Die drei Schlüssel zu finanzieller Unabhängigkeit? Wenn man so manchen Money Mindset Coach danach fragt kommt: Sparen, sparen, sparen. Bei mir tauch das Sparen gar nicht in der Liste auf. Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin gekennende Minimalistin und unverhältnismaßiger Konsum ist sicher nicht mein Hobby.

Was stört mich an der Diskussion rund ums Sparen?

Ich halte es für eine wichtige Fähigkeit, Deine Ausgaben (grob) zu kennen. Du solltest definitiv wissen, was Deine großen Kostenblöcke sind. Und Du solltest auch immer wissen, woran Du sparen könntest, sollte das mal notwendig werden. Aber ich finde, wer nur oder hauptsächlich übers Sparen redet, wenn es um finanzielle Unabhängigkeit geht, der hat das Thema nicht richtig verstanden. Warum? Weil Sparen geht immer nur von dem “Kuchen”, den ich einnehme. Daher arbeite ich lieber daran, dass der Kuchen größer wird. Denn dann werden (vernünftiger Umgang mit dem Geld vorausgesetzt) auch die Stücke, dich ich Sparen bzw. investieren kann immer größer. Also Schluss mit dem Knausern an kleinen Dingen und her mit der großen Kohle 😉

Schlüssel Nummer 1: Dein Einstiegsgehalt

Jedes Einstiegsgehalt, ob beim ersten, zweiten oder dritten Job, bietet einen Hebel zur Verhandlung. Und ja, Du solltest Dein Gehalt immer verhandeln. Die Studie einer amerikanischen Universtität hat herausgefunden, dass nur 7% der Akademikerinnen ihr erstes Gehalt verhandeln. Bei den Männern tun dies 57%. Der Jobwechsel oder Einstieg, bietet hier eine einmalige Gelegenheit, da Du eine bessere Verhandlungsposition hast, als wenn Du bereits in der Firma arbeitest.

Auch wenn Deine Firma ein großes, tarifgebundenes Unternehmen ist, solltest Du verhandeln. Denn auch innerhalb der Tarifstufen gibt es oft eine Spanne von ein paar tausend Euro Unterschied, die über Leistungspunkte zugeteilt wird. Und da kann es schon einen Unterschied machen, ob Du diese gleiche erhälst, oder erst später. Informiere Dich auf jeden Fall welche Leistungen üblich sind, damit Du einen Wissensvorsprung hast.

Schlüssel Nummer 2: Zügig Karriere machen

Mädels – es ist leider so. Ihr habt wenig Zeit. Insbesondere, wenn Du eine Familie gründen willst, solltest Du keine Zeit verlieren. Und damit meine ich nicht Selbstüberschätzung und Ungeduld. Sondern stetiges, gelassenes und fokusiertes Hinarbeiten auf klare Ziele. Überlege Dir welche Art von Position Dir Spaß machen würde und welche Fähigkeiten Du dafür brauchst. Suche Dir Projekte, in denen Du diese Fähigkeiten erwerben kannst. Knüpfe Netzwerke, die Dir Zugang zu dieser Art von Positionen verschaffen. Besuche Fachveranstaltungen und Weiterbildungen, die auf diese Stellen einzahlen. Sei motiviert und gehe die extra Meile. Sei klar in Deinen Wünschen ohne verbissen zu sein.

Verharre nicht zu lange in “schlechten” Jobs. Das sind Jobs, in denen Du keine (neuen) Fähigkeiten erlernen kannst, die auf Deine Wünsche einzahlen. Oder Jobs, die es Dir nicht ermöglichen Kontakte zu knüpfen oder “sichtbar” zu werden. Und auch in top Jobs ist die Lernkurve irgendwann vorbei. Nach spätestens vier Jahren solltest Du Dich auf jeden Fall umschauen.

Schlüssel Nummer 3: Die finanzielle Balance in der Partnerschaft

Kein Faktor beeinflusst Deine Verdienstmöglichkeiten so sehr, wie lange Teilzeitphasen. In meinem Buch habe ich ettliche Studien analysiert und sogar Prof. Dr. Carsten Wippermann interviewt, der das Thema Gender Pay Gap u.a. für das Familienministerium untersucht. Und hier zeigt sich, dass sich Teilzeitgehälter schlechter entwickeln als Vollzeitgehälter. Das heißt, dass Du in Teilzeit nicht nur schlechter verdienst, nein, dein Gehalt entwickelt sich auch noch unterdurchschnittlich weiter. Daher ist es extrem wichtig, Teilzeitphasen kurz zu halten. Bzw. auch schnell wieder in einer vollzeitnahen Teilzeit zu arbeiten. Das geht natürlich dann am besten, wenn Du mit Deinem Partner ein Familienmodell vereinbaren kannst, in dem Ihr beide gleichermaßen für die Kinder da seid. Wann man dieses Gespräch am besten führt? Am besten bevor man überhaupt in die Familiengründung startet. Sollte der Moment verpasst sein, dann ist der zweitbeste Moment jetzt ;-).

Weiterhin solltest Du natürlich darauf achten, dass Dein Job so flexibel wie möglich verrichtet werden kann. Und vielleicht sogar eine erfolgsabhängige Bezahlung bietet, denn dann kannst Du durch Leistung punkten und nicht nur durch Präsenz, wie heute leider noch in in vielen Firmen üblich.

 

PS: Wie Du Deine Gehaltsverhandlung perfekt vorbereitest, erfährst Du hier.

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