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Mentoring talentista

Gleich vorweg: talentista ist kein Nachhilfeprogramm für Frauen! Männer und Frauen können gleichermaßen von Coaching und Mentoring profitieren. Aber wie kam das eigentlich, dass talentista als Angebot speziell für Frauen aufgebaut wurde? Das ist auch so eine Frage, die mir häufiger begegnet. Das lustige daran ist, es war gar nicht so geplant. Im ursprünglichen Business Plan war eigentlich ein Angebot für Männer und Frauen angedacht. Aber dann kam alles anders…

 

Der Girlboss Mythos

Der erster Draft für talentista entstand im Dezember 2018 und konkretisierte sich dann im Januar 2019. Meine Motivation: Ich wollte ein Angebot schaffen, wie es mein jüngeres Selbst es gebraucht hätte. Unterstützung, Support, Weichenstellung, Entscheidungshilfe – Kurzum ein Mentoring für den Berufseinstieg und weit darüber hinaus. Dabei hatte ich zunächst Männer und Frauen auf dem Radar. Warum auch nicht? Der Berufseinstieg und die ersten Jahre im Job sind kniffelig und das ganz unabhängig vom Geschlecht. Doch dann erschien im März 2019 mein Buch „Der Girlboss Mythos“, das sich mit den statistischen Fakten rund um Gender Diversity und Gleichberechtigung in Deutschland und Europa befasst. Und mit dem Buch kam die Erkenntnis: wow Männer und Frauen sind in vielen Punkten unterschiedlich und das Wissen aus meinem Buch sowie fünf Jahren Recherche kann ich sehr gut in meine Programme einbringen!

 

Naja und dann bin ich selbst eine Frau…

…und auch das ist gut so. Für mich steht Work-Live-Integration ganz oben auf meiner Prioritäten Liste für meinen Job. Damit meine ich, dass ich mich als „ganzen Menschen“ in die Arbeit einbringen möchte. Mit meinen Vorlieben, meinen Geschichten und Anekdoten und meinem Netzwerk. Und als ich mehr über das Thema nachdachte, wurde mir klar: das ich eine Frau bin, ist wichtig in dem ganzen Zusammenhang. Es ist Teil meiner Karriereentwicklung und Teil von mir und diesen Teil will ich auch in meine Seminare einbringen können. Ich möchte Anekdoten erzählen, bei denen die Mehrheit der weiblichen Teilnehmerinnen sofort verstehen wird, was ich meine. Und ich will die tollen Frauen in meinem Netzwerk mitbringen und gemeinsam wollen wir auch deren Geschichten teilen.

 

Unterschiede wegzudiskutieren bringt nichts

Ganz oft höre ich auch, dass es ja keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen gäbe. Oder das die Geschlechterunterschiede relativ unwichtig seien im Vergleich zu beispielsweise anderen charakterlichen Faktoren. Und ja das stimmt zu einem bestimmten Grad auch. Der oder die Einzelne wird von viel, viel mehr bestimmt als nur dem Geschlecht! Und es gibt natürlich auch die eher untypischen Frauen (und wer mich kennt, weiß, dass ich selbst sogar eher zu dieser Kategorie gehöre) und trotzdem können wir statistisch erkennen, das bestimmte Verhaltenstendenzen bei Frauen und Männern mit hoher Wahrscheinlichkeit unterschiedlich sind. Ich nenne hier gerne Themen wie Motivatoren, das Auftreten in Verhandlungs- oder Konfliktsituationen. Und auch die Lebenswege zum Beispiel das Thema Familienplanung unterscheidet sich weiterhin massiv! Diese Unterschiede einfach zu ignorieren nach dem Motto: Wenn wir sie nicht beachten, dann sind sie auch nicht da, bringt nichts. Und darauf zu warten, dass die große gesellschaftspolitische Zeitenwende einsetzt, dauert mir persönlich zu lange.

Und deshalb möchte ich mich talentista ein Angebot für Unternehmen schaffen, dass sie dabei unterstützt ihre weiblichen Mitarbeiterinnen zu fördern. Gerne in Kombination mit einem ähnlichen Angebot für Männer!

Wenn ich meinen – mittlerweile sehr geölten “talentista” Pitch halte, höre ich immer wieder ähnliche Fragen. Und das, wie ich finde zu recht, denn es handelt sich immer um sehr valide Punkte, die hier auf den Tisch kommen. Daher möchte ich den heutigen Post nutzen, um diese frequently asked questions zu beantworten.

Aber first things first:

Was ist talentista eigentlich?

talentista ist ein Weiterbildungsanbieter, der Unternehmen dabei unterstützt Mentoring und Coaching für weibliche Mitarbeiterinnen zur Verfügung zu stellen. Natürlich dürfen, können und sollen Frauen unsere Angebote auch direkt und unabhängig von ihrem Arbeitgeber nutzen. Aber unsere große Vision ist es, dass Arbeitnehmer darum wissen, welchen Mehrwert es hat Mentoring schon sehr früh und dann kontinuierlich durch alle Phasen des Mitarbeiterlebens hindurch anzubieten. Und genau dazu wollen wir beitragen, in dem wir die entsprechenden Angebote schaffen und die Digitalisierung nutzen, um eine zeitgemäße Bereitstellung dieser Angebote zu ermöglichen.

Brauchen Frauen hier besondere Nachhilfe?

