Beiträge

HerCareer 2019

am 10. und 11. Oktober fand in München die herCareer 2019 statt. Und wenn die Veranstalterin Natascha Hoffner von “Deutschlands größter Karrieremesse für Frauen” spricht, dann verstehe ich spätestens jetzt, was sie damit meint.

Das Programm der herCareer 2019

An zwei Tagen platzte das Programm fast aus allen Nähten und die Vorträge und Veranstaltungen waren so umfangreich, dass die Terminpläne in Postergröße ausgedruckt werden mussten. Mit talentista war ich für zwei Vorträge gebucht. Einmal das Authors Meet-up zu meinem Buch “Der Girlboss Mythos” im Interview mit SZ Redakteurin Susanne Klingler. Zum anderen hatte ich ein Expert Meet-up zu HR Themen, bei dem es darum ging zu besprechen, was Unternehmen konkret tun können, um Gender Diversity zu fördern. Dabei sollte es natürlich auch um die Rolle von externem Mentoring und Coaching gehen.

Mein Authors Meet-up

Neben den üblichen verdächtigen Fragen wie zum Beispiel: “Braucht es wirklich noch ein Buch über Gender Diversity in Deutschland?” entwickelte sich die Diskussion sehr spannend. Einige Fragen drehten sich nämlich daraum, wo genau die Unterschiede zwischen Männern und Frauen liegen, die es auch rechtfertigen, dass man Frauen gesondert (nicht mehr sondern separat) fördert. Ein Thema über das ich ja in diesem Artikel schon viel zu  meinem Standpunkt geschrieben habe. In Kürze: “Ja es macht Sinn Frauen andere Schulungsangebote zukommen zu lassen.“ Eine Teilnehmerin des Meet-ups fragte: „Stimmt es das Frauen sich in Gehaltsverhandlungen weniger trauen und frecher und forscher sein könnten?“ An der Formulierung merkte man schon die Denkweise: Frauen, die ihr Gehalt verhandeln sind also frech und forsch? Meiner Meinung nach ist es normal, dass dein Wert sich auch in deinem Gehalt wiederspiegelt, oder?

Der Bücherstand auf der herCareer…

…war der zentrale Anlaufpunkt für die Autoren. Hier gab es auch die Möglichkeit Bücher zu signieren. Aber bis ich mich von den vielen spannenden Gesprächen loseisen konnte, war mein Buch *Trommelwirbel* bereits ausverkauft. Ich konnte es gar nicht glauben, in nur 10 Minuten waren die Exemplare weg. Das ist wohl das Großartigste, was einer Autorin bzw. Speakerin passieren kann, dass die Zuhörer direkt weitergehen und das Buch dann auch tatsächlich kaufen.

talentistas vor Ort

Genial war es auch von meinen talentista Followern angesprochen zu werden und einige von Euch (endlich!) persönlich kennen zu lernen. Ich liebe die Stories darüber, wie ihr zu talentista findet. Also über welche Wege kommt ihr hierher? Und die Geschichten darüber sind sehr vielfältig und für mich ist es immer wieder überwältigend zu hören: „Ah, du bist die Johanna von talentista!“ Und zu merken: Wow, was ich mache kommt bei denjenigen an, bei denen es ankommen soll. Danke für die vielen inspirierenden Gespräche und ja, wenn ihr mich auf einem Event trefft, sprecht mich bitte auf jeden Fall an. Ich liebe den Austausch mit dieser großartigen Community.

 

 

Mentoring talentista

Gleich vorweg: talentista ist kein Nachhilfeprogramm für Frauen! Männer und Frauen können gleichermaßen von Coaching und Mentoring profitieren. Aber wie kam das eigentlich, dass talentista als Angebot speziell für Frauen aufgebaut wurde? Das ist auch so eine Frage, die mir häufiger begegnet. Das lustige daran ist, es war gar nicht so geplant. Im ursprünglichen Business Plan war eigentlich ein Angebot für Männer und Frauen angedacht. Aber dann kam alles anders…

 

Der Girlboss Mythos

Der erster Draft für talentista entstand im Dezember 2018 und konkretisierte sich dann im Januar 2019. Meine Motivation: Ich wollte ein Angebot schaffen, wie es mein jüngeres Selbst es gebraucht hätte. Unterstützung, Support, Weichenstellung, Entscheidungshilfe – Kurzum ein Mentoring für den Berufseinstieg und weit darüber hinaus. Dabei hatte ich zunächst Männer und Frauen auf dem Radar. Warum auch nicht? Der Berufseinstieg und die ersten Jahre im Job sind kniffelig und das ganz unabhängig vom Geschlecht. Doch dann erschien im März 2019 mein Buch „Der Girlboss Mythos“, das sich mit den statistischen Fakten rund um Gender Diversity und Gleichberechtigung in Deutschland und Europa befasst. Und mit dem Buch kam die Erkenntnis: wow Männer und Frauen sind in vielen Punkten unterschiedlich und das Wissen aus meinem Buch sowie fünf Jahren Recherche kann ich sehr gut in meine Programme einbringen!

