispiel gefällig: Du bewirbst dich für eine Stelle im Controlling oder Marketing mit einem starken technischen Bezug. Nie würde es jemand zugeben, aber viele Männer werden denken, dass Du für diese Aufgabe nicht so gut geeignet bist, wie ein Mann. Beispielsweise, weil Du von Technik weniger Ahnung hast und deshalb die Produkte nicht so gut verstehen wirst. Auch wenn Du nicht in der Entwicklung arbeitest, ist es in vielen Positionen trotzdem notwendig zumindest im groben zu verstehen, was die Firma macht. Daher solltest Du in so einem Fall einen Bezug zur Technik herstellen. Wenn Du noch nie in der Branche gearbeitet hast, bietet sich wenigstens eine Ferienarbeit in der Produktion oder ein Praktikum an. Wenn es das auch nicht gibt, hast du vielleicht zumindest ein Hobby, das zeigt, dass du keine zwei linken Hände hast.

 

Die Länge des Lebenslauf

Wie ausführlich sollte der Lebenslauf sein?

Ausführlich genug! Also: Ein Lebenslauf auch von einer Berufsanfängerin sollte nie nur aus einer Seite bestehen! Jede auch jemand, der bisher “nur” studiert hatte, sollte auf zwei Seiten über seine ersten 23-25 Jahre auf der Welt berichten können. (Und das ohne die Grundschule zu erwähnen! Was? Du erwähnst die Grundschule in deinem Lebenslauf? Dann husch, husch streich sie raus!). Um dem Leser Zeit zu sparen, sollte dein Lebenslauf ein umfassendes Bild davon vermitteln, was du bisher getrieben hast und was du kannst.

Daher solltest Du zu jeder Tätigkeit zwei, drei oder vier stichpunktehafte Tätigkeiten stehen, was du gemacht hast. Schreibe nie “Praktikum im Marketing” oder “Teamleitung Marketing” ohne weitere Erklärung, sondern lasse noch ein paar Details folgen z.B. – Erstellen von Marketingkonzepten für den Messeauftritt, Entwicklung einer Markenstrategie für Produktgruppe XY, Führung von drei Mitarbeitern im Bereich Unternehmenskommunikation und PR, etc. Und das machst du dann für alle relevanten Tätigkeiten/Erfahrungen und schwups hast du mindestens zwei Seiten zusammen. (Orientierungshilfe: Berufsanfänger sollten bei einer “11er Schriftgröße” auf zwei Seiten, ab 5 Jahren Berufserfahrung auf drei Seiten kommen.)

 

Bewerben mit wenig Berufserfahrung

Ich habe wirklich noch gar keine Arbeitserfahrungen. Was mache ich jetzt nur?

Glaub mir, jeder hat irgendwelche Erfahrungen. Es kommt – wie so oft im Leben – auf die richtige Verpackung an. Du hast also etwas studiert oder eine Ausbildung gemacht? Das ist doch schon Mal gut! Jede Ausbildung oder jedes Studium hat Schwerpunkte, die je nach Betrieb/Uni/FH unterschiedlich gelegt werden, d.h. diese Schwerpunkte sind bereits zwei oder drei Unterpunkte wert. Beispiel: Du hast Industriekauffrau “gelernt”. Jetzt kannst du entweder schreiben “Ausbildung zur Industriekauffrau” und es der Phantasie des Lesers überlassen, was er sich denkt oder du kannst ihm eine Idee geben (einfach für den Fall, dass er wenig Phantasie hat ):

Nehmen wir an dein Betrieb war in der Lebensmittelbranche tätig: z.B. Organisation von Logistiktransporten mit lückenlosen Kühlketten und kritischen Transportzeiten, Vorbereiten von Vertragsverhandlungen mit Handelsketten und Großhandelsorganisationen, Vorbereitung der Kundenevents zur Vorstellung neuer Produkte. Merke: Gehe niemals davon aus, dass der andere irgendetwas über dich weiß. Denn das tut er nicht, er kennt dich bis jetzt nicht. Gerade wir Mädels neigen hier zum Tiefstapeln: Wenn du für etwas verantwortlich warst schreibe nicht “Unterstützung”, sondern zeige durch die Formulierung die Tragweiter deiner Verantwortung, auch wenn du nicht in jeder Position “Chef” warst.
Weitere Themen, die du nicht unter den Tisch fallen lassen solltest, wenn du bisher keine oder wenig “richtige” Berufserfahrung hast:

Auslandsschuljahre, Studienprojekte d.h. Kurse im Studium, die projekthaft gestaltet waren und bei denen ein konkretes Endergebnis mehr oder weniger in Eigenregie entwickelt werden musste. Aber natürlich auch: Arbeit auf Messen oder Ferienjobs, außerschulisch Aktivitäten wie Engagement in Vereinen oder Verbänden. Das könnte zum Beispiel die Mitarbeit im Asta, studentische Unternehmensberatungen, etc. sein. Und wenn es wirklich hart auf hart kommt, hast du wenigstens ein interessantes Hobby? Finde wenigstens drei Dinge, die du ausführlich mit Unterpunkten darstellen kannst. Das schafft jede !