Klares Nein! Mentoring ist für beide Geschlechter gleichermaßen wichtig. talentista ist dennoch ein Anbieter für Frauen. Und zwar aus zwei wichtigen Gründen: Durch unsere Aktivitäten in der Gender und Diversity Forschung wissen, wir das Frauen sich in bestimmten Schlüsselsituationen anders verhalten als Männer. Dieses Wissen finden wir sehr wertvoll und wollen unsere Seminare und unser Angebot genau darauf ausrichten. Außerdem haben wir ein großes Netzwerk aus weiblichen Coaches, Mentoren und Rolemodels, das wir gezielt in das Programm einbringen. Weil wir wissen, dass es genau an diesen Vorbildern (mit all Ihren Storys, Erfahrungen und Werdegängen) in den Unternehmen oft fehlt. You can be it if you can see it!

Aber wir machen doch schon so viel…Brauchen wir das?

Es stimmt: der digitale Wandel hat die HR Bereiche erfasst und gerade im Recruiting passiert wahnsinnig viel. Social Recruiting, Mobile Recruiting, Recruitainement und das ganze begleitet von einer Employer Branding Kampagne. Und das ist auch gut so! Je mehr Kandidaten von ihren diversen Möglichkeiten wissen und von potentiellen Jobs und Arbeitgebern erfahren, desto besser. Und natürlich helfen auch hier Worthülsen nicht weiter und der Realitätscheck erfolgt am ersten Arbeitstag und an den hoffentlichen vielen Tagen danach. In vielen Firmen endet mit der Einstellung die “Aufgabe” von HR. Ab jetzt ist alles “Führungsaufgabe”. Was passiert aber wenn der Chef keine Zeit hat? Oder seine Prioriäten auf die Erfüllung seiner Fachaufgabe legt? Und genau diese Lücke kann ein Angebot wie Design your Career schließen.

So viele Möglichkeiten…Wie soll ich mich entscheiden?

Und auch in den Unternehmen, die ihren Mitarbeitern viel bieten, ist Mentoring dringend gefragt. Denn je mehr Möglichkeiten für Schulungen, Projekte und sonstige Angebote ich habe, desto mehr Entscheidungen muss ich treffen. Wie setze ich meine wertvolle Arbeitszeit so ein, dass ich meinen Job sehr gut machen kann und mich selbst nach meinen Wünschen weiterentwickle? Wie setze ich meine Prioritäten richtig? Wann muss ich nein sagen? Und wenn ich nein sage, wie mache ich das eigentlich? Auch hier hilft ein Angebot wie talentista  sich zu sortieren, sich selbst und das Umfeld besser kennen zu lernen und entsprechend zu handeln. Unser Motto: Talente in Taten transformieren (und nicht im Entscheidungsdilemma hängen bleiben).

Work Life Balance

Im Moment ist das Thema Arbeitszeit vs. Freizeit ja viel diskutiert – #worklifeblanace.  Ist Zeit, in der man zwar frei hat, aber trotzdem für das Unternehmen erreichbar ist Arbeitszeit? Wenn man abends vom Smartphone aus noch eine E-Mail tippt, versaut einem das den Feierabend oder sorgt es dafür, dass man entspannter ist, weil man nichts unerledigt herumliegen lassen muss? Es hat auf jeden Fall den Vorteil, dass man am nächsten Tag nicht mehr dran denken muss. Dass diese Frage nicht pauschal zu beantworten ist, zeigt sich schon allein daran, wie die Unternehmen damit umgehen. Manche Unternehmen schalten ihren Mitarbeitern sogar den Server ab, um sie in der Freizeit zum “frei haben” zu zwingen. Manche Firmen bieten gar keine Homeofficeregelungen, während andere komplett auf ein Büro verzichten.

Natürlich gibt es eine Selbstverantwortung beim Thema #worklifebalance

Jetzt könnte man natürlich sagen: Ich bin doch schon groß und auch sehr klug und kann selbst entscheiden, ob ich ans Telefon gehen, wenn es klingelt oder nicht, bzw. ob ich abends noch eine E-Mail schreiben will oder nicht. Stimmt ja auch – im Prinzip. Aber wie das mit Prinzipien so ist: Jeder hat seine eigenen und nur weil man prinzipiell eines hat, heißt das noch lange nicht, dass man sich immer dran hält. (Im Prinzip brauche ich auch keine Schuhe mehr…anderes Thema).

In der Vergangenheit bin Ich selbst in Sachen Freizeit von einem Extrem ins andere gefallen. Als ich in der Beratung gearbeitet habe, hatte ich quasi eine Standleitung zu meinem Chef, der mich ständig (und damit meine ich nahezu jeden Abend) zwischen acht und neun Uhr abends angerufen hat. Abendliche Treffen im Büro, Meetings, die auf 22 Uhr angesetzt wurden, am Wochenende “noch schnell was fertig machen”, inclusive. Und ich hatte sowas von keinen Bock mehr auf diesen Arbeitsstil. Zumal das allermeiste davon deshalb notwendig war, weil mein Chef sich selbst nicht organisieren konnte. Er verbrachte ganze Arbeitstage mit Tramezzini und Espressi beim Nobelitaliener neben seinem Büro, um dann abends irgendwann in die Gänge zu kommen. Auf Kosten meiner Freizeit.