 

Naja und dann bin ich selbst eine Frau…

…und auch das ist gut so. Für mich steht Work-Live-Integration ganz oben auf meiner Prioritäten Liste für meinen Job. Damit meine ich, dass ich mich als „ganzen Menschen“ in die Arbeit einbringen möchte. Mit meinen Vorlieben, meinen Geschichten und Anekdoten und meinem Netzwerk. Und als ich mehr über das Thema nachdachte, wurde mir klar: das ich eine Frau bin, ist wichtig in dem ganzen Zusammenhang. Es ist Teil meiner Karriereentwicklung und Teil von mir und diesen Teil will ich auch in meine Seminare einbringen können. Ich möchte Anekdoten erzählen, bei denen die Mehrheit der weiblichen Teilnehmerinnen sofort verstehen wird, was ich meine. Und ich will die tollen Frauen in meinem Netzwerk mitbringen und gemeinsam wollen wir auch deren Geschichten teilen.

 

Unterschiede wegzudiskutieren bringt nichts

Ganz oft höre ich auch, dass es ja keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen gäbe. Oder das die Geschlechterunterschiede relativ unwichtig seien im Vergleich zu beispielsweise anderen charakterlichen Faktoren. Und ja das stimmt zu einem bestimmten Grad auch. Der oder die Einzelne wird von viel, viel mehr bestimmt als nur dem Geschlecht! Und es gibt natürlich auch die eher untypischen Frauen (und wer mich kennt, weiß, dass ich selbst sogar eher zu dieser Kategorie gehöre) und trotzdem können wir statistisch erkennen, das bestimmte Verhaltenstendenzen bei Frauen und Männern mit hoher Wahrscheinlichkeit unterschiedlich sind. Ich nenne hier gerne Themen wie Motivatoren, das Auftreten in Verhandlungs- oder Konfliktsituationen. Und auch die Lebenswege zum Beispiel das Thema Familienplanung unterscheidet sich weiterhin massiv! Diese Unterschiede einfach zu ignorieren nach dem Motto: Wenn wir sie nicht beachten, dann sind sie auch nicht da, bringt nichts. Und darauf zu warten, dass die große gesellschaftspolitische Zeitenwende einsetzt, dauert mir persönlich zu lange.

Und deshalb möchte ich mich talentista ein Angebot für Unternehmen schaffen, dass sie dabei unterstützt ihre weiblichen Mitarbeiterinnen zu fördern. Gerne in Kombination mit einem ähnlichen Angebot für Männer!

Am 10. Und 11.Oktober wird talentista auf der herCAREER in München unterwegs sein. Und das gleich in drei verschiedenen spannenden Rollen. Aber bevor ich in der Tiefe über unseren Auftritt spreche, möchte ich Dir die herCAREER noch kurz vorstellen. Vielleicht hast Du gleich Lust dabei zu sein?! (Pssssst für meine Newsletter Abonnenten habe ich natürlich mal wieder kostenlose Tickets. Melde Dich doch einfach gleich an)

Was bietet die herCAREER?

Die herCAREER ist die größte deutsche Leitmesse für das Thema Frauen und Karriere. Sie bietet ein sehr umfangreiches Programm, das weit über das Thema Bewerbung hinausgeht. Ob Finanzen, Familiengründung, Persönlichkeitsentwicklung, Coaching sowie Selbstständigkeit, auf der herCAREER wird sicher jede Frau, die sich für Business Themen interessiert fündig. Es gibt die Ausstellerfläche, auf der sich Unternehmen als Arbeitgeber präsentieren und bei denen man sich auch direkt bewerben kann. Aber das Rahmenprogramm geht noch weit darüber hinaus. Beispielsweise gibt es zahlreiche interessante Fachvorträge und Impulse von Rolemodels und Vorbildern aus der Industrie sowie die herCAREER@Night das große Netzwerk Dinner.

Warum gibt es die herCAREER?