 

Ein richtig gutes Anschreiben

Wie schreibe ich ein gutes Anschreiben?

Egal wie schwer es auch ist, lasse die Finger von vorformulierten Anschreiben. Das will wirklich keiner lesen. Versuche beim Schreiben authentisch zu sein, ohne übertrieben aufzufallen (ui das klingt jetzt total generisch). D.h. wenn du die Stelle bei Monster im Internet gefunden hast schreibe nicht: Bezugnehmend auf Ihre Stellenanzeige auf www.monster.de vom soundsovielten, möchte ich mich heute bewerben. Sondern schreibe etwas das knackiger formuliert ist und deine Motivation ausdrückt: „Während meiner Stellensuche ist mir Ihre Stelle auf www.monster.de sofort positiv ins Auge gefallen: Sie suchen nach einer Mischung aus Kreativität und unternehmerischen Handeln und ich würde mich sehr freuen, diese beiden Eigenschaften in Ihr Unternehmen einzubringen.“

Gleiches gilt für die Argumentation warum du auf die Stelle passt. Sei individuell und drücke deine Meinung aus. Trotz des starken Controlling Hintergrunds, den ich mitbringe, habe ich mich für technische Themen aus dem Bereich Elektrotechnik interessiert. Deshalb war ich in meinem Praktikum xxx auch in der Produktionsvorbereitung tätig. Dort bereitete ich die Bestückung von Leiterplatten vor. Der Trick dabei ist allerdings, dass man sich – wenn es zum Vorstellungsgespräch kommt – dann auch inhaltlich auf diese Themen vorbereiten muss. Denn die Authenzität ist futsch, wenn man etwas schreibt, danach aber nichts dazu sagen kann.

 

Der Gehaltswunsch

Soll ich meinen Gehaltswunsch direkt in die Bewerbung schreiben oder nicht?

Der Gehaltswunsch ist immer ein kritisches Thema. Wieviel Gehalt du verlangen kannst, hängt ja nicht nur von dir ab, bzw. was du “wert” bist. Es ist ebenfalls entscheiden, wie viel Verantwortung, die Stelle mich sich bringt, welche Pflichten man hat, etc. Das heißt, man muss auch ein Gefühl dafür bekommen, was die Stelle als solches dem potentiellen Arbeitgeber “wert” ist. Man kann “Leiterin Marketing” ohne Mitarbeiterverantwortung sein und einem kleinen Budget, um externe Grafiker zu beauftragen. Man kann “Leiterin Marketing” sein, mit 30 Mitarbeitern und einem Millionenbudget um Werbe- und Kommunikationsagenturen, Messebauer und andere zu beauftragen. Daher sollte man keinen Gehaltswunsch angeben, wenn das nicht explizit gefordert ist. Um einen „guten“ Gehaltswunsch anzugeben, muss man nämlich unbedingt die Tragweite der Stelle verstanden haben. Und normalerweise kann man die Tragweite der Stelle erst erfassen, wenn man schon mindestens ein persönliches Gespräch mit der Firma geführt hat (in diesem Gespräch sollte man selbstverständlich all das nachfragen, wenn es nicht sowieso erwähnt wird).

Die einzige Ausnahme ist, wenn explizit verlangt wird, dass man seine Gehaltsvorstellung angeben soll. Dann sollte man aus einer Kombination seines aktuellen Gehalts plus der abgeschätzten Verantwortung für die Stelle einen Wert ermitteln. Und liebe Mädels: Bitte lieber ein bisschen mehr als zu wenig! (Statistiken zeigen wir Frauen sind sowieso zumeist bescheidener als unsere männlichen Kollegen – “Bescheidenheit ist eine Zier doch es geht auch ohne ihr…..”) Runterhandeln lassen ist leichter als mehr verlangen. Selbiges gilt für Bonbons wie Firmenwagen, Geld für Umzüge, teure Weiterbildungen, etc. (also all das was zu einem Mangerinnen Gehaltspaket dazugehört!

 

 

 

 

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Die perfekte Thesis, gibt es natürlich nicht. Dennoch gibt es einiges, was Ihr beachten könnt, um Euch das Leben bei so einem Projekt schwerer oder leichter zu machen. Ob man selbst eine Abschlussarbeit (Bachelor oder Master Thesis – früher als mich das noch betroffen hat hieß es Diplomarbeit) schreibt oder später als Firmenbetreuer für einen Bachelorand oder Masterand zuständig ist, sollte man wissen worauf man sich einlässt. Gerade wenn man zum Beispiel nebenberuflich einen MBA macht, ist ein guter Plan durch nichts zu ersetzen. Es kann stressig werden, muss es aber nicht. Ich bin sehr strukturiert gepolt bei solchen Themen. Aus meiner Erfahrung (Schreiber als auch Betreuer) habe ich folgende Tipps für die Bachelor/Master Arbeit für euch. Psssst, auch wenn Du Thesen betreust ist hier ein Tipp für Dich dabei.