 

Ich sorge selbst für meine #worklifebalance aber lange mit schlechten Gewissen

Ein schlechtes Gewissen hatte ich aber trotzdem, als ich nach ca. 2 Jahren Zusammenarbeit anfing, seine abendlichen Panikanrufe nicht mehr zu beantworten. Danach im Konzernumfeld habe ich Kollegen, die sich mit ihrer ständigen Erreichbarkeit brüsten (was aber in einer Firma mit einer geregelten Kernarbeitszeit schlicht und ergreifend nicht notwendig ist). Ich ging abends nicht an mein Firmenhandy und nur meine eigenen Mitarbeiter und engsten Kollegen hatten meine Privatnummer, auf der ich immer erreichbar bin (gewählt hat sie bis jetzt keiner). Ich lebte gut damit und trauerte meinen around-the-clock Zeiten keine Träne nach. Ein schlechtes Gewissen hatte ich weitestgehend auch nicht mehr. Trotzdem gab es natürlich Momente, in denen meine Chefs mir versuchten ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn ich mir die Freiheit nahm erst am nächsten Morgen auf Ihre Mail zu antworten oder klar machte, dass ich während meines (einzigen) längeren Urlaubs im Jahr eine Vertreter habe, der alle Fragen beantworten kann und nicht selbst jede Mail beantwortete.

 

Für mich der Königsweg: Maximale Freiheit

Mittlerweile bin ich in einer neuen Phase angelangt. Ich bin an einer Hochschule tätig, habe nur noch wenige „feste“ Anwesenheitszeiten, dafür aber gefühlt 100 Projekte, die alle meine Aufmerksamkeit brauchen. Ich entscheide selbst frei, wann ich arbeite und wann nicht. Und witziger Weise ist auch das gar nicht so einfach, obwohl ich vermeintlich jetzt die volle Kontrolle über meine Zeit habe.

Wie geht es Dir mit der #worklifebalance? Wie sieht Dein Zeitmanagement aus? Welcher Stil liegt Dir am meisten?

Speakerin Johanna Bath

Am 26.September fand in Mainz im Kurfürstlichen Schloss das Job Symposium der Brigitte Academy statt. Talentista war mit dabei und ich möchte hier meine Eindrücke des Events festhalten. Und wie immer lasse ich Dich exklusiv an den spannenden Coaching Fragen der Teilnehmerinnen teilhaben. Meine Antworten bekommst Du übrigens auch noch dazu 😉

Es scheint schon fast zur Tradition zu werden, dass die Brigitte Academy Veranstaltungen bei schlechtem Wetter stattfinden – und bei näherer Betrachtung, ist das auch gut so. Man kann drinnen das schöne Ambiente genießen, während draußen das Wetter tobt. Das talentista Team schaffte es jedenfalls gerade noch trockenen Fußes vom Taxi ins Schloss und so starteten wir an unserem Stand. Zitronenzuckerwatte von Flausch am Stil natürlich an Bord.

talentista Coaching Stand

 

 talentista Coaching stand auf dem Brigitte Job Symposium

Das Programm das geboten wurde, war extrem prall gefüllt und die Teilnehmerinnen konnten sich wieder zwischen spannenden Sessions entscheiden. Der Ausstellerbereich war ebenso hochkarätig gefüllt. So konnte man sich direkt von Linkedin dabei helfen lassen, sein Profil aufzusetzen und zu optimieren, nebst professionellem Shooting. Und trotz der großartigen “Konkurrenz” um die wertvolle Zeit der Teilnehmerinnen, war unser Stand quasi ständig im “Einsatz”. Wir führten ein spannendes Gespräch nach dem nächsten und ich hatte wirklich das Gefühl, für AHA Momente zu sorgen. Ein Gefühl, dass ich hoffentlich noch lange mit mir trage. Nachmittags war es dann so weit und in meinem Meet-up sprach ich über Tipps und Tücken des erfolgreichen Netzwerkens.

Spannende Coaching Fragen am talentista Stand

Und dann gab es noch viele, viele spannende Fragen. Zum Beispiel diese hier:

“Ich habe studiert und arbeite seit Jahren in einem kleinen Verein. Jetzt habe ich das Job Profil des “Agilen Coaches” über eine Freundin kennen gelernt. Sie sagt es ist perfekt für mich und ich finde es klingt genau nach den Dingen, die ich teilweise heute schon tue. Was tun? Bewerben? Ausbildung zum agilen Coach?”

Eine sehr spannende Frage, die in abgewandelter Form sicher viele beschäftigt, die im Berufsleben nochmal umsatteln wollen. Jetzt ist die große Kunst nicht stecken zu bleiben, in einer Gedankenschleife aus: “Kann ich das? Was wenn mich keiner nimmt. Soll ich in die Ausbildung investieren oder nicht?, etc.” Denn Du kannst diese Fragen nicht beantworten! Daher solltest Du schnell kleine “Tests” kreieren, mit denen Du diese Fragen so schnell wie möglich beantworten kannst. Einer dieser “Tests” könnte sein, einfach 20 agile Coaches in Business Netzwerken zu kontaktieren, mit der neugierigen Bitte nach Austausch über die “Ausbildung” bzw. den Berufsalltag. So bekommst Du schnell Erfahrungswerte, welche Wege diese Personen gegangen sind (Erfahungen vs. Zusatzausbildung?) und wie der Alltag wirklich ist. Klappt der Test und bestärkt Dich in Deinem Wunsch wird der nächstgrößere “Test” gebaut. Da die Dame schon Workshop Moderationserfahrung hatte, könnte sie sich beispielsweise als kostenlose “Co-Moderatorin” bei einem Unternehmen anbieten, das agile Coachings anbietet. So könnte Sie tageweise für sich selbst testen, wie es ist. Auf Basis solcher viel konkreter Erfahrungen bringst Du Dich in die Lage, dass Du Dir selbst Deine Fragen beantworten kannst und aus den Gedankenschleifen entkommst. Du bist jetzt entscheidungs- und handlungsfähig und kannst kompetent über nächste Schritte entscheiden.