Die Gründerin der herCAREER Natascha Hoffner hat am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, als Mutter wieder ins Berufsleben einzusteigen. Mit diesen Erfahrungen gewappnet, gründete sie die herCAREER, um alle Stationen des (weiblichen) Berufslebens, den Einstieg, Umstieg, Aufstieg und auch den Wiedereinstieg zu begleiten. Schlicht, weil ihr selbst dieses Angebot auf dem Messemarkt noch fehlte und weil sie eine Plattform schaffen will, die Frauen unterstützt gezielt Netzwerke aufzubauen, um sich selbst erfolgreich(er) zu machen. Mittlerweile kommen tausende Besucherinnen auf die herCAREER und das Programm kann sich wirklich sehen lassen.

talentista auf der herCAREER

Wir werden auf der herCAREER 2019 gleich drei Programmpunkte supporten. Zum einen wird Johanna ihr Buch „Der Girlboss Mythos“ beim Authors Meet-up vorstellen und dabei von Susanne Klingner von der SZ Plan W interviewt. Außerdem stellen wir unser neues Konzept zum externen Mentoring und Coaching von weiblichen High Potentials beim Expert Meet-up vor. Und last but not least sind wir als Table Captain beim Netzwerk Dinner auf der herCAREER@Night dabei. Viele Gelegenheiten also, um mit uns ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Ich freue mich schon sehr auf diese zwei Tage.

Solltest Du auf der herCAREER dabei sein, empfehle ich Dir auf jeden Fall das Planungstool auf der herCAREER Seite zu benutzen. Hier kannst Du spannende Vorträge oder Aussteller vormerken, damit Du auch den Überblick behälst.

Am 10. Und 11.Oktober wird talentista auf der herCAREER in München unterwegs sein. Und das gleich in drei verschiedenen spannenden Rollen. Aber bevor ich in der Tiefe über unseren Auftritt spreche, möchte ich Dir die herCAREER noch kurz vorstellen. Vielleicht hast Du gleich Lust dabei zu sein?! (Pssssst für meine Newsletter Abonnenten habe ich natürlich mal wieder kostenlose Tickets. Melde Dich doch einfach gleich an)

Was bietet die herCAREER?

Die herCAREER ist die größte deutsche Leitmesse für das Thema Frauen und Karriere. Sie bietet ein sehr umfangreiches Programm, das weit über das Thema Bewerbung hinausgeht. Ob Finanzen, Familiengründung, Persönlichkeitsentwicklung, Coaching sowie Selbstständigkeit, auf der herCAREER wird sicher jede Frau, die sich für Business Themen interessiert fündig. Es gibt die Ausstellerfläche, auf der sich Unternehmen als Arbeitgeber präsentieren und bei denen man sich auch direkt bewerben kann. Aber das Rahmenprogramm geht noch weit darüber hinaus. Beispielsweise gibt es zahlreiche interessante Fachvorträge und Impulse von Rolemodels und Vorbildern aus der Industrie sowie die herCAREER@Night das große Netzwerk Dinner.

Warum gibt es die herCAREER?

Die Gründerin der herCAREER Natascha Hoffner hat am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, als Mutter wieder ins Berufsleben einzusteigen. Mit diesen Erfahrungen gewappnet, gründete sie die herCAREER, um alle Stationen des (weiblichen) Berufslebens, den Einstieg, Umstieg, Aufstieg und auch den Wiedereinstieg zu begleiten. Schlicht, weil ihr selbst dieses Angebot auf dem Messemarkt noch fehlte und weil sie eine Plattform schaffen will, die Frauen unterstützt gezielt Netzwerke aufzubauen, um sich selbst erfolgreich(er) zu machen. Mittlerweile kommen tausende Besucherinnen auf die herCAREER und das Programm kann sich wirklich sehen lassen.

talentista auf der herCAREER

Wir werden auf der herCAREER 2019 gleich drei Programmpunkte supporten. Zum einen wird Johanna ihr Buch „Der Girlboss Mythos“ beim Authors Meet-up vorstellen und dabei von Susanne Klingner von der SZ Plan W interviewt. Außerdem stellen wir unser neues Konzept zum externen Mentoring und Coaching von weiblichen High Potentials beim Expert Meet-up vor. Und last but not least sind wir als Table Captain beim Netzwerk Dinner auf der herCAREER@Night dabei. Viele Gelegenheiten also, um mit uns ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Ich freue mich schon sehr auf diese zwei Tage.

Solltest Du auf der herCAREER dabei sein, empfehle ich Dir auf jeden Fall das Planungstool auf der herCAREER Seite zu benutzen. Hier kannst Du spannende Vorträge oder Aussteller vormerken, damit Du auch den Überblick behälst.

