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car connects Stuttgart

Am 12. November findet in der Motorworld Böblingen die car connects Stuttgart 2019 statt. Eine super Gelegenheit, nicht nur potentielle Arbeitgeber kennen zu lernen, sondern auch talentista live zu erleben.

Meet talentista auf der car connects Stuttgart

Wir werden im Rahmen des sogenannten Silent Hub auftreten. Hier kannst Du mit Kopfhörern den trubel der Messe ausblenden und Dich ganz auf einen Impulsvortrag konzentrieren.

Diese beiden Themen bekommst Du von uns “auf die Ohren”:

  • Warum Karriereplanung wichtig ist, auch wenn Du nicht “das eine große Ziel” hast. (11:30 Uhr im Silent Hub)
  • Welchen Einfluss hat die Art Deiner Motivation auf den Umsetzungserfolg Deiner Projekte und wie Du dieses Wissen für Deinen Erfolg nutzen kannst.(13:45 Uhr im Silent Hub)

Davor und danach freue ich mich natürlich auf Deinen Besuch am talentista Stand.

Was Dich noch auf der car connects erwartet

Die Car Connects ist eine Karrieremesse mit Fokus auf Automobil- und Mobilitätsindustrie und sie richtet sich gezielt an Studierende, Absolventen und (Young-) Professionals aus den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Informatik, Elektrotechnik oder BWL. Treffe zahlreiche Unternehmen der Automobil- und Mobilitätsindustrie und lerne außerdem unser breit aufgestelltes Angebot an Services kennen. Neben den Ständen der Unternehmen, gibt es auch noch verschiedene Möglichkeiten zu Vorstellungsgesprächen zum Beispiel beim Speed Dating. Aber nicht nur Du kannst Dich bei den Unternehmen vorstellen, auch die Unternehmen müssen sich bei Dir vorstellen. Normal kann jeder, hier ist dieEröffnung anders! Freut Euch auf kreative, witzige, inspirierende und unterhaltsame Kurzpräsentationen unserer Unternehmen. 60-90 Sekunden Time-Slot, ohne Powerpoint, dafür mit Stimme und anderen visuellen Hilfsmitteln. Und last but not least wird sich auch die Mobilitäts App Mercedes Me von Daimler auf dem Silent Hup präsentieren.

Das Beste…der Eintritt ist frei.

Ich freue mich auf talentistas! Kommt vorbei und sagt auf jeden Fall “Hallo”!

 

 

 

Automotive & IT Panda

…jetzt noch schnell sein! Nutze Deine Chance und bewirb Dich bis zum 6.10. für das PANDA Automotive & IT Event. Talentista ist als Partner mit eigenem Stand dabei. Wir freuen uns auf viele spannenden Unternehmenspartner wie BMW, Strategy&, EDAG und PAYBACK.

Was genau erwartet Dich?

PANDA Automotive & IT  presented by the BWM Group | 16.11.2019 in München

Eine Führungskarriere bedeutet auch manchmal Wettbewerb – und deshalb ist PANDA auch einer. PANDA Automotive & IT ist ein Netzwerk-Event für Frauen, die bereits erfahrene Führungskräfte sind. 70 Frauen aus dem Automotive & IT-Bereich werden dabei sein. PANDA richtet sich an Frauen, die sich gern Herausforderungen stellen, an ihnen wachsen und sich dabei gegenseitig unterstützen wollen. Das Programm bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Führungsqualitäten in verschiedenen Gruppen-Situationen zu erproben. Der persönliche Mehrwert ist vielfältig: Networking, Erfahrungsaustausch, Peer-Feedback sowie Zugang zum PANDA-Netzwerk. Außerdem die Chance auf eine Prämierung, Kontakte zu Unternehmen und Jobs.
Bereits über 1700 Frauen haben schon an PANDA Events teilgenommen – sei auch dabei!

Was erwartet die Teilnehmerinnen?

Ein Wettbewerb unter Gleichgesinnten – konstruktiv, anspruchsvoll, mit viel Humor und neuen Impulsen für den Joballtag. In Teams arbeiten die Teilnehmerinnen an herausfordernden und originellen Aufgaben und wählen im Tagesverlauf eine Gewinnerin aus ihrer Mitte. Austausch, Networking und gegenseitiges Feedback sind dabei die Hauptsache.

Wann und wo?

  • Samstag, 16.11.2019, 9.00  – 19 Uhr + anschließendes MeetUp
  • BMW Welt im Doppelkegel, Am Olympiapark 1, 80809 München

 

Wer kann sich bewerben?

PANDA Automotive & IT richtet sich an Frauen aus der Automobil- und IT-Branche, die mind. 3 Jahre Praxiserfahrung, vorzugsweise in den Bereichen Produktion, Engineering, IT und Finance mitbringen und zudem Führungs- und / oder Projektleitungserfahrung gesammelt haben.
Wenn auch Du einen Automotive- bzw. technischen Hintergrund hast, wenn AI, IoT, Hybrid-Cloud oder Enterprise IT für dich keine Hieroglyphen sind, Du gerne codest, technische Innovationen vorantreibst und den Austausch mit anderen Expertinnen aus deinem Bereich suchst, dann ist PANDA Automotive & IT genau das Richtige für Dich!

 

Exklusiv für talentista

Wenn Du auf dem Bewerbungsformular recommended by “talentista” angibst sparst Du Dir den Bewerbungsschritt des Empfehlungsschreibens…

Wer mich kennt, weiß, dass ich Podcasts liebe. Daher ist es keine Überraschung, dass ich sofort Feuer und Flamme war, meinen ersten Podcast aufzunehmen.

Gefragt hat mich die liebe Yvonne Kania, die genau wie ich seit vielen Jahren Führungskraft in der Automobilindustrie und Buchautorin ist. Bei so vielen Gemeinsamkeiten stellte sich die „gleiche Wellenlänge“ quasi wie von selbst bei uns ein, obwohl wir uns tatsächlich erst zwei Mal „live“ getroffen haben.

Dein erster Podcast? Worum geht es eigentlich?

Gemeinsam beschlossen wir, dass das Thema Karriereplanung bzw. Karrierestrategie ein super Einstieg wäre. Dabei war es mir ganz wichtig überhaupt zu erklären, was ich unter dem Begriff „Karriere“ verstehe. Denn bevor sich jetzt jeder irgendwelche Anzugträger vorstellt, denen nichts wichtiger ist als der nächste Karriereschritt oder der nächste Firmenwagen, will ich hier kurz „Stopp“ sagen. Für mich heißt Karriere schlicht einen Job zu gestalten, dass Du Deine Talente effizient und effektiv einsetzen kannst und Du (im Großen und Ganzen) mit den Rahmenbedingungen des Jobs zufrieden bist.

Ich bin überzeugt, dieser Zustand kommt bei den allermeisten nicht von selbst. Daher habe ich mich der Aufgabe verschrieben, Dir auf dem Weg zu genau dieser Karriere zu helfen.

Als nächstes sprachen Yvonne und ich über die verschiedenen Umsetzungstypen. Denn „mach doch einfach“ funktioniert nicht für jede! Daher bin ich der Meinung musst Du Dich und Deine Motivatoren sehr gut verstehen, um dann auch Projekte zum Beispiel im Job erfolgreich umsetzen zu können.

Ja – und wir haben auch über Geld gesprochen

Last but not least drehte sich unsere Diskussion dann ums liebe Geld. Denn wenn Du es geschafft hast eine Karriere bzw. einen Job zu gestalten (ich sage bewusst nicht zu finden), dann solltest Du natürlich auch Deinem Wert entsprechend entlohnt werden.

Daher gibt es zum Abschluss noch unsere top 3 Verhandlungstipps für die Gehaltsverhandlung und Bewerbungsphase.

Neugierig geworden auf meinen ersten Podcast?

Dann höre hier sofort rein.

Create and design yourself von Yvonne Kania.

Ich freue mich zu hören, was Du zu meinem Erstlingswerk denkst. Lass mir gerne Dein Feedback zukommen.

Was eine „schlechte“ Firma ist, wird wahrscheinlich jeder für sich selbst definieren müssen. So unterschiedlich wie wir als Einzelpersonen sind, so unterschiedlich sind wahrscheinlich auch die Definitionen, welche Firma gut oder schlecht ist. Daher kommt hier meine subjektive Einschätzung.

Kontrollwahn statt Ergebnisorientierung

Ich persönlich schätze an einer Firma, wenn sie ihren Mitarbeitern Freiheitsgrade einräumt. Das bedeutet für mich konkret: Mitarbeiter werden an ihren Ergebnissen gemessen, nicht so sehr daran wie genau sie diese erreichen. Heißt wenn die Chefs mehr Wert darauf legen, wer wie lange im Büro ist, als darauf, wer welchen Beitrag zum Erfolg liefert, läuft meiner Meinung nach etwas verkehrt.

Effizienz und Effektivität sind für mich viel wichtiger, als wie viel Zeit jemand für eine Aufgabe verwendet. Finden im Büro Wettbewerbe statt, wer abends am längsten bleibt, finde ich das suspekt. Denn wer seine Zeit gut einteilen und planen kann, der muss nicht ständig länger bleiben. Und wer stundenlang hoch konzentriert arbeitet, der ist irgendwann einfach nicht mehr produktiv. Und dann noch im Büro „rumzuhängen“ nur um Anwesenheit zu demonstrieren, finde ich sinnlos. Dennoch hat natürlich auch die Anwesenheit im Büro ihre Vorteile: hier können Netzwerke gepflegt werden und nicht selten entspringen super Ideen aus dem informellen Gespräch aus der Kaffeeecke. Aber Anwesenheit nur um der Anwesenheit willen, ist für mich ein Symptom einer Firma, die nichts für mich ist.

Mitarbeiterentwicklung wird als überflüssig angesehen

Feedback Fehlanzeige? Schulungen oder Weiterbildung ist Geldverschwendung? Das sind für mich klare Zeichen, dass Mitarbeiterentwicklung als unwichtig angesehen wird. Und das ist für mich ein Symptom einer schlechten Firma. Wenn Dein Chef sich maximal einmal im Jahr zu einem Mitarbeitergespräch durchringen kann und dich dieses dann auch nicht wirklich weiterbringt, ist das ein Zeichen dafür, dass Deine Entwicklung keine wirkliche Priorität hat. Manchmal bieten solche Laissez-fair Firmen auch ihre Vorteile. Insbesondere dann, wenn Du gut darin bist Strategien und Wege für Dich selbst zu finden. Aber wenn Du auf aktive Unterstützung Deines Chefs angewiesen bist, dann kann so ein Unternehmen natürlich zum Problem werden. In diesen Fällen hilft es, bereits im Vorstellungsgespräch das Thema Mitarbeiterentwicklung anzusprechen. Zum Beispiel, in dem Du nachfragst, ob regelmäßige Feedbackgespräche geplant sind. Oder in dem Du nach Schulungen fragst. An der Reaktion kannst Du oft schon ablesen, ob das Thema in der Firma Prio hat oder nicht.

Unklare Zielsetzung und Strategie

Ich finde es wichtig zu wissen, wohin ein Unternehmen unterwegs ist. Und für welche Werte das Unternehmen steht. Welche Strategie wird verfolgt? Denn ich möchte ich mit der Strategie identifizieren können. Auch finde ich es ein Riesenplus, wenn die Produkte zumindest ein paar Emotionen wecken. Glaube ich an die Produkte und Ihre Wirkung? Machen wir das Leben unserer Kunden ein bisschen besser? Für den ein oder anderen mag das nicht so wichtig sein, aber letztendlich ist das ja das „warum“ ich jeden Morgen zur Arbeit gehe? Dabei muss nicht jedes Produkt alle Probleme der Menschheit lösen. Mir reicht es zu sehen, dass das Produkt einen gewissen Wert erfüllt und vor allem, dass das Unternehmen eine klare Strategie für die Zukunft hat. Denn das bedeutet ja auch wieder Weiterentwicklung und Zukunftsaussichten für mich als Mitarbeiter.