 

Festgefahren im Job? Das kann Jeder passieren. Natürlich gibt es Dinge, auf die Du bereits im Vorstellungsgespräch achten kannst. Außerdem kannst Du die Beziehung zu Deinem Chef pflegen und selbst aktiv werden. Trotzdem kann es durch äusser Umstände, aber auch durch Dein eigenes Verhalten oder Deine Einstellung dazu kommen, dass Du festgefahren bist. Was kannst Du jetzt tun, um Deine Situation zu verbessern.

Aber zuerst einmal: Woher kommt es eigentlich, dass wir uns festgefahren im Job fühlen?

Aller Anfang ist das Studium – und danach landet man in der Sackgasse

Auch wenn man im Studium viel lernen muss und oft mit weniger Geld auskommen muss, trotzdem ist es für viele eine absolut geniale Zeit. Aber woran liegt das eigentlich? Für mich war es hauptsächlich die riesige Abwechslung, die das Studium so klasse gemacht hat. Ständig neue Fächer, Seminare, Praxisprojekte, Auslandssemester und neue Leute, Leute und Leute. Langeweile absolut Fehlanzeige. Und wenn doch mal etwas doof war – dann war es ja spätestens nach einem Semester vorbei. Im Job – gerade in vielen Einstiegsjobs – sieht das anders aus: Zunächst mal muss man die Routinen des Unternehmens kennenlernen. Das bedeutet oft 9 to 5. Die gleichen Kollegen. Die gleichen Abläufe. Wenn dann noch Unterforderung dazu kommt, oder die Inhalte einfach doof sind, kann der Job schnell zum Frustfaktor werden.

Der Chef – ein absolut kritischer Faktor für die Jobentwicklung

Man liest oft inspirational quotes, in denen es heißt, man solle sich für einen Chef entscheiden, nicht für einen Job. Oder lieber in einer schlechten Firma mit gutem Chef, als in einer guten Firma mit schlechten Chef arbeiten. Und da ist auf jeden Fall ein Funken Wahrheit dran. Es kann unfassbar demotivierend sein, z.B. kein Feedback zu bekommen oder viel zu wenig Feedback. Gerade am Anfang des Berufslebens, hat man oft so viel Potenzial, das noch ausgeschöpft werden will. Gleiches gilt für über- oder unterfordernde Aufgaben. Hier braucht ein Chef viel Gespür für das richtige Maß an Verantwortung und Vertrauen. Nicht jeder Mitarbeiter kommt mit vielen Freiräumen klar, andere blühen erst richtig auf, wenn sie ganz viel selbst entscheiden dürfen. Ein guter Chef merkt das.

Das richtige Unternehmen – Was ist mein Purpose?

Mittlerweile haben wir ja schon verstanden, dass das „warum“ ganz wichtig ist. Das heißt wir wollen verstehen, warum das Unternehmen und seine Produkte gut sind, was der Zweck des Unternehmens in der Welt ist. Idealerweise stimmt das mit unseren Werten überein. Aber das alleine reicht nicht. Wir wollen auch, dass wir einen Zweck für das Unternehmen erfüllen. Warum sind wir wichtig im großen Ganzen. Wofür ist unsere Arbeit gut? Klasse Unternehmen schaffen es, jedem Mitarbeiter zu vermitteln, warum er wichtig ist und honorieren dies auch. In viel zu vielen Unternehmen, sind Mitarbeiter weiterhin aber nur ein „Kostenfaktor in der Leistungserstellung“ wie in einem BWL Lehrbuch. Das ist nicht motivierend. Und bedeutet, auch wenn die Produkte einer Firma noch so toll sind, wenn ich mich nutzlos und nicht wertgeschätzt fühle, schlägt das auf die Motivation.

 

Du bist festgefahren im Job? 10 Dinge, die du tun kannst:

  • Versuche herauszufinden, was genau dich enttäuscht: Ist es die Tätigkeit (zu langweilig oder zu anspruchsvoll), der Chef oder das gesamte Unternehmen?
  • Wie lange bist Du schon im Job? Nach einem halben Jahr kannst Du noch kein gutes Urteil fällen, mit fünf Jahren Frust hingegen, solltest Du wahrscheinlich schnell etwas ändern.
  • Hast Du schon aktiv Maßnahmen zur Veränderung angestoßen? Zum Beispiel ein direktes Gespräch mit deinem Chef. Gerade Frauen belassen es oft bei Andeutungen und Chefs verstehen diese dann unter Umstände nicht. Du solltest unter vier Augen direkt ansprechen, was dich stört
  • Bringe konkrete Vorschläge für Veränderung mit, z.B. welches Projekt Du übernehmen möchtest oder welche Stelle du gerne übernehmen willst
  • Dir fehlen bestimmte Kenntnisse, schlage Schulungen oder Maßnahmen vor, mit denen Du diese erwerben kannst
  • Bringe ein wenig Geduld mit. Von einem auf den anderen Tag ändert sich gerade in großen Unternehmen wenig, aber warte auch nicht ewig auf Veränderungen.
  • Falls Dein Chef sehr passiv ist, kannst Du durch aktives Netzwerken versuchen an andere Förderer oder potenzielle Mentoren heranzukommen
  • Spiegele Deine Sichtweise mit Kollegen deines Vertrauens oder mit Freunden, die in Deiner Branche Erfahrung haben. Hole Dir ein ehrliches Fremdbild ein. Hier kann natürlich auch ein professionelles Coaching helfen.
  • Schmeisse nicht alles hin, nur um einem Gespräch mit dem Chef aus dem Weg zu gehen. Bevor Du es nicht versucht hast, kannst Du schließlich nicht wissen, ob sich nicht doch etwas ändern kann.
  • Hast Du all diese Schritte (ernsthaft) unternommen und es tut sich immer noch nichts, dann ist es wahrscheinlich an der Zeit die Fühler auszustrecken. Stelle sicher, dass Du wirklich mit gutem Gewissen, alles getan hast, um an den Problemen zu arbeiten, dann kannst Du auch mit gutem Gewissen weiterziehen.
Johanna Bath Brigitte Job Symposium