Assessment Center

Wieso ticken Frauen bei der Karriereplanung anders? Oder auch: warum gibt es Dein Angebot nicht für Männer? Diese oder ähnliche Fragen werden mir regelmäßig gestellt, wenn ich über talentista berichte.

Jeder junge Mensch kann von Mentoring profitieren

Zunächst mal ist mir eines dabei sehr wichtig: Jeder (junge) Mensch profitiert meiner Meinung nach, wenn er oder sie Unterstützung bei der Entwicklung eines gewissen Lebensplans oder auch einer gezielten Karriereplanung bekommt. Ob Mann oder Frau – das kann meiner Meinung nach fast jede(r) gebrauchen. Manche haben das Glück durch bestimmte Charaktereigenschaften und die Erziehung eine sehr gute Resilienz mitbekommen zu haben und quasi wie von selbst immer wieder auf den richtigen Kurs zu kommen. Aber wie ich hier auch schreibe, das ist Glück! Und so ein großes Glück über so eine gefestigte Persönlichkeitsstruktur zu verfügen, hat schlicht nicht jeder. Manche Menschen haben auch tolle Vorbilder in ihrem Leben, die es vielleicht sogar schaffen eine Mentorenrolle einzunehmen, ohne bewusst oder unbewusst emotionalen Druck aufzubauen. Aber auch hier hat der Zufall seine Finger im Spiel.

Insofern meine These: fast jeder profitiert von einem vernünftigen Mentoring – ob Mann oder Frau.

Warum talentista dennoch ein Angebot für Frauen ist

Trotzdem habe ich mich bewusst dazu entschieden, talentista gezielt als ein Angebot für Frauen aufzusetzen. Nochmal ganz wichtig: Nicht weil ich glaube, dass Frauen hier besondere Nachhilfe brauchen. Sondern weil ich mich in meinem Angebot genau auf diese Zielgruppe spezialisieren möchte. Denn in meinem Buch stecken 5 Jahre Forschung und Studienwälzen und daher weiß ich, an welchen Stellen die Knackpunkte liegen, die weibliche von männlicher Karriereplanung unterscheidet. Außerdem kann ich viel mehr von meinen persönlichen Erfahrungen als Frau berichten und dadurch viel mehr Authentizität und Emotionalität in das Programm einbringen. Und das gibt mir wiederum das Gefühl, etwas Sinnvolles in der Welt zu bewegen.

An welchen Stellen ticken Frauen bei der Karriereplanung anders?

Zunächst einmal lässt sich natürlich auch die Gruppe der Frauen nicht über einen Kamm scheren. Auch innerhalb dieser sehr großen Gruppe gibt es selbstverständlich noch viele weitere differenzierende Merkmale neben dem Geschlecht. Ich treffe introvertierte und extrovertierte Kundinnen mit unterschiedlichsten Charaktereigenschaften. Das heißt mit dem Thema Frau ist es noch lange nicht getan, da fängt meine Arbeit erst richtig an. Dennoch kann ich drei Punkte festnageln, an denen ich bei den meisten Frauen Handlungsbedarfe sehe. Und das bestätigen nicht nur die Studien, die ich für mein Buch gewälzt habe sondern auch meine Coachingpraxis.

Knackpunkt 1: Unconcious Bias

Der Unconcious Bias oder die unbewusste Ungleichbehandlung sorgt dafür, dass Mädchen von Geburt an anders behandelt werden als Jungs. Oder umgekehrt. Auch unter dem klingenden Namen „die blau-rosa Falle“ bekannt. Und natürlich müssen wir in Deutschland gar nicht auf die unbewusste Ungleichbehandlung schauen. Denn es gibt auch noch weite Teile der Gesellschaft, die sogar bewusst einen Unterschied zwischen Männern und Frauen machen. Zum Beispiel, indem völlig unterschiedliche Erwartungen an die Geschlechter gerichtet werden. 35% aller Deutschen glauben auch heute noch, dass Frauen ihren Berufswunsch der Familie unterordnen sollten. Und eine Befragung von jungen Erwachsenen bestätigte ebenfalls, dass 21% der jungen Frauen angaben, dass Verwandte ihnen aktiv vom Besuch einer weiterführenden Schule oder einem Studium abgeraten hätten. Bei den Jungen in der Vergleichsgruppe waren es deutlich weniger.

Was Frauen aus diesen bewussten oder unbewussten Ungleichbehandlungen machen ist sehr unterschiedlich. Einige leiden lange unter mangelndem Selbstwert, andere versuchen besonders forsch und hart aufzutreten.

