Beiträge

Wenn ich meinen – mittlerweile sehr geölten “talentista” Pitch halte, höre ich immer wieder ähnliche Fragen. Und das, wie ich finde zu recht, denn es handelt sich immer um sehr valide Punkte, die hier auf den Tisch kommen. Daher möchte ich den heutigen Post nutzen, um diese frequently asked questions zu beantworten.

Aber first things first:

Was ist talentista eigentlich?

talentista ist ein Weiterbildungsanbieter, der Unternehmen dabei unterstützt Mentoring und Coaching für weibliche Mitarbeiterinnen zur Verfügung zu stellen. Natürlich dürfen, können und sollen Frauen unsere Angebote auch direkt und unabhängig von ihrem Arbeitgeber nutzen. Aber unsere große Vision ist es, dass Arbeitnehmer darum wissen, welchen Mehrwert es hat Mentoring schon sehr früh und dann kontinuierlich durch alle Phasen des Mitarbeiterlebens hindurch anzubieten. Und genau dazu wollen wir beitragen, in dem wir die entsprechenden Angebote schaffen und die Digitalisierung nutzen, um eine zeitgemäße Bereitstellung dieser Angebote zu ermöglichen.