So langsam laufen unsere Vorbereitungen auf Hochtouren. Bald startet das Brigitte Job Symposium mit exklusivem Coaching Corner von talentista. Den ganzen Tag werden wir für die Teilnehmerinnen Mini-Coachings anbieten und natürlich wird es auch ein exklusives Meet-up mit mir geben. Am 26.9. ist es soweit und das kurfürstliche Schloss öffnet seine Türen für ambitionierte Frauen.

Du möchtest dabei sein? Dann sichere Dir hier Dein Ticket. Mit meinem Rabattcode: Job-Symp_Speaker erhälst Du 15% Rabatt.

Das ist das erste Mal, dass talentista mit eigenem “Stand” und Branding da draußen in der Welt einen großen Auftritt hat. Daher habe ich mir ein ganz besonderes Goodie überlegt, das die Teilnehmerinnen bei uns am talentista Stand mitnehmen können. Was das genau ist bleibt noch geheim…

Ist das Brigitte Job Symposium das richtige für mich?

Ich muss wirklich sagen, dass mich die Qualität der Brigitte Academy Veranstaltungen wirklich “umgehauen” hat. Die Dichte an Speakern, Workshops und tollen Gelegenheiten zum Netzwerken ist riesig. Daher ist der Besuch eine klare Empfehlung von mir. Der Preis für das Ticket ist mit 299 Euro bzw. 199 Euro für Brigitte Abonennten aber sicher kein Schnäppchen. Außerdem kann einen das Programm glaube ich erschlagen, weil es so vielfältig ist. Daher solltest Du Dir auf jeden Fall vorher einen Plan zu recht legen, wen Du sehen willst und mit wem Du sprechen willst. Aus Erfahrung sind die Speaker sehr zugänglich und Du kannst jede ansprechen, aber dazu musst Du ja definitiv vorher wissen, welche Fragen Du hast. Unter dieser Voraussetzung ist das Geld auf jeden Fall top investiert. (Und vielleicht sponsort Dich auch Dein Chef?!)

Auf welche Programmpunkte des Brigitte Job Symposium freue ich mich besonders

Die Brigitte Academy erwartet ca. 500 Besucherinnen in Mainz und das Programm ist voll gepackt mit interessanten Speakern. Ich persönlich habe auch schon meine Favoritinnen, die ich mir unbedingt mal live, bunt und in Farbe anschauen möchte.

Allen voran die großartige Isabel Garcia, die ich bisher nur aus Podcast Interviews kenne. Sie ist Kommunikationstrainerin und möchte Ihren Kundinnen zu ihrem persönlichen Kommunikationsstil verhelfen. Denn sebstsicher kann ja nur sein, wer sich nicht verstellt. Ihre unterhaltsame und wertschätzende Art hat mir schon immer super gefallen und daher freue ich mich, sie persönlich kennen zu lernen.

Auch gespannt bin ich darauf, Vera Strauch kennen zu lernen. Ich verfolge Ihren “Female Leadership Podcast” schon eine ganze Weile und finde Ihren Content sehr spannend. Aber das ist nur ein kleiner Ausgriff und nach dem letzten Brigitte Event (dem Finazsymposium in München) weiss ich, dass man vorher noch gar nicht wissen kann, welche tollen Menschen einem über den Weg laufen.

Ich würde mich freuen, talentistas an meinem Coaching Stand zu begrüßen! Lasst uns Deine Fragen anpacken!

PS: Zum Ticketkauf geht es hier.

 

Am 10. Und 11.Oktober wird talentista auf der herCAREER in München unterwegs sein. Und das gleich in drei verschiedenen spannenden Rollen. Aber bevor ich in der Tiefe über unseren Auftritt spreche, möchte ich Dir die herCAREER noch kurz vorstellen. Vielleicht hast Du gleich Lust dabei zu sein?! (Pssssst für meine Newsletter Abonnenten habe ich natürlich mal wieder kostenlose Tickets. Melde Dich doch einfach gleich an)

Was bietet die herCAREER?

Die herCAREER ist die größte deutsche Leitmesse für das Thema Frauen und Karriere. Sie bietet ein sehr umfangreiches Programm, das weit über das Thema Bewerbung hinausgeht. Ob Finanzen, Familiengründung, Persönlichkeitsentwicklung, Coaching sowie Selbstständigkeit, auf der herCAREER wird sicher jede Frau, die sich für Business Themen interessiert fündig. Es gibt die Ausstellerfläche, auf der sich Unternehmen als Arbeitgeber präsentieren und bei denen man sich auch direkt bewerben kann. Aber das Rahmenprogramm geht noch weit darüber hinaus. Beispielsweise gibt es zahlreiche interessante Fachvorträge und Impulse von Rolemodels und Vorbildern aus der Industrie sowie die herCAREER@Night das große Netzwerk Dinner.