Knackpunkt 2: Weibliche Motivatoren sind oft andere

Auch heute noch wird in vielen Firmen erwartet, dass potenzielle Führungskräfte bestimmte Verhaltensmuster an den Tag legen. Tun sie dies nicht, werden sie oft gar nicht erst als solche erkannt. Ein großes Beispiel dafür ist die sogenannte Machtmotivation: wie deutlich zeigst Du, dass Du Karriere machen willst und wie selbstverständlich zeigst Du die Zeichen der Macht und nutzt diese, um Deine Interessen durchzusetzen? Und genau in den Antworten auf diese Fragen unterscheiden sich viele Frauen von Männern. Sie sind anders motiviert. Nämlich eher dadurch, Wertschätzung und Anerkennung aus der Gruppe zu bekommen. Oder die Möglichkeit zu haben, eine sehr sinnhafte Tätigkeit zu übernehmen, bei der sie auch Empathie und Intuition einsetzen können. In der Leistungsmotivation hingegen gibt es keine signifikanten Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Doch das wird oft verkannt, wenn das offensichtliche Streben nach Macht verhaltener ist.

Knackpunkt 3: Torschlusspanik

Durch das Thema Familienplanung aber auch das Altern im Allgemeinen, setzen sich Frauen viel stärker selbst unter Druck als Männer. Gerade die 30 üben hier auf viele junge Frauen einen großen Druck aus. Unrealistische Erwartungshaltungen an sich selbst, sind die Folge solcher Glaubenssätze wie: „Wenn ich ein Kind habe, kann ich sowieso nichts mehr erreichen“. Oder wenn ich bis Mitte Dreißig nicht meinen Traumjob gefunden habe, kann ich sowieso nie wieder etwas verändern. Solche oder ähnliche Sätze begegnen mir in meiner Coachingpraxis oft. Ambitionen schnell etwas erreichen zu wollen, sind ja auch per se nicht schlecht, aber wenn diese zu schädlichen und zwanghaften Denkmustern führen, werden sie Dich definitiv behindern.

 

Dies sind nur drei Gründe oder Themengebiete, in denen sich jungen Frauen schlicht andere Fragen stellen als jungen Männern. Und meine Leidenschaft ist es hier gemeinsam anzusetzen, die Knackpunkte zu überwinden und zu einer zielführenden Strategie und einem realistischen Umsetzungsplan zu kommen.

Sommer-Leseliste

Lezte Woche sprach mich eine Studentin an, welches Buch ich Ihr für Ihre Sommer-Leseliste 2019 empfehlen würde. Diese Frage war ja genau mein Ding. Ich liebe Bücher und Buchempfehlen finde ich einfach toll. Ich habe sogar eine Freundin, mit der ich bei unseren jährlichen Treffen jedes Mal “Romane tausche”. Ihre Lieblinge des Jahres gegen meine. So landen unweigerlich spannende Bücher bei mir, die ich ohne sie nie kennen gelernt hätte.

Das Konzept der Studentin war, sich von jedem Professor ein Buch empfehlen zu lassen und diese dann über den Sommer zu lesen. Super Idee finde ich. Und schwups war mir klar, das Konzept möchte ich auch auf dem Blog umsetzen. Bitte mach doch mit und schreib mir gleich in die Kommentare, was diesen Sommer auf Deiner Leseliste steht.

Da alle Tipps nur von mir kommen, habe ich versucht, aus allen Kategorien von Fachbuch bis Roman alles dabei zu haben. Und zum Schluss kommt natürlich auch noch das Buch, dass ich aktuell lese.

Sommer-Leseliste 2019 – Sachbuch

Für wen? Du willst als weiblicher (Young) Professional endlich mal verstehen, wie die (Business) Welt so tickt.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du “Lean in” von Sheryl Sandberg schon gelesen hast. Waaaaas? Du hast Lean in noch nicht gelesen?! Dann nutze jetzt den Sommer unbedingt, um das nachzuholen. Das Buch ist ja fast schon ein Klassiker und das zu recht. Es ist so gut und macht einem die Wirkzusammenhänge klar, mit denen sich  Frauen oft selbst im Weg stehen. Absoluter Augenöffner.

Wenn du Lean in schon gelesen hast, dann ist meine zweite Empfehlung aus der Sachbuch Kategorie das großartige Buch “Playing Big” von Tara Mohr. Der Untertitel ist: Find your voice, your vision and make things happen. Ein großes Versprechen, dass aber auf jeden Fall auch eingehalten wird. Das Buch hat mich sehr inspiriert und motiviert. Ist allerdings nur auf Englisch erhältlich.

