Mit diesen Strategien habe ich Dir ein Survival Traning fürs Assessment Center zusammengestellt.  Mit dieser Vorbereitung kannst Du viel lockerer und entspannter in den Tag gehen. Denn gerade für neue Jobs als Professionals oder gar für die erste Führungsaufgabe, ist es immer noch üblich, Kandidaten in ein Assessment Center einzuladen. Daher gehört es meiner Meinung nach einfach zu den grundlegenden Fähigkeiten dazu, die Du Dir als Bewerber aneignen solltest.

Vorstellungsrunden – in 30 Sekunden überzeugen

In Vorstellungsrunden hat man oft nur sehr wenig Zeit, von sich zu überzeugen. You never get a second chance to make a first impression – Klar schon tausend Mal gehört, aber trotzdem ist sehr viel dran!

Da sich im Assessment Center normalerweise Fremde gegenüber sitzen, gibt es in aller Regel eine kleine Vorstellungsrunde. Dabei stellen sich sowohl die Kandidaten vor, aber natürlich auch die Assessoren. Es ist wichtig, sich zu merken, welche Assessoren aus welchem Bereich kommen (z.B. Personaler, Fachabteilung, externe Psychologen, etc.). Denn je nachdem was ihr Hintergrund ist, werden sie auf unterschiedliche Schwerpunkte wert legen. In der Gruppenarbeit teilen sich die Assessoren oft zwischen den Gruppen auf und es ist schon ein Unterschied, ob man durch einen fachlichen Spezialisten oder einen fachfremden Psychologen bewertet wird.
Für Deine eigene Vorstellung ist es wichtig, diese zu üben.

Sich souverän ohne Füllwörter (äh und ehm) und sympathisch vorzustellen. Vor dem Spiegel, vor Freunden – denn je lockerer Du bist, desto freundlicher wirkt man auch. Um die Vorstellungsrunde Abwechslungsreich zu gestalten, denken sich Personaler oft alternative „Vorstellungsthemen“ aus, d.h. statt Name und Wertegang soll man Name und Lieblingshobby vorstellen. Oder man soll zu seinem Namen eine Eselsbrücke bauen (z.B. Mario Schmidt – ich bin kein Italiener heiße aber trotzdem Mario). Hier sollte man natürlich unverfängliche Dinge auswählen und es hilft auch sich bei Stuhlkreisen in die Mitte zu setzen, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass man als erstes an die Reihe kommt geringer und ermöglicht einem, dass man länger Zeit zum Nachdenken und zurechtlegen der Vorstellung hat.

Assessment Center Aufgaben bearbeiten

Im Assessment Center kann es Einzelaufgaben geben, die ich im nächsten Posts noch intensiver beschreiben werde. Bereite Dich auch innerlich darauf vor, mit verschiedenen Medien zu präsentieren. Dazu ist es wichtig, dass Du Dich mit gängigen Präsentationsmedien auskennst, z.B. Powerpoint, Overhead-Folien (seit Beamer-fähigen Projektoren wieder beliebter), Flipcharts, etc. Auch hier hilft Übung – zum Beispiel einfach mal das grobe Thema der Abschlussarbeit (Diplomarbeit) als Grafik auf ein Blatt bringen als Vorbereitung.

Bei Gruppenaufgaben steht natürlich neben der Qualität der Lösung vor allem die Zusammenarbeit zwischen den Gruppenmitgliedern im Vordergrund. Leider ist das ein Punkt, den Du auch durch noch so gute Vorbereitung nicht kontrollieren kannst. Wenn man in einer Gruppe mit „schlechter“ Gruppendynamik landet, kann dies die Zusammenarbeit nachhaltig negativ beeinflussen (mehr dazu im nächsten Abschnitt).

Worauf es bei den Assessment Center Aufgabe wirklich ankommt

Bei Assessment Centern, bei denen auch die Führungsfähigkeit von potentiellen Mitarbeitern bewertet wird, wird normalerweise bei Gruppenarbeiten ein „Teamleiter“ bestimmt. Bei dieser Aufgabe solltest Du darauf achten, vor allem Deine Fähigkeiten zu strukturierter Arbeitsweise und Anleitung in den Fordergrund zu stellen. Sollte die Aufgabe zum Beispiel zeitkritisch sein, solltest Du selbst die Zeit im Auge behalten und regelmäßig die verfügbare Restzeit kommunizieren oder diese Aufgabe ggf. delegieren.

In den meisten modernen Unternehmen ist auf unteren Führungsebenen meist ein kollegialer Führungsstil gefragt, daher solltest Du Dich nicht in die Situation des „Anführers, der nicht mitarbeitet“ begeben. Überlege, ob es für die Aufgabe zweckdienlicher ist, dass Du aktiv mitarbeitest oder dass Du den Überblick behälst. Wenn es um eine Aufgabe geht, bei der unter Zeitdruck „einfachere“ Aufgaben bewältigt werden sollen, ist es sinnvoll selbst als Teil des Teams mitzuarbeiten (z.B. wenn unter Zeitdruck etwas gebaut werden muss, sortiert werden muss, eine Produktion simuliert wird, o.ä.). Müssen komplizierte Prozesse oder Aufgaben durchgeführt werden, macht es hingegen durchaus Sinn, dass Du den Überblick behälst, so dass die Koordination der Gruppe nicht gefährdet ist.

Survival Training für die Gruppendynamik im Assessment Center

Du solltest bedenken, dass Du automatisch derjenigen sein musst, der den Überblick behält. Sollte es in der Gruppe jemand geben, der fachlich besser für die Koordination geeignet ist (z.B. besseres räumliches Vorstellungsvermögen, Erfahrung in der fachlichen Aufgabe, etc.), wähle am besten diesen Mitarbeiter aus. Dank daran: Ein guter Chef oder Projektleiter zeichnet sich dadurch aus, dass er die Talente der Mitarbeiter möglichst gewinnbringend für das Teamergebnis einsetzt. Wichtig ist auch die Leistung der Gruppe zu würdigen. Lobe Deine Teammitglieder und sorge für gute Laune. Das macht  sympathisch und steigert die Leistung der Gruppe. Und ja, es könnte gut sein, dass ich diesen Punkt schon das ein oder andere mal vergessen habe….

Falls die Dynamik in der Gruppe nicht stimmt, ist es immer schwierig noch konstruktiv und gut zusammen zu arbeiten. Daher solltest Du Dich unbedingt auch auf diesen Fall vorbereiten und eine Strategie in petto haben, was Du dann tust. Meine Erfahrung zeigt, dass wenn Du Dich unwohl fühlst, die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass es anderen genauso geht. Dann kannst du sogar überlegen etwaige schwierige Themen sogar anzusprechen. Natürlich gelassen und nicht als Angriff formuliert. Das kann souveräner wirken, als Konflikte auszusitzen, insbesondere, wenn es um Führungsfähigkeiten geht.

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