Warum gibt es die herCAREER?

Die Gründerin der herCAREER Natascha Hoffner hat am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, als Mutter wieder ins Berufsleben einzusteigen. Mit diesen Erfahrungen gewappnet, gründete sie die herCAREER, um alle Stationen des (weiblichen) Berufslebens, den Einstieg, Umstieg, Aufstieg und auch den Wiedereinstieg zu begleiten. Schlicht, weil ihr selbst dieses Angebot auf dem Messemarkt noch fehlte und weil sie eine Plattform schaffen will, die Frauen unterstützt gezielt Netzwerke aufzubauen, um sich selbst erfolgreich(er) zu machen. Mittlerweile kommen tausende Besucherinnen auf die herCAREER und das Programm kann sich wirklich sehen lassen.

talentista auf der herCAREER

Wir werden auf der herCAREER 2019 gleich drei Programmpunkte supporten. Zum einen wird Johanna ihr Buch „Der Girlboss Mythos“ beim Authors Meet-up vorstellen und dabei von Susanne Klingner von der SZ Plan W interviewt. Außerdem stellen wir unser neues Konzept zum externen Mentoring und Coaching von weiblichen High Potentials beim Expert Meet-up vor. Und last but not least sind wir als Table Captain beim Netzwerk Dinner auf der herCAREER@Night dabei. Viele Gelegenheiten also, um mit uns ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Ich freue mich schon sehr auf diese zwei Tage.

Solltest Du auf der herCAREER dabei sein, empfehle ich Dir auf jeden Fall das Planungstool auf der herCAREER Seite zu benutzen. Hier kannst Du spannende Vorträge oder Aussteller vormerken, damit Du auch den Überblick behälst.

Ein Thema, das mich in meiner Karriere einige Male begleitet hat ist die Frage: “Was bringen mir standardisierte Persönlichkeitstests?”

Kurzum ich wurde in meiner berufllichen Entwicklung mehrmals mit solchen Tests “beglückt” und mein Fazit gleich vorweg – diese Tests sind für mich Fluch und Segen zugleich.

Was stört mich an standardisierten Persönlichkeitstests?

Ich erinnere mich noch lebhaft an meinen ersten Test. Wie bei wahrscheinlich vielen war es der DISG. Dieser teilt die Menschheit in vier Hauptcharaktergruppen ein. Und ich habe meinen DISG in einem Führungskräfteseminar gemacht. Im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern, war ich relativ neu in der Firma. Sprich das Seminar, die vielen neuen Leute, das “Erleben” der neuen Firmenkultur – das alles war sowieso schon recht anstrengend für mich. Und dann auch noch “getestet” werden?! Ich empfand die Situation als relativ stressig. Auch weil die Trainer des Seminares nicht unbedingt Experten dafür waren, den Test und die Ergebnisse zu erklären. Sprich es wurde sogar davon gesprochen, was ein “gutes” Profil und ein “schlechtes” Profil wäre. Ich fühlte mich absolut in eine Schublade gesteckt und ging in eine innere Verweigerungshaltung. Daher meine Lernerfahrungen: Wenn schon Test, dann bitte von Profis erklärt und bitte nicht wertend. Jede Charakterausprägung ist immer zugleich eine Stärke und Schwäche, daher kann der Test nicht “gut” oder “schlecht” ausfallen.

Neuer Test, neues Glück? Was bringen mir standardisierte Persönlichkeitstests?

Mein zweiter Test – wieder im Rahmen eines Führungskräfteseminars – war das Hogan Assessment. Zwei Dinge fand ich an diesem Test auf Anhieb sympathinscher. Zum einen wird man nicht in Kategorien eingeteilt und damit entfällt das unangenehme Schubladengefühl. Bei Hogan werden bestimmte Eigenschaften (z.B. Ausgeglichenheit) statistisch mit hundertausenden Profilen der Menschen verglichen, die den Test ebenfalls gemacht haben. Das heißt Du bekommst keine Bewertung wie Du (angeblich) bist, sondern eher wie Du Dich tendenziell im Vergleich zu (vielen) anderen verhälst. Für mich persönlich war das viel leichter verdaulich. Außerdem zeigt Dir der Test eine Ausprägung zwischen zwei Polen. Das heißt auf einer Skala mit verschiedenen Dimensionen bekommt man ein Spektrum.

Ich war beispielsweise wissbegieriger aber weniger besonnen als der Durchschnitt und damit im Mittelfeld der Eigentschaft “Ausgeglichenheit”. So konnte ich mich besser verstehen und erkannte mich differenzierter wieder. Der Nachteil: Die Statistik hinter dem Test ist sehr komplex. Und wir brauchten eineinhalb Tage des Seminars, um den Test und die Ergebnisse überhaupt verstehen zu können. Danach hätte ja der spannende Teil begonnen. Nämlich die Ableitung der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen. Dafür war dann leider nicht mehr richtig Zeit. Sprich ich fand das Resultat zwar spannend, aber teilweise auch kurios (Warum habe ich einen unterdurchschnittlichen Ehrgeiz?!). Lernerfahrung Nummer drei: Bitte die Teilnehmer nicht mit den Eregebnissen des Tests alleine lassen!