Sommer-Leseliste 2019 – Roman

Für wen? Feel good Literatur für den Pool, die glücklich macht, Dir aber trotzdem Impulse gibt.

Mein Exemplar von “Das große Los” ist schon kompett zerschlissen, weil ich es so oft verliehen habe. Die Autorin Meike Winnemuth beschreibt in Ihrer Autobiographie, wie sie eine halbe Million gewinnt und auf Weltreise geht. Aber im Unterschied zu einer Reise, versucht sie tatsächlich jeden Monat in einer anderen Stadt zu leben. Und zwar so, als würde sie tatsächlich dort wohnen – Höhen und Tiefen inklusive. Ein Buch das absolut unterhaltsam ist und trotzdem so viel Wichtiges über Angst, Mut und Risiko enthält.

Die Autobiographie der Finanzexpertin Helma Sick habe ich zwar selbst noch nicht gelesen. Aber ich habe “Aufgeben kam nie in Frage” mehrfach verschenkt und das Feedback zu diesem Buch war immer sehr gut. Ich selbst durfte Helma dieses Jahr zum ersten Mal persönlich kennen lernen. Sie ist so ein herzlicher und dennoch klarer Mensch und ihre Lebensgeschichte muss einfach lesenswert sein.

Sommer-Leseliste 2019 – Fachbuch

Für wen? Du willst eine leichtgängige Lektüre und Dich trotzdem aktiv und intensiv mit spannenden Themen beschäftigen.

Das Buch, dass ich aktuell lese “Who can you trust?” von Rachel Botsman fasziniert mich. Sie beschäftigt sich eingehend damit, wie Menschen Ihr Vertrauen in (Online) Netzwerke setzen und was das für die Welt und natürlich Unternehmen bedeutet. Dabei werden spannende Start-up Stories, wie zum Beispiel von AirBnB, Urbansitters oder BlaBlaCar analysiert, was das Buch sehr spannend macht.

Und natürlich kann ich es mir nicht verkneifen, mein Buch zu erwähnen. Der “Girlboss Mythos” räumt mit gängigen Vorurteilen und Mythen der Gender Debatte auf. Wenn Du also nach statistischem Kanonenfutter suchst, um anderen klar zu machen, dass wir durchaus noch ein paar kleinere 😉 Potentiale in Sachen Gleichberechtigung haben, dann ist dieses Buch genau das richtige.

 

So meine Lieben, was fehlt denn noch auf der Liste? Welches spannende Buch liest Du gerade?

wow – das erste halbe jahr talentista ist vorbei.

Höchste Zeit innenzuhalten und Bilanz zu ziehen, was alles passiert ist. Und natürlich über die Ziele zu sprechen, die ich mit talentista habe. Im zweiten Halbjahr 2019 aber natürlich auch darüber hinaus.

Wie kam es überhaupt zur Gründung

Jetzt wo ich so darüber nachdenke, ist mir eingefallen, dass ich hier ja noch nie so richtig darüber geschrieben habe, warum ich talentista eigentlich gestartet habe. Das soll natürlich kein Geheimnis bleiben. Ich habe schon lange ein Faible für Gründung und Unternehmertum. Als ich also in 2018 meine Professur übernahm, war es für die Gelegenheit nebenher freiberuflich tätig zu sein. Und so startete ich Mitte 2018 in die Selbstständigkeit. Dabei dachte ich natürlich: Schuster bleib bei deinen Leisten und machte, dass was ich bis dato in meinem Anstellungsverhältnis getan habe: plus minus Unternehmensstrategie mit Fokus auf Organisationsentwicklung. So weit so gut – über den Jahreswechsel hatte ich länger frei und als ich mal wieder auf einer meiner Joggingrunden unterwegs war, hatte ich plötzlich einen Gedanken im Kopf: Du willst ein „richtiges“ Unternehmen gründen und zwar mit deinen Zielen, Visionen und Inhalten und nicht „nur“ für andere arbeiten. Und so tüftelte ich weiter, was ich gerne mache und gut kann. Und so wuchs über ein paar Wochen hinweg immer klarer die Idee für talentista.

Die ersten sechs Monate talentista

Und so fing ich im stillen Kämmerlein an zu basteln, versuchte aber gleichzeitig schon erste wichtige Kontakte zu knüpfen. Ich ging auf Start-up Veranstaltungen und Netzwerktreffen. Gleichzeitig tüftelte ich an Mission, Vision und dem Angebot herum. Im März stand dann die erste Version der Webseite im Netz und mehr oder weniger gleichzeitig erschien mein Buch. Durch die Recherche für das Buch hatte ich natürlich schon unglaublich viel Stoff zusammen, um zu wissen, welche Unterschiede es für Frauen und Männer am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft gibt. Jetzt musste dieses Wissen aber auch noch auf das Thema Mentoring und Coaching übertragen werden.