Macht euch einen Plan!

Oh je, schon während ich das schreibe hört es sich abgedroschen an, aber es ist einfach wahr. Ein Plan muss her, aber wie? Ich mache diesen Plan (bzw. lasse diesen Plan machen) als Rückrechnung. D.h. ich fange beim Abgabetermin an und rechne zurück. Abgabetermin minus eine Woche für Korrekturen, Abgabetermin minus zwei Wochen für Grafiken auf hübschen, Quellen nachpflegen, Literaturverzeichnisse und Überschriften glattziehen, Formatierungen. Auch brauchen eure Korrekturleser Zeit (ja, man muss Abschlussarbeiten IMMER Korrekturlesen lassen, da man betriebsblind wird ). Abgabetermin minus drei Wochen: Abschluss der Schreibarbeiten an den Kapiteln, ab jetzt sollten nur noch die Übergänge geschrieben werden (z.B. Einleitungen, Hinleitungen, Übergänge zwischen Kapiteln, etc.). Wer so vorgeht, kommt am Ende nicht in Zeitnot und spart sich jede Menge Stress. Es nutzt auch die perfekte Thesis nichts, wenn Du sieht nicht rechtzeitig abgibst.

 

Kenne alle Vorgaben!

Meine Hochschule archivierte alle Arbeiten. Dazu musste man eine Kopie der Arbeit in einem bestimmten Ordner in einer bestimmten Farbe eines bestimmten deutschen Heftordner-Herstellers abgeben. Andere Hochschulen wollen eine gebundene Version oder eine Version auf einem bestimmten Datenträger (Hilfe, was ist ein CD Brenner?) Ohne diese Version der Arbeit fürs Archiv, bekam man keine Anerkennung der Arbeit. Ich wusste das schon irgendwie. Trotzdem habe ich das Ordner Thema knallhart unterschätzt. Dafür kenne ich jetzt alle Schreibwaren-Geschäfte in und um Stuttgart. Hätte ich mich vorher drum gekümmert, wären mir panische Telefonanrufe (“nein, nicht das grasgrün, sondern das moosgrün”….”nein, ich weiss die Farbcode Bezeichnung nicht. Was für ein Farbcode, denn?”) und Fahrten in Geschäfte in dörflichen Regionen (Öffnungszeiten von 15 bis 18 Uhr) erspart geblieben.

 

Ignoriere unangenehme Themen nicht!

Es gibt viele Probleme im Berufsleben, die man durch Aussitzen lösen kann. Wo ich Probanden für eine Befragung herbekomme, die ich Durchführen muss, um Primärdaten für meine Arbeit zu generieren, gehört leider nicht dazu. Plane keine Wunder ein, sondern kümmere dich um Knackpunkte für die Arbeit so früh wie möglich. Sonst gibt es Probleme und der tolle Plan, den man sich am Anfang gemacht hat geht nicht mehr auf. Selbiges gilt für Urlaubszeiten. Im Juli oder August erreicht man Menschen in Firmen schlecht. Das muss man wissen und einplanen.

 

Profitipp für Betreuerinnen!

Wir Frauen haben oft Helferkomplexe. Und wir sind ordentlich, strukturiert und haben super Ideen. Außerdem haben wir Mitleid mit dem kleinen Häufchen Elend von Bachelorand, der verzweifelt vor uns sitzt und uns aus großen, traurigen Augen anschaut, weil er absolut keine Ahnung hat, was er in das Kapitel xy reinschreiben soll. Wiederstehe dem Relfex deinen Bacheloranden und Masteranden alles abzunehmen. Ich muss mir da selber ständig auf die Finger hauen. Klar, betreuen ja, „entweder-oder Entscheidungen“ Treffen, die der Bachelorand vorbereitet hat, auch gerne. Aber ich weigere mich, meinen Bacheloranden und Masteranden etwas in die Feder zu diktieren. Und damit tue ich ihnen meiner Meinung nach auch einen Gefallen: Sie dürfen nämlich selbst lernen, wie es geht und darum geht es ja auch bei so einer Arbeit. Dann gehört der Erfolg am Ende auch wirklich Deinen Schützlingen. Und immer daran denken genauso wenig, wie es die perfekte Theis gibt, gibt es auch nicht DIE perfekte Betreuung. Finde Deinen eigenen Stil und Dein eigenes Konzept.

 

 

 

 

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