Happy testing – endlich ein Test, der mir etwas gebracht hat

Nach längerem hadern mit meinem Job, hatte ich das schleichende Gefühl, dass ich vielleicht selbst Schuld bin. Sprich, wenn kein Job zu mir passt, vielleicht passe dann ich einfach zu keinem Job?! Also griff ich in die Tasche und gönnte mir eine individuelle Potentialanalyse. Heute würde man das “ich investierte ich mich selbst” nennen. Aber das wusste ich damals ja noch nicht :-). Der Test war ein für das Militär entwickelter Standardtest, mit ähnlichem Grundmuster wie Hogan. Sprich statistischer Vergleich und Ausprägung der Charaktereigenschaft. Was dieses Mal anders war, war, dass meine Coachin auch noch eine qualitative Analyse dazuspielte. Sie lies mich auch Situationen aus meinem Leben reflektieren, zum Beispiel, in welchen Arbeitssituationen ich mich richtig wohlfühle, etc.

So wurde das Ergebnis des Tests (z.B. hoher Freiheitsdrang) sehr genau auf meine konkrete Situation angepasst. Sprich Großkonzern?! Das kann wahrscheinlich nicht passen. Endlich ein Testergebnis mit dem ich weiterarbeiten konnte, auch wenn es noch Jahre dauern würde bis ich die Ergebnisse für mich akzeptierte und in die Tat umsetzte…

Und damit Lernerfahrung Nummer 4: Testen bringt nichts, wenn Du nicht in die Umsetzung kommst. Daher Talente in Taten transformieren, Mädels. #beatalentista

 

 

 

 

Photocredit: rawpixel

Heute möchte ich über ein Thema sprechen, das mir sehr am Herzen liegt. Nämlich wo genau liegt der Unterschied zwischen einem Coach vs. einer Personen, die Dir einen Rat gibt.

Warum ich mich für Coaching entschieden habe

Wer mich persönlich kennt, weiß, ich bin extrovertiert. Ich rede gerne und viel und das mit lieben Menschen, Freunden, Arbeitskollegen…. kurzum: Ich habe keine Probleme, meine 20.000 Worte am Tag loszuwerden. Und auch wenn es mir nicht gut geht oder ich vor einer Herausforderung stehe, hatte ich nie Probleme damit, mich meinen Freunden und meiner Familie zu öffnen.

Aber gerade bei beruflichen Fragestellungen half mir das meistens nicht. Während so mancher Liebeskummer schnell vergessen war, wenn ich die Situation erstmal mit meinen Freundinnen seziert hatte, in Sachen Job blieb dieser positive Effekt oft aus. Im Gegenteil, oft erhielt ich hier frustrierende Antworten. Entweder, weil keiner Rat wusste oder weil mein Umfeld teilweise kein Verständnis für meine Probleme hatte. Und das nicht, weil ich ihnen nicht wichtig bin. Sondern, weil sie zu weit weg von meiner Situation waren. Und das frustriert ja meistens beide Seiten.

Was bringt ein Coach vs. jemand, der einen Rat gibt

Seit ich einen professionellen Coach habe, gehe ich mit haarigen Situationen direkt zu ihr. Ich weiß genau, was ich bei ihr bekomme. Sie ist nicht meine Mutter. Sie ist nicht meine Freundin. Sie ist ausschließlich mein Coach, die mir bei beruflichen Fragestellungen hilft. Das Wichtigste ist: ich habe mir einen Coach gesucht, die weiß, wovon ich spreche. Meine Eltern beispielsweise arbeiten beide nicht in der Wirtschaft oder Industrie. Komplexe Bewerbungsverfahren und Beförderungsprozesse? Davon haben sie noch nie etwas gehört. Langatmige und ineffiziente Meetings – kennen sie nicht. Mein Coach hingegen kommt auch aus einer Fürhungsposition in der Corporate Welt und versteht daher sofort, was ich meine, wenn ich bestimmte Situationen schildere.

Außerdem hat mein Coach keine Historie mit mir. Sie arbeitet mit mir dort, wo ich gerade stehe. Sie ist nicht gleichzeitig meine beste Freundin, die mich in- und auswendig kennt, aber ihren Fokus auch eher auf mir als Privatperson hat. Mein Coach kennt mich in der für das berufliche Coaching ausschlaggebenden Rolle als Führungskraft. Und das ist in diesem Zusammenhang ja viel relevanter.

Emotionale Unabhängigkeit

Mein Coach hat keine Emotionen im Spiel. Ihr Ziel ist, dass ich mit meiner Herausforderung weiterkomme. Danach gehen wird getrennte Wege. Ihre Gefühle und ihr Leben sind nicht von meinen beruflichen Entscheidungen abhängig. Daher ist mein Coach wirklich neutral. Was meine Eltern beispielsweise ja niemals sind oder sein werden. Bis vor wenigen Jahren, waren sie stets von der Angst geprägt, ich könnte alles hinschmeißen und mittellos bei ihnen vor der Tür stehen. Unrealistisch?! Ja auf jeden Fall – aber so tickt Angst nunmal. Sie ist nicht realistisch. Und aus Angst heraus geben wir keine neutralen Ratschläge. Kein Wunder, dass meine Eltern immer dafür plädierten, dass ich vermeintlich sichere Jobs behalte und wenig (am liebsten keine) Risiken eingehe. So kann man sich aber nicht weiterentwicklen.

Erst durch Gespräche mit meinem Coach habe ich erkannt, was wirklich in mir steckt. Dass ich mir deutlich mehr zutrauen darf und auch mehr Risiken eingehen darf.