Zum Glück war auch gleich Interesse an meinem Thema da. Es folgten zahlreiche Interviews und Speakeranfragen, die mir immer wieder bestätigten, dass das Thema interessant ist. Besondere Highlights waren natürlich das Brigitte Finanzsymposium und das Femboss Festival. Und nicht zu vergessen: Mein allererster Fernsehauftritt!

Sich neben einem Vollzeitjob selbstständig zu machen, ist definitiv nicht immer leicht. Doch was mich wirklich immer pushte war es, Frauen zu treffen, die Interesse an talentista und dem Angebot hatten. Immer wieder durfte ich auf Veranstaltungen tolle Menschen kennen lernen und super interessante Gespräche führen. Ich glaube ohne diese Motivation, hätte ich wohl schon gesteckt…

Was inhaltlich passiert ist

Natürlich ist auch in der Weiterentwicklung der Seite ganz viel passiert. Zum einen kam jede Menge Content auf dem Blog dazu. Ob Bewerbungstipps, Persönlichkeitsentwicklung oder Finanzen – wir sind voller Elan so schnell wie möglich an allen wichtigen Themen vorbei zu kommen, die Frau für Ihre erfolgreiche Karriere braucht. Und es reicht natürlich auch nicht, das hier auf der Seite zu tun. Auf Instagram berichte ich immer mal wieder so ganz aus dem Alltag von talentista. Und seit Juni kam Christina an Bord und übernimmt die Kommunikation auf Linkedin für talentista. Dort gibt es einfach so viele tolle Möglichkeiten in Kontakt zu kommen und spannende Inhalte auch über unsere Seite hinaus zu teilen. Und pssssst: Der nächste Kanal ist auch schon in der Mache und ab August findet ihr auch richtig tollen Content auf Pinterest.

Und last but not least haben auch schon die ersten Coaching Kundinnen zu talentista gefunden und in Strategiesessions wichtige Schritte für ihre Karriere gemacht. Es war so eine große Freude, Euch kennen zu lernen!

 

Und die nächsten sechs Monate: Was 2019 noch so kommt

Die Eventplanung für 2019 ist fast schon abgeschlossen und auch im zweiten Halbjahre werden talentista und ich auf vielen tollen Events unterwegs sein. Wo genau und wie ihr dabei sein könnt erfahrt ihr natürlich immer zuerst im Newsletter und dann natürlich auch hier auf der Seite. So viel sei schon verraten: Das zweite Halbjahr wird genauso „eventreich“ wie das erste und es wird noch einige Gelegenheiten für Dich geben talentista live, bunt und in Farbe zu erleben. Darüber hinaus arbeiten wir mit Hochdruck an einem tollen Angebot für 2020. Was das genau ist und wie Du dabei sein kannst? Lass dich überraschen. Ich freu mich, dass Du den Weg hierher gefunden hast – und natürlich auch wenn Du wieder vorbeischaust.

Am Montag den 3.Juni 2019 war es dann soweit: meine erste Lesung! Diesen Abend möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten und deshalb gibt es natürlich einen Mini Rückblick.

 

Meine erste Lesung – und wie es dazu kam

Dass meine erste Lesung überhaupt zustande kam, verdanke ich dem Zufall. Ich hatte mich spontan zu meinem allerersten Panda Breakfast angemeldet und lernte dort die beiden Powerladies Christina Häussler und Thea Feuerstein kennen. Und während ich den beiden von meinem Buch “Der Girlboss Mythos” erzählte, waren sie sofort überzeugt: Da müssen wir eine Lesung machen. Und schon stand das Orga Team. Um das Event noch spannender zu machen, sprachen wir auch noch Autorin und Managerin Yvonne Kania an, ob sie auch gerne Teil des Events werden würde. Yvonne sagte spontan zu und innerhalb von acht Wochen stellten wir (und wenn ich wir sage, meine ich Christina) das Projekt Lesung auf die Beine.

Bei einer Lesung muss nicht nur vorgelesen werden

Viel spannender ist es ja auch ins Gespräch zu kommen, Leute kennen zu lernen, Fragen zu diskutieren und zu netzwerken. Und das sollte natürlich bei unserem Lesungsabend nicht zu kurz kommen!

