Am Montag den 3.Juni 2019 war es dann soweit: meine erste Lesung! Diesen Abend möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten und deshalb gibt es natürlich einen Mini Rückblick.

 

Meine erste Lesung – und wie es dazu kam

Dass meine erste Lesung überhaupt zustande kam, verdanke ich dem Zufall. Ich hatte mich spontan zu meinem allerersten Panda Breakfast angemeldet und lernte dort die beiden Powerladies Christina Häussler und Thea Feuerstein kennen. Und während ich den beiden von meinem Buch “Der Girlboss Mythos” erzählte, waren sie sofort überzeugt: Da müssen wir eine Lesung machen. Und schon stand das Orga Team. Um das Event noch spannender zu machen, sprachen wir auch noch Autorin und Managerin Yvonne Kania an, ob sie auch gerne Teil des Events werden würde. Yvonne sagte spontan zu und innerhalb von acht Wochen stellten wir (und wenn ich wir sage, meine ich Christina) das Projekt Lesung auf die Beine.

Bei einer Lesung muss nicht nur vorgelesen werden

Viel spannender ist es ja auch ins Gespräch zu kommen, Leute kennen zu lernen, Fragen zu diskutieren und zu netzwerken. Und das sollte natürlich bei unserem Lesungsabend nicht zu kurz kommen!

Trotzdem lag der Fokus zunächst auf den Büchern. Wir entschieden uns verschiedene Themen aus der Perspektive unserer beider Bücher zu beleuchten. Die gewählten Themen waren: “Selbstwert” und “Motivation”. Und schon in den gewählten Passagen wurde klar, dass Yvonne und ich eher unterschiedliche Blickwinkel auf diese Themen haben.

Auf die Pandas und die anderen Besucher war verlass: Die Fragen aus dem Publikum sprudelten eine Stunde lang und wir kamen in einen tollen Dialog mit dem Publikum und auch miteinander.

 

Fragen aus dem Publikum

Es wurden so viele spannende Aspekte beleuchtet, dass es mir heute besonders schwer fäll “die spannensten” Fragen herauszugreifen. Aber ich versuche mal die Themen herauszupicken, die auch die meisten Wortbeiträge ernteten.

Stimmt es, dass Frauen bei Ihren Chefs häufiger über Probleme reden, statt herauszustellen, was gut gelaufen ist?

Klare Antwort von uns: Jein. Es ist aber definitiv ein Problem, dass uns nicht unbekannt ist. Und meine Antwort war: Viele Frauen, gerade in technischen Jobs, sind sehr sachorientiert/ergebnisorientiert. Das ist aber eine Verhaltensweise, die je nach Chef nicht unbedingt belohnt wird. Wenn Du zum Beispiel an einen Chef gerätst, der Probleme eher ignoriert oder aussitzt (was ja gerade im Großkonzern keine blöde Strategie sein kann), dann kann es natürlich sein, dass Du mit dem Aufzeigen von Problemen selbst zum Problem wirst. Und das, auch wenn 10 andere Dinge gerade super laufen. Hier hilft, den Chef kennen zu lernen.

Hat er einen ergebnis-/sachorientierten Fokus oder fährt er eine “bloß nicht auffallen” Strategie? Wenn ersteres der Fall ist, solltest Du trotzdem darauf achten Erfolge und Probleme im ausgewogenen Maße zu präsentieren. Und natürlich immer auch schon eine mögliche Lösung mitbringen, wenn Du ein Problem präsentierst. Wenn dein Chef eher ein “Aussitzer” ist, solltest Du Dich fragen, ob das Probleme wirklich (und damit meine ich ganz global betrachtet) die Wertigkeit hat, deinen Chef damit aus seiner Komfortzone zu bringen. Eine Leitfrage könnte hier sein: Wenn er das Problem kennt, wird er dann handeln, auch wenn es negative Konsequenzen (z.B. Konflikte) für ihn mit sich bringt? Wenn die Antwort nein ist, dann lohnt es auch nicht das Problem überhaupt vorzustellen. Suche Dir in diesem Fall andere Verbündete zum “Probleme wälzen”.

 

Mein Chef hat mir relativ klar gesagt, dass es nicht sein primäres Ziel ist, uns zu fördern. Er muss mich ja aber in Mitarbeiterrunden bewerten und ggf. auch seine Bewertung gegen seine Kollegen “durchsetzen”. Wenn er nicht aktiv wird, kann ich mich schwer weiterentwickeln. Soll ich gehen?

Dies ist eine “klassische” Situation. Wie geht man mit einem Chef um, der sehr passiv (wenn überhaupt) seiner Führungsrolle nachkommt. Hier ist meine Erfahrung, dass der Chef sich wahrscheinlich nicht ändern wird, d.h. bessere Anlaufpunkte sind Führungskräfte auf gleicher Ebene mit dem Chef oder der “ChefChef”. Führungskräfte auf gleicher Ebene gewinnt man dabei am ehesten durch positive Leistung, die diese in ihren Aufgaben voranbringen.

Sprich versuche durch die Wahl deiner Aufgaben / Projekte oder die Art wie diese erledigt werden, den anderen Führungskräften in der Umgebung etwas gutes zu tun. Den Chef des Chefs kann man, insbesondere wenn man noch neu im Unternehmen ist, direkt ansprechen. Zum Beispiel um einen Termin zum Kaffee trinken bitte, um mehr über die Strategie für die Abteilung zu erfahren. Wenn man dannnoch interessanten Input mitbringt, zum Beispiel einen Outside – In Perspektive auf die Abteilung, ist ein guter Chef Chef immer bereit eine halbe Stunde zu investieren. Sind beide Chefs uninteressiert und passiv, dann hilft über kurz oder lang wahrscheinlich tatsächlicht nur die Reissleine zu ziehen.

 

So meine Lieben, ich bin immer noch ganz begeistert von der Ressonanz und dem tollen Publikum und freue mich auf weitere Veranstaltungen dieser Art.

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  1. […] hat mich die liebe Yvonne Kania, die genau wie ich seit vielen Jahren Führungskraft in der Automobilindustrie und Buchautorin ist. […]

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