Überlege Dir vorher was Du willst

Wie hier bereits geschrieben, bedeutet Vorstellungsgespräch auch, dass ein Unternehmen sich bei Dir vorstellt. Daher finde ich persönlich es sehr wichtig, dass Du Dir gerade im Bewerbungsprozess klar machst, was für Dich ein „gutes“ Unternehmen ist. Welche Anzeichen deuten für Dich darauf hin, dass ein Unternehmen „gut“ ist und Deine Werte mit dem Unternehmen übereinstimmen. Denn nur dann kannst Du im Vorstellungsprozess darauf achten, ob diese Kriterien bei dem Unternehmen auch erfüllt sind.

Dir steht ein Online Assessment Center bevor und Du bist sehr nervös? Keine Sorge so schaffst Du das. Letzter Teil meiner großen AC – Pallooza!

Was ist ein Online Assessment Center?

Ein Online Assessment Center besteht in der Regel aus unterschiedlichen Kategorien von Fragen, die (meist unter Zeitdruck) Online am eigenen Rechner bearbeitet werden müssen. Ziel des Unternehmens ist es meistens, bei einer großen Zahl von Bewerbern die Menge auf die “Besten” zu reduzieren. Oder aber der Beruf ist in einer bestimmten Ausprägung so anspruchsvoll, das bestimmte Fähigkeiten unabdingbar sind. Z.B. müssen Piloten oft vor Start in ein Flugprogramm solche Tests bestehen.

Wichtig ist natürlich, dass Du an einem Platz arbeitest, an dem Du ungestört bist. Die notwendige Internet-Verbindungsgeschwindigkeit ist auch eine Grundvoraussetzung. Solltest Du Dich entscheiden zu betrügen, was ich nicht empfehlen kann, und die Aufgaben nicht alleine zu machen, musst Du damit rechnen, dass die Aufgaben dann im eigentlichen Assessment Termin wiederholt werden. Kandidaten, die signifikant schlechter abschneiden, als im Online Ergebnis, werden oft sofort nach Hause geschickt und für weitere Bewerbungen gesperrt.

Welche Fragen gibt es überhaupt?

Grundsätzlich gibt es zwei Kategorien von Fragen: solche, die die psychologische Eignung des Kandidaten hinterfragen (Soft Skills) auf der einen Seite. Auf der anderen Seite solche, die die fachliche Eignung des Kandidaten hinterfragen sowie die Intelligenz bzw. Fähigkeit zum logischen Denken.

Softskill Fragen sind Fragen, bei denen es nicht direkt um die Lösung einer Aufgabe geht. Solche Fragen dienen eher dazu, deine Persönlichkeit zu analysieren. Zum Beispiel könnte nach Fähigkeiten oder Eigenschaften gefragt werden. Die Soft Skill Fragen werden innerhalb des Test stellenweise wiederholt, um die Konsistenz in den Antworten zu überprüfen. Beispielsweise werden am Anfang und am Ende des Tests die gleichen oder ähnliche Fragen gestellt. Hier musst Du natürlich darauf achten, dass Du ähnlich antwortest. Außerdem solltest Du Dir vorher gründlich überlegen, auf welche Stelle Du Dich bewirbst. Denn die Eigenschaften, die für diese Stelle wichtig sind, solltest Du im Test hervorheben. Ein Controller muss ordentlich und genau sein. Ein Vertriebsmitarbeiter muss eher extrovertiert und kommunikativ, etc. sein. Meist sind diese Fragen nämlich so gestellt, dass Du Dich zwischen zwei positiven Merkmalen entscheiden musst. Zum Beispiel sind Sie eher gründlich oder kommunikativ? Auch wenn man sich beide Eigenschaften zuordnen würde, muss man sich entscheiden. Diese Entscheidung sollte man fällen, in dem man sich überlegt, welche Eigenschaft für die Stelle am wichtigsten ist. Bei den Fragen zur fachlichen Eignung, sollte man sich auf gängige Intelligenz Test Fragen (Räumliches Denken, Zahlenreihen, Schlussfolgerungen, etc.) vorbereiten.

 

Die fachlichen Fragen im Online AC souverän meistern

Bei den fachlichen Fragen zur Stelle sollte man sich gezielt auf das Fachgebiet vorbereiten, ggf. mit Kommilitonen, Freunden oder Bekannten über mögliche Inhalte sprechen. Hier können die Fragen von mathematischen Aufgaben (z.B. verfollständigen von Zahlenreihen), Fragen des räumlichen Vorstellungsvermögens bis hin zu sprachlichen Aufgaben (z.B. Wortpaare oder Wortreihen.) Außerdem können auch kurze Case Studies zum Fachgebiet gefordert werden.

Wichtig ist auch zu erkennen, wann es bei einer Frage um „richtig oder falsch“ geht. Dann manchmal geht es lediglich darum, unter Zeitdruck eine von mehreren logischen Lösungen auszuwählen. Dies kann man zum Beispiel daran erkennen, wenn die Zeit für die Frage so knapp bemessen ist, dass man selbst bei schnellem Lesen, keine Chance hat den gesamten Text der Aufgabe, bzw. der Multiple Choice Antworten durchzulesen. Ziel solcher Aufgaben ist es dann, zu überprüfen, wie fähig ein Mitarbeiter ist Fragen auch unter Unsicherheit zu beantworten.

Auf alle Fälle halte ich es nicht für Zeitverschwendung ein paar solcher Intelligenzstest online zu üben. Auch wenn nicht die selben Fragen kommen, schulst Du Dich darin, schnell zu lesen, die Anforderungen zu erfassen und alleine das gibt Dir einen Vorteil.

Assessment Center

Es gibt eine Reihe von typischen Assessment Center Fragen, die Dir mit Sicherheit begegnen werden. Dennoch gibt es auch immer wieder neue Fragen und Themen, mit denen Du vielleicht nicht gerechnet hast. Daher ist es fast wichtiger Dich darauf vorzubereiten, wie Du mit unvorbereiteten Situationen umgehst, als potentielle Antworten auf potentielle Fragen auswendig zu lernen. Wenn man Menschen unvorbereitet ins kalte Wasser wirft, fällt es vielen schwer ihr Verhalten zu steuern. Die natürliche Reaktion sind oft „unkontrollierte“ Schnellschüsse zu machen, die Stimme geht hoch, man spricht zu schnell, dadurch japst man zwischendurch nach Luft. Das wirkt unsouverän. Oder man stockt, bringt nichts mehr hervor, benutzt unnötige Füllwörter wie (äh und ehm) um Pausen zu überbrücken. Das wiederum wirkt nicht professionell. Daher solltest Du vorher üben, wie Du mit solchen Situationen umgehst.

Übringens können Dir all diese Fragen auch in einem “ganz normalen” Vorstellungsgespräch begegnen. Bereite Dich also auf diese Fragen auch vor, wenn Du in ein normales Gespräch startest. Insbesondere, wenn es sich um eine Beratungsfirma handelt…

So bleibst Du bei deiner Antwort ruhig und souverän

Zunächst einmal werden Dir Pausen die entstehen viel länger vorkommen, als Sie tatsächlich sind. Du musst nur in der Lage sein, solche Momente der Stille auszuhalten. Widerstehe der Versuchung drauf loszuplappern, Füllwörter zu benutzen oder gar Deine eigene vorhergehende Aussage zu revidieren, etwa weil Du durch die Pause das Gefühl bekommst, etwas Falsches gesagt zu haben.
Nutze Pausen lieber, um bewusst tief Durchzuatmen und einen Schluck Wasser zu trinken. Es lohnt sich außerdem immer die Frage noch einmal zu wiederholen, um klarzustellen dass man die Frage richtig verstanden hat und nebenher noch etwas Zeit zu gewinnen. Solltest Du dann immer noch im Dunkeln tappen, wie man die Frage beantworten kann, könnte es eine Lösung sein, sich über Prämissen, die Du annimmst an die Antwort heranzutasten. Selbiges gilt für die sogenannten Abschätzfragen oder Beratungsfragen. Diese typischen Fragen heißen so, weil man ihnen besonders oft in Vorstellungsgesprächen oder Assessment Centern begegnet.

Wie du an Abschätzungsfragen herangehen kannst

Beispiel: Wie schwer ist Manhattan? Wie viel Prozent des Hausmülls machen Babywindeln aus? Wie viele Blätter haben die Bäume im Berliner Tiergarten?
Es gibt hier keine korrekte Antwort auf diese Fragen, sondern Du wirst danach beurteilt wie geschickt und strukturiert Du an die Fragestellung herangehst. Welche Prämissen nimmst Du an? Zum Beispiel Abschätzung der Fläche des Tiergartens, Abschätzung der Verteilung zwischen Wiesen und Baumbestand im Tiergarten, Annahmen über die Anzahl der Äste, die Jahreszeit, etc. Wenn eine Tafel vorhanden ist, schreibe Deine Abschätzungen auf, um sie selbst im Überblick zu behalten und mit Faktoren zu hinterlegen, etc.
Auch hierbei hilft die Vorbereitung. Es gibt etliche Bücher, die solche Fragen und Musterlösungen dazu anbieten. Aber zu Guter Letzt verlass Dich am besten auf Deine eigene Stärke und Deine Kreativität. Denn Unternehmen suchen auch
Mitarbeiter, die selbstständig denken können.

 

Mit diesen Strategien habe ich Dir ein Survival Traning fürs Assessment Center zusammengestellt.  Mit dieser Vorbereitung kannst Du viel lockerer und entspannter in den Tag gehen. Denn gerade für neue Jobs als Professionals oder gar für die erste Führungsaufgabe, ist es immer noch üblich, Kandidaten in ein Assessment Center einzuladen. Daher gehört es meiner Meinung nach einfach zu den grundlegenden Fähigkeiten dazu, die Du Dir als Bewerber aneignen solltest.

Vorstellungsrunden – in 30 Sekunden überzeugen

In Vorstellungsrunden hat man oft nur sehr wenig Zeit, von sich zu überzeugen. You never get a second chance to make a first impression – Klar schon tausend Mal gehört, aber trotzdem ist sehr viel dran!

Da sich im Assessment Center normalerweise Fremde gegenüber sitzen, gibt es in aller Regel eine kleine Vorstellungsrunde. Dabei stellen sich sowohl die Kandidaten vor, aber natürlich auch die Assessoren. Es ist wichtig, sich zu merken, welche Assessoren aus welchem Bereich kommen (z.B. Personaler, Fachabteilung, externe Psychologen, etc.). Denn je nachdem was ihr Hintergrund ist, werden sie auf unterschiedliche Schwerpunkte wert legen. In der Gruppenarbeit teilen sich die Assessoren oft zwischen den Gruppen auf und es ist schon ein Unterschied, ob man durch einen fachlichen Spezialisten oder einen fachfremden Psychologen bewertet wird.
Für Deine eigene Vorstellung ist es wichtig, diese zu üben.

Sich souverän ohne Füllwörter (äh und ehm) und sympathisch vorzustellen. Vor dem Spiegel, vor Freunden – denn je lockerer Du bist, desto freundlicher wirkt man auch. Um die Vorstellungsrunde Abwechslungsreich zu gestalten, denken sich Personaler oft alternative „Vorstellungsthemen“ aus, d.h. statt Name und Wertegang soll man Name und Lieblingshobby vorstellen. Oder man soll zu seinem Namen eine Eselsbrücke bauen (z.B. Mario Schmidt – ich bin kein Italiener heiße aber trotzdem Mario). Hier sollte man natürlich unverfängliche Dinge auswählen und es hilft auch sich bei Stuhlkreisen in die Mitte zu setzen, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass man als erstes an die Reihe kommt geringer und ermöglicht einem, dass man länger Zeit zum Nachdenken und zurechtlegen der Vorstellung hat.

Assessment Center Aufgaben bearbeiten

Im Assessment Center kann es Einzelaufgaben geben, die ich im nächsten Posts noch intensiver beschreiben werde. Bereite Dich auch innerlich darauf vor, mit verschiedenen Medien zu präsentieren. Dazu ist es wichtig, dass Du Dich mit gängigen Präsentationsmedien auskennst, z.B. Powerpoint, Overhead-Folien (seit Beamer-fähigen Projektoren wieder beliebter), Flipcharts, etc. Auch hier hilft Übung – zum Beispiel einfach mal das grobe Thema der Abschlussarbeit (Diplomarbeit) als Grafik auf ein Blatt bringen als Vorbereitung.

Bei Gruppenaufgaben steht natürlich neben der Qualität der Lösung vor allem die Zusammenarbeit zwischen den Gruppenmitgliedern im Vordergrund. Leider ist das ein Punkt, den Du auch durch noch so gute Vorbereitung nicht kontrollieren kannst. Wenn man in einer Gruppe mit „schlechter“ Gruppendynamik landet, kann dies die Zusammenarbeit nachhaltig negativ beeinflussen (mehr dazu im nächsten Abschnitt).

Worauf es bei den Assessment Center Aufgabe wirklich ankommt

Bei Assessment Centern, bei denen auch die Führungsfähigkeit von potentiellen Mitarbeitern bewertet wird, wird normalerweise bei Gruppenarbeiten ein „Teamleiter“ bestimmt. Bei dieser Aufgabe solltest Du darauf achten, vor allem Deine Fähigkeiten zu strukturierter Arbeitsweise und Anleitung in den Fordergrund zu stellen. Sollte die Aufgabe zum Beispiel zeitkritisch sein, solltest Du selbst die Zeit im Auge behalten und regelmäßig die verfügbare Restzeit kommunizieren oder diese Aufgabe ggf. delegieren.

In den meisten modernen Unternehmen ist auf unteren Führungsebenen meist ein kollegialer Führungsstil gefragt, daher solltest Du Dich nicht in die Situation des „Anführers, der nicht mitarbeitet“ begeben. Überlege, ob es für die Aufgabe zweckdienlicher ist, dass Du aktiv mitarbeitest oder dass Du den Überblick behälst. Wenn es um eine Aufgabe geht, bei der unter Zeitdruck „einfachere“ Aufgaben bewältigt werden sollen, ist es sinnvoll selbst als Teil des Teams mitzuarbeiten (z.B. wenn unter Zeitdruck etwas gebaut werden muss, sortiert werden muss, eine Produktion simuliert wird, o.ä.). Müssen komplizierte Prozesse oder Aufgaben durchgeführt werden, macht es hingegen durchaus Sinn, dass Du den Überblick behälst, so dass die Koordination der Gruppe nicht gefährdet ist.

Survival Training für die Gruppendynamik im Assessment Center

Du solltest bedenken, dass Du automatisch derjenigen sein musst, der den Überblick behält. Sollte es in der Gruppe jemand geben, der fachlich besser für die Koordination geeignet ist (z.B. besseres räumliches Vorstellungsvermögen, Erfahrung in der fachlichen Aufgabe, etc.), wähle am besten diesen Mitarbeiter aus. Dank daran: Ein guter Chef oder Projektleiter zeichnet sich dadurch aus, dass er die Talente der Mitarbeiter möglichst gewinnbringend für das Teamergebnis einsetzt. Wichtig ist auch die Leistung der Gruppe zu würdigen. Lobe Deine Teammitglieder und sorge für gute Laune. Das macht  sympathisch und steigert die Leistung der Gruppe. Und ja, es könnte gut sein, dass ich diesen Punkt schon das ein oder andere mal vergessen habe….

Falls die Dynamik in der Gruppe nicht stimmt, ist es immer schwierig noch konstruktiv und gut zusammen zu arbeiten. Daher solltest Du Dich unbedingt auch auf diesen Fall vorbereiten und eine Strategie in petto haben, was Du dann tust. Meine Erfahrung zeigt, dass wenn Du Dich unwohl fühlst, die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass es anderen genauso geht. Dann kannst du sogar überlegen etwaige schwierige Themen sogar anzusprechen. Natürlich gelassen und nicht als Angriff formuliert. Das kann souveräner wirken, als Konflikte auszusitzen, insbesondere, wenn es um Führungsfähigkeiten geht.

Tipps zu Bewerbungsschreiben und Lebenslauf gibt es wie Sand am Meer. Aber hier gibt es jetzt die Bewerbungstipps, die Dir keiner verrät. Es gibt kein “richtig” oder “falsch” (außer natürlich Rechtschreibfehler, die sind immer falsch). Eine Sache, die meiner Meinung nach immer unterschätzt wird ist, wie wenig Zeit sich Personaler und Manager nehmen, um eine Bewerbung wirklich anzuschauen. Daher beziehen sich meine Tipps hauptsächlich darauf, dass deine Bewerbung unter Umständen nur wenige Minuten angeschaut wird und sich der Adressat der Bewerbung nicht die Mühe macht jedes Detail in der Unterlage “zusammen zu suchen”.

Und es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass es deiner Bewerbungsunterlage nicht besser ergeht. Je attraktiver das Unternehmen und die Position, auf die man sich bewirbt, desto eher kann man davon ausgehen, dass man wahrscheinlich nicht der einzige Bewerber ist, der seine Unterlagen dorthin schickt. Man landet also auf einem verdammt großen Stapel von Bewerbungen. Daher findet ihr hier einige Tipps, die es dem potentiellen Recruiter möglichst einfach macht, zu erkennen was für eine klasse Frau du für den Job bist!

Lebenslauf und Anschreiben

Muss ich für jede Stelle eine individuelle Bewerbung schreiben oder reicht es einfach nur das Anschreiben anzupassen?

Du musst natürlich gar nichts . Ich kann allerdings nur empfehlen, jede Bewerbung individuell zu gestalten. Natürlich sollte man ein Grundgerüst für das Anschreiben und den Lebenslauf fertig “in der Schublade” liegen haben. Allerdings sollte man sich überlegen welche Tätigkeiten aus dem Lebenslauf den besten Bezug zu der Stelle haben und diese Tätigkeiten in den Vordergrund rücken, z.B. durch Erwähnung im Anschreiben. Außerdem kannst Du diesen wichtigen Positionen mehr Platz oder eine Position weiter vorne im Lebenslauf geben. Besonders bei Frauen ist das natürlich wichtig.

Beispiel gefällig: Du bewirbst dich für eine Stelle im Controlling oder Marketing mit einem starken technischen Bezug. Nie würde es jemand zugeben, aber viele Männer werden denken, dass Du für diese Aufgabe nicht so gut geeignet bist, wie ein Mann. Beispielsweise, weil Du von Technik weniger Ahnung hast und deshalb die Produkte nicht so gut verstehen wirst. Auch wenn Du nicht in der Entwicklung arbeitest, ist es in vielen Positionen trotzdem notwendig zumindest im groben zu verstehen, was die Firma macht. Daher solltest Du in so einem Fall einen Bezug zur Technik herstellen. Wenn Du noch nie in der Branche gearbeitet hast, bietet sich wenigstens eine Ferienarbeit in der Produktion oder ein Praktikum an. Wenn es das auch nicht gibt, hast du vielleicht zumindest ein Hobby, das zeigt, dass du keine zwei linken Hände hast.

 

Die Länge des Lebenslauf

Wie ausführlich sollte der Lebenslauf sein?

Ausführlich genug! Also: Ein Lebenslauf auch von einer Berufsanfängerin sollte nie nur aus einer Seite bestehen! Jede auch jemand, der bisher “nur” studiert hatte, sollte auf zwei Seiten über seine ersten 23-25 Jahre auf der Welt berichten können. (Und das ohne die Grundschule zu erwähnen! Was? Du erwähnst die Grundschule in deinem Lebenslauf? Dann husch, husch streich sie raus!). Um dem Leser Zeit zu sparen, sollte dein Lebenslauf ein umfassendes Bild davon vermitteln, was du bisher getrieben hast und was du kannst.

Daher solltest Du zu jeder Tätigkeit zwei, drei oder vier stichpunktehafte Tätigkeiten stehen, was du gemacht hast. Schreibe nie “Praktikum im Marketing” oder “Teamleitung Marketing” ohne weitere Erklärung, sondern lasse noch ein paar Details folgen z.B. – Erstellen von Marketingkonzepten für den Messeauftritt, Entwicklung einer Markenstrategie für Produktgruppe XY, Führung von drei Mitarbeitern im Bereich Unternehmenskommunikation und PR, etc. Und das machst du dann für alle relevanten Tätigkeiten/Erfahrungen und schwups hast du mindestens zwei Seiten zusammen. (Orientierungshilfe: Berufsanfänger sollten bei einer “11er Schriftgröße” auf zwei Seiten, ab 5 Jahren Berufserfahrung auf drei Seiten kommen.)

 

Bewerben mit wenig Berufserfahrung

Ich habe wirklich noch gar keine Arbeitserfahrungen. Was mache ich jetzt nur?

Glaub mir, jeder hat irgendwelche Erfahrungen. Es kommt – wie so oft im Leben – auf die richtige Verpackung an. Du hast also etwas studiert oder eine Ausbildung gemacht? Das ist doch schon Mal gut! Jede Ausbildung oder jedes Studium hat Schwerpunkte, die je nach Betrieb/Uni/FH unterschiedlich gelegt werden, d.h. diese Schwerpunkte sind bereits zwei oder drei Unterpunkte wert. Beispiel: Du hast Industriekauffrau “gelernt”. Jetzt kannst du entweder schreiben “Ausbildung zur Industriekauffrau” und es der Phantasie des Lesers überlassen, was er sich denkt oder du kannst ihm eine Idee geben (einfach für den Fall, dass er wenig Phantasie hat ):

Nehmen wir an dein Betrieb war in der Lebensmittelbranche tätig: z.B. Organisation von Logistiktransporten mit lückenlosen Kühlketten und kritischen Transportzeiten, Vorbereiten von Vertragsverhandlungen mit Handelsketten und Großhandelsorganisationen, Vorbereitung der Kundenevents zur Vorstellung neuer Produkte. Merke: Gehe niemals davon aus, dass der andere irgendetwas über dich weiß. Denn das tut er nicht, er kennt dich bis jetzt nicht. Gerade wir Mädels neigen hier zum Tiefstapeln: Wenn du für etwas verantwortlich warst schreibe nicht “Unterstützung”, sondern zeige durch die Formulierung die Tragweiter deiner Verantwortung, auch wenn du nicht in jeder Position “Chef” warst.
Weitere Themen, die du nicht unter den Tisch fallen lassen solltest, wenn du bisher keine oder wenig “richtige” Berufserfahrung hast:

Auslandsschuljahre, Studienprojekte d.h. Kurse im Studium, die projekthaft gestaltet waren und bei denen ein konkretes Endergebnis mehr oder weniger in Eigenregie entwickelt werden musste. Aber natürlich auch: Arbeit auf Messen oder Ferienjobs, außerschulisch Aktivitäten wie Engagement in Vereinen oder Verbänden. Das könnte zum Beispiel die Mitarbeit im Asta, studentische Unternehmensberatungen, etc. sein. Und wenn es wirklich hart auf hart kommt, hast du wenigstens ein interessantes Hobby? Finde wenigstens drei Dinge, die du ausführlich mit Unterpunkten darstellen kannst. Das schafft jede !

 

Ein richtig gutes Anschreiben

Wie schreibe ich ein gutes Anschreiben?

Egal wie schwer es auch ist, lasse die Finger von vorformulierten Anschreiben. Das will wirklich keiner lesen. Versuche beim Schreiben authentisch zu sein, ohne übertrieben aufzufallen (ui das klingt jetzt total generisch). D.h. wenn du die Stelle bei Monster im Internet gefunden hast schreibe nicht: Bezugnehmend auf Ihre Stellenanzeige auf www.monster.de vom soundsovielten, möchte ich mich heute bewerben. Sondern schreibe etwas das knackiger formuliert ist und deine Motivation ausdrückt: „Während meiner Stellensuche ist mir Ihre Stelle auf www.monster.de sofort positiv ins Auge gefallen: Sie suchen nach einer Mischung aus Kreativität und unternehmerischen Handeln und ich würde mich sehr freuen, diese beiden Eigenschaften in Ihr Unternehmen einzubringen.“

Gleiches gilt für die Argumentation warum du auf die Stelle passt. Sei individuell und drücke deine Meinung aus. Trotz des starken Controlling Hintergrunds, den ich mitbringe, habe ich mich für technische Themen aus dem Bereich Elektrotechnik interessiert. Deshalb war ich in meinem Praktikum xxx auch in der Produktionsvorbereitung tätig. Dort bereitete ich die Bestückung von Leiterplatten vor. Der Trick dabei ist allerdings, dass man sich – wenn es zum Vorstellungsgespräch kommt – dann auch inhaltlich auf diese Themen vorbereiten muss. Denn die Authenzität ist futsch, wenn man etwas schreibt, danach aber nichts dazu sagen kann.

 

Der Gehaltswunsch

Soll ich meinen Gehaltswunsch direkt in die Bewerbung schreiben oder nicht?

Der Gehaltswunsch ist immer ein kritisches Thema. Wieviel Gehalt du verlangen kannst, hängt ja nicht nur von dir ab, bzw. was du “wert” bist. Es ist ebenfalls entscheiden, wie viel Verantwortung, die Stelle mich sich bringt, welche Pflichten man hat, etc. Das heißt, man muss auch ein Gefühl dafür bekommen, was die Stelle als solches dem potentiellen Arbeitgeber “wert” ist. Man kann “Leiterin Marketing” ohne Mitarbeiterverantwortung sein und einem kleinen Budget, um externe Grafiker zu beauftragen. Man kann “Leiterin Marketing” sein, mit 30 Mitarbeitern und einem Millionenbudget um Werbe- und Kommunikationsagenturen, Messebauer und andere zu beauftragen. Daher sollte man keinen Gehaltswunsch angeben, wenn das nicht explizit gefordert ist. Um einen „guten“ Gehaltswunsch anzugeben, muss man nämlich unbedingt die Tragweite der Stelle verstanden haben. Und normalerweise kann man die Tragweite der Stelle erst erfassen, wenn man schon mindestens ein persönliches Gespräch mit der Firma geführt hat (in diesem Gespräch sollte man selbstverständlich all das nachfragen, wenn es nicht sowieso erwähnt wird).

Die einzige Ausnahme ist, wenn explizit verlangt wird, dass man seine Gehaltsvorstellung angeben soll. Dann sollte man aus einer Kombination seines aktuellen Gehalts plus der abgeschätzten Verantwortung für die Stelle einen Wert ermitteln. Und liebe Mädels: Bitte lieber ein bisschen mehr als zu wenig! (Statistiken zeigen wir Frauen sind sowieso zumeist bescheidener als unsere männlichen Kollegen – “Bescheidenheit ist eine Zier doch es geht auch ohne ihr…..”) Runterhandeln lassen ist leichter als mehr verlangen. Selbiges gilt für Bonbons wie Firmenwagen, Geld für Umzüge, teure Weiterbildungen, etc. (also all das was zu einem Mangerinnen Gehaltspaket dazugehört!

 

 

 

 

Photocredits: pixabay

Die perfekte Thesis, gibt es natürlich nicht. Dennoch gibt es einiges, was Ihr beachten könnt, um Euch das Leben bei so einem Projekt schwerer oder leichter zu machen. Ob man selbst eine Abschlussarbeit (Bachelor oder Master Thesis – früher als mich das noch betroffen hat hieß es Diplomarbeit) schreibt oder später als Firmenbetreuer für einen Bachelorand oder Masterand zuständig ist, sollte man wissen worauf man sich einlässt. Gerade wenn man zum Beispiel nebenberuflich einen MBA macht, ist ein guter Plan durch nichts zu ersetzen. Es kann stressig werden, muss es aber nicht. Ich bin sehr strukturiert gepolt bei solchen Themen. Aus meiner Erfahrung (Schreiber als auch Betreuer) habe ich folgende Tipps für die Bachelor/Master Arbeit für euch. Psssst, auch wenn Du Thesen betreust ist hier ein Tipp für Dich dabei.

Macht euch einen Plan!

Oh je, schon während ich das schreibe hört es sich abgedroschen an, aber es ist einfach wahr. Ein Plan muss her, aber wie? Ich mache diesen Plan (bzw. lasse diesen Plan machen) als Rückrechnung. D.h. ich fange beim Abgabetermin an und rechne zurück. Abgabetermin minus eine Woche für Korrekturen, Abgabetermin minus zwei Wochen für Grafiken auf hübschen, Quellen nachpflegen, Literaturverzeichnisse und Überschriften glattziehen, Formatierungen. Auch brauchen eure Korrekturleser Zeit (ja, man muss Abschlussarbeiten IMMER Korrekturlesen lassen, da man betriebsblind wird ). Abgabetermin minus drei Wochen: Abschluss der Schreibarbeiten an den Kapiteln, ab jetzt sollten nur noch die Übergänge geschrieben werden (z.B. Einleitungen, Hinleitungen, Übergänge zwischen Kapiteln, etc.). Wer so vorgeht, kommt am Ende nicht in Zeitnot und spart sich jede Menge Stress. Es nutzt auch die perfekte Thesis nichts, wenn Du sieht nicht rechtzeitig abgibst.

 

Kenne alle Vorgaben!

Meine Hochschule archivierte alle Arbeiten. Dazu musste man eine Kopie der Arbeit in einem bestimmten Ordner in einer bestimmten Farbe eines bestimmten deutschen Heftordner-Herstellers abgeben. Andere Hochschulen wollen eine gebundene Version oder eine Version auf einem bestimmten Datenträger (Hilfe, was ist ein CD Brenner?) Ohne diese Version der Arbeit fürs Archiv, bekam man keine Anerkennung der Arbeit. Ich wusste das schon irgendwie. Trotzdem habe ich das Ordner Thema knallhart unterschätzt. Dafür kenne ich jetzt alle Schreibwaren-Geschäfte in und um Stuttgart. Hätte ich mich vorher drum gekümmert, wären mir panische Telefonanrufe (“nein, nicht das grasgrün, sondern das moosgrün”….”nein, ich weiss die Farbcode Bezeichnung nicht. Was für ein Farbcode, denn?”) und Fahrten in Geschäfte in dörflichen Regionen (Öffnungszeiten von 15 bis 18 Uhr) erspart geblieben.

 

Ignoriere unangenehme Themen nicht!

Es gibt viele Probleme im Berufsleben, die man durch Aussitzen lösen kann. Wo ich Probanden für eine Befragung herbekomme, die ich Durchführen muss, um Primärdaten für meine Arbeit zu generieren, gehört leider nicht dazu. Plane keine Wunder ein, sondern kümmere dich um Knackpunkte für die Arbeit so früh wie möglich. Sonst gibt es Probleme und der tolle Plan, den man sich am Anfang gemacht hat geht nicht mehr auf. Selbiges gilt für Urlaubszeiten. Im Juli oder August erreicht man Menschen in Firmen schlecht. Das muss man wissen und einplanen.

 

Profitipp für Betreuerinnen!

Wir Frauen haben oft Helferkomplexe. Und wir sind ordentlich, strukturiert und haben super Ideen. Außerdem haben wir Mitleid mit dem kleinen Häufchen Elend von Bachelorand, der verzweifelt vor uns sitzt und uns aus großen, traurigen Augen anschaut, weil er absolut keine Ahnung hat, was er in das Kapitel xy reinschreiben soll. Wiederstehe dem Relfex deinen Bacheloranden und Masteranden alles abzunehmen. Ich muss mir da selber ständig auf die Finger hauen. Klar, betreuen ja, „entweder-oder Entscheidungen“ Treffen, die der Bachelorand vorbereitet hat, auch gerne. Aber ich weigere mich, meinen Bacheloranden und Masteranden etwas in die Feder zu diktieren. Und damit tue ich ihnen meiner Meinung nach auch einen Gefallen: Sie dürfen nämlich selbst lernen, wie es geht und darum geht es ja auch bei so einer Arbeit. Dann gehört der Erfolg am Ende auch wirklich Deinen Schützlingen. Und immer daran denken genauso wenig, wie es die perfekte Theis gibt, gibt es auch nicht DIE perfekte Betreuung. Finde Deinen eigenen Stil und Dein eigenes Konzept.

 

 

 

 

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Mein verrücktestes Vorstellungsgespräch

Manche Gespräche bleiben einem einfach in Erinnerung. Heute möchte ich Euch mein verrücktestes Vorgestellungsgespräch erzählen. Bzw. von den beiden Verrücktesten – Einmal war ich Bewerber und einmal Recruiter.

 

Mein verrücktesten Vorstellungsgespräch und ich als Bewerberin mittendrin

Das merkwürdigste Gespräch, bei dem ich selbst Bewerber war, war bei einem spanischen Familienbetrieb, der in Deutschland eine Niederlassung eröffnen wollte, in der ich einen Teilbereich der Aufgaben als Manager übernehmen sollte (nebst Aufbau des entsprechenden Teams). Das Ganze war über einen Headhunter eingefädelt worden und schon in der Anbahnung gab es Merkwürdigkeiten (z.B. sehr lange Wartezeiten, kurzfristige Terminan- und Absagen etc.). Die Stelle klang aber unheimlich attraktiv und deshalb ignorierte ich alle Warnzeichen. Als das Gespräch dann tatsächlich stattfand, stellte ich mich pünktlich und umfassend zum Thema vorbereitet zum Termin ein. Ich ging davon aus, dass bei der Besetzung einer so wichtigen Stelle insbesondere Fachkenntnisse, Managementkompetenz, Branchen Know-How, etc. im Vordergrund stehen würden. Aber weit gefehlt. Mir gegenüber im Gespräch saß der Junior-Chef – geschätzte Anfang 20. Er fing an mir Fragen zu stellen, allerdings benutzte er nur sogenannte öffnende Fragen, d.h. Fragen bei denen Abschätzungen, Einschätzungen, Meinungen, etc. abgefragt werden. Meine persönlichen Highlights: Wenn Sie ein Tier wären, was für ein Tier wären Sie und warum? Sie laufen in einem Marathon, neben Ihnen stürzt ein Läufer. Helfen Sie auch wenn Sie den Sieg verpassen? Sie möchten ein Haus bauen. Wie viele Stockwerke bauen Sie?

 

Die komischen Fragen wollten nicht aufhören

Mit jeder Frage (das ganze lief auch noch komplett in Englisch) wurde ich irritierter. Ich finde es ja ganz witzig, wenn in einem Vorstellungsgespräch mal eine solche Frage gestellt wird. Schließlich lockern solche öffnenden Fragen das Gespräch auch auf, bzw. man kann etwas zu seiner Persönlichkeit zum Ausdruck bringen. Aber das ganze Gespräch bestand nur aus solchen Fragen. Irgendwann wurde mir klar, dass er die Fragen von einem Blatt ablas und den Fragekatalog scheinbar aus dem Internet heruntergeladen hatte. Auch der Headhunter schaute recht irritiert in der Gegend herum. Am Ende des Gesprächs konnte ich meine Überraschung fast nicht mehr verstecken und mir schwirrte der Kopf vor lauter Rumgelaber. Den Job habe ich übrigens nicht bekommen. Ob es am Löwen gelegen ist oder den drei Stockwerken, habe ich nie erfahren aber das Gespräch wird mir immer als mein verrücktestes Vorstellungsgespräch in Erinnerung bleiben.

 

Mein verrücktestes Vorstellungsgespräch als Chefin

Mein verrücktestes Vorstellungsgespräch, in dem ich auf der Recruiter Seite saß, fing eigentlich ganz normal an. Der Bewerber war gut gekleidet und vorbereitet. Einzig, dass er eine große Tasche dabei hatte, die er sehr auffällig und vorsichtig auf den Stuhl neben sich legte, stach mir ins Auge. Das Gespräch selbst verlief völlig normal und sympathisch. Zum Schluss des Gesprächs wurde er dann sichtlich nervös und kramte umständlich aus seiner Tasche einen Tupper hervor. Darin fein säuberlich aufgereiht: Sushi. Seine Erklärung: Er habe bei Xing gesehen, dass ich mich für Sushi interessiere und da seine Freundin dieses herstellen kann, hätte er mir welches mitgebracht. Ich wusste nicht, was ich Erwidern soll. Aufmerksam sein ist das eine, selbstgemachtes Sushi mitbringen das andere….

 

Ich glaube diese beiden Beispiele illustrieren sehr deutlich, dass bei aller Liebe zu Kreativität manchmal die konventionellere Vorgehensweise die Beste ist. Du kennst den anderen nicht und kannst nicht einschätzen, wie er bestimmte Vorgehensweisen aufnehmen wird. Insofern rate ich eigentlich immer, zwar authentisch aber nicht crazy zu sein. Was ist das Verrückteste, was Dir in einem Vorstellungsgespräch passiert ist?