Trotzdem lag der Fokus zunächst auf den Büchern. Wir entschieden uns verschiedene Themen aus der Perspektive unserer beider Bücher zu beleuchten. Die gewählten Themen waren: “Selbstwert” und “Motivation”. Und schon in den gewählten Passagen wurde klar, dass Yvonne und ich eher unterschiedliche Blickwinkel auf diese Themen haben.

Auf die Pandas und die anderen Besucher war verlass: Die Fragen aus dem Publikum sprudelten eine Stunde lang und wir kamen in einen tollen Dialog mit dem Publikum und auch miteinander.

 

Fragen aus dem Publikum

Es wurden so viele spannende Aspekte beleuchtet, dass es mir heute besonders schwer fäll “die spannensten” Fragen herauszugreifen. Aber ich versuche mal die Themen herauszupicken, die auch die meisten Wortbeiträge ernteten.

Stimmt es, dass Frauen bei Ihren Chefs häufiger über Probleme reden, statt herauszustellen, was gut gelaufen ist?

Klare Antwort von uns: Jein. Es ist aber definitiv ein Problem, dass uns nicht unbekannt ist. Und meine Antwort war: Viele Frauen, gerade in technischen Jobs, sind sehr sachorientiert/ergebnisorientiert. Das ist aber eine Verhaltensweise, die je nach Chef nicht unbedingt belohnt wird. Wenn Du zum Beispiel an einen Chef gerätst, der Probleme eher ignoriert oder aussitzt (was ja gerade im Großkonzern keine blöde Strategie sein kann), dann kann es natürlich sein, dass Du mit dem Aufzeigen von Problemen selbst zum Problem wirst. Und das, auch wenn 10 andere Dinge gerade super laufen. Hier hilft, den Chef kennen zu lernen.

Hat er einen ergebnis-/sachorientierten Fokus oder fährt er eine “bloß nicht auffallen” Strategie? Wenn ersteres der Fall ist, solltest Du trotzdem darauf achten Erfolge und Probleme im ausgewogenen Maße zu präsentieren. Und natürlich immer auch schon eine mögliche Lösung mitbringen, wenn Du ein Problem präsentierst. Wenn dein Chef eher ein “Aussitzer” ist, solltest Du Dich fragen, ob das Probleme wirklich (und damit meine ich ganz global betrachtet) die Wertigkeit hat, deinen Chef damit aus seiner Komfortzone zu bringen. Eine Leitfrage könnte hier sein: Wenn er das Problem kennt, wird er dann handeln, auch wenn es negative Konsequenzen (z.B. Konflikte) für ihn mit sich bringt? Wenn die Antwort nein ist, dann lohnt es auch nicht das Problem überhaupt vorzustellen. Suche Dir in diesem Fall andere Verbündete zum “Probleme wälzen”.

 

Mein Chef hat mir relativ klar gesagt, dass es nicht sein primäres Ziel ist, uns zu fördern. Er muss mich ja aber in Mitarbeiterrunden bewerten und ggf. auch seine Bewertung gegen seine Kollegen “durchsetzen”. Wenn er nicht aktiv wird, kann ich mich schwer weiterentwickeln. Soll ich gehen?

Dies ist eine “klassische” Situation. Wie geht man mit einem Chef um, der sehr passiv (wenn überhaupt) seiner Führungsrolle nachkommt. Hier ist meine Erfahrung, dass der Chef sich wahrscheinlich nicht ändern wird, d.h. bessere Anlaufpunkte sind Führungskräfte auf gleicher Ebene mit dem Chef oder der “ChefChef”. Führungskräfte auf gleicher Ebene gewinnt man dabei am ehesten durch positive Leistung, die diese in ihren Aufgaben voranbringen.

Sprich versuche durch die Wahl deiner Aufgaben / Projekte oder die Art wie diese erledigt werden, den anderen Führungskräften in der Umgebung etwas gutes zu tun. Den Chef des Chefs kann man, insbesondere wenn man noch neu im Unternehmen ist, direkt ansprechen. Zum Beispiel um einen Termin zum Kaffee trinken bitte, um mehr über die Strategie für die Abteilung zu erfahren. Wenn man dannnoch interessanten Input mitbringt, zum Beispiel einen Outside – In Perspektive auf die Abteilung, ist ein guter Chef Chef immer bereit eine halbe Stunde zu investieren. Sind beide Chefs uninteressiert und passiv, dann hilft über kurz oder lang wahrscheinlich tatsächlicht nur die Reissleine zu ziehen.

 

So meine Lieben, ich bin immer noch ganz begeistert von der Ressonanz und dem tollen Publikum und freue mich auf weitere Veranstaltungen dieser Art.