Ein Coach sollte Dir einen Schritt voraus sein

Ich glaube fest daran, dass unser Mindset sich besonders gut weiterentwickeln kann, wenn wir uns mit Menschen umgeben, die dort sind wo wir hinwollen. Klar ist es toll eine Peer Group von Leute um sich zu haben, welche die selben Probleme hat. Wir können uns austauschen und sind wir ehrlich – oft auch ausheulen. Das tut gut, bringt uns aber schlussendlich der Lösung nicht unbedingt näher. Wenn jemand aber schon durch die Situationen durchgegangen ist und sie erfolgreich gemeistert hat, dann hat er den Erfahrungsschatz und das Werkzeug, das Du noch nicht hast. Davon kannst Du sehr profitieren! So hilft Dir der Coach dabei den Weg zu definieren. Eine Peer Group kann dann helfen, diesen Weg zu gehen.

 

 

 

 

 

 

Photocredits: Asadphotography

Nun ist er also da – der letzte Tag im alten Job. Hier kommen meine top 3 To Dos, was Du tun solltest, um diesen Tag optimal zu nutzen. Einer der ersten Posts auf diesem Blog, war ja meine top 3 für den ersten Tag im neuen Job. Dies ist jetzt also das Gegenstück dazu.

Ich habe ja vor ein paar Tagen schon recht ausführlich berichtet, dass die Entscheidung für (oder gegen) eine Kündigung oft recht emotional ausfallen kann. Daher ist es meiner Meinung nach total normal, dass auch der letzte Tag im alten Job Emotionen mit sich bringt. Bei mir kam dann sogar oft nochmal eine Art Wehmut auf. So nach dem Motto “war doch alles so schön”. Gleichzeitig kann es aber auch sein, dass Du bereits innerlich mit dem Job abgeschlossen hast, dann kann es oft sehr erleichternd sein, wenn es dann auch wirklich vorbei ist.

Gefühle sind Gefühle

Und damit sind Sie keine objektiven Gründe, von denen Du Dich leiten lassen solltest. Wenn Du also rational an Deine Entscheidung herangegangen bist. Idealerweise mit einer Liste an Zielen bzw. Anforderungen, die Du künftig suchst. Dann kannst Du genau diese Liste jetzt wieder hervorkramen und Dir klar machen, dass Du verdammt gute Gründe hattest zu kündigen. Auch wenn Dich jetzt vielleicht Gefühle von Veränderungsangst und Wehmut plagen. Mach Dir klar, dass du eine Entscheidung getroffen hast und dass Du alles versucht hast, um Deine Ziele in diesem Job umzusetzen. Wenn Du Deine Veränderung vielleicht sogar mit einem Coach besprochen hast, umso besser. Dann weisst Du, dass auch eine neutrale und emotionl nicht beteiligte Person Dich begleitet hat. Und hoffentlich sichergestellt hast, dass Du zu einer runden Entscheidung kommst.

Genieße das, was gut war

Heute ist wahrscheinlich Dein letztes Mal in dieser Firma, diesem Büro mit diesen Kollegen. Zumindest in dieser engen Form der Zusammenarbeit, werdet ihr nicht mehr zusammenkommen. Daher solltest Du unbedingt diesen Tag nutzen, das, was gut war auszukosten und bewusst zu erleben. Ich versuche zum Beispiel mich auf jeden Fall persönlich von allen zu verabschieden, die mir wichtig sind. Egal, was es in Deinem Fall ist, nutze es aus. Der Ausblick von der Büroterrasse? Der leckere Kaffee in der Kantine? Jetzt oder nie! Egal, unter welchen Umständen Deine Kündigung erfolgt ist, es gibt immer Dinge, auf die Du trotzdem positiv zurückschauen solltest. Daher #Dankbarkeit!

Schlage nie eine Tür zu, die Du auch angelehnt lassen kannst

In den letzten 12 Monaten sind folgende Dinge passiert: Einer meiner Ex-Chefs wurde mein erster Kunde in meiner Selbstständigkeit als Strategieberaterin. Ein Mitglied des Management Teams meiner ersten Firma, rettete mir den Popo, in dem er bei einem Event als Speaker einsprang. So verhinderte er, dass das ganze Event (für das ich verantwortlich war) abgesagt werden musste. Und ein weiterer Ex-Chef ludt mich zur Weihnachtsfeier ein, obwohl ich seit 7 Monaten nicht mehr in der Firma arbeitete. Nicht zu vergessen der Pförtner, der mir einen Parkausweis für einen Parkplatz besorgte, auf dem ich eigentlich nicht hätte parken dürfen, Monate, nachdem ich nicht mehr dort arbeitete.

Was ich damit sagen will? Es lohnt sich immer, (wenn es irgendwie geht) einen positiven Abschluss zu finden. Und es lohnt sich immer, mit guten Menschen in Kontakt zu bleiben. Freundlich zu sein, menschlich, ehrlich und offen. Deine Frustration ist verständlich und ja, wahrscheinlich ist nicht alles perfekt gelaufen, aber das nun in den Vordergrund zu stellen ist kleinlich. Du hast gekündigt. Du hast für Dich die Weichen neu gestellt. Das ist was zählt. Nachtragen oder Nachtreten ist in den meisten Fällen kleinlich. Der letzte Tab im alten Job ist nicht der Tag der großen Abrechnung. Außer bei Arschlöchern 😉

 

 

 

 

 

Photocredits: Jeremy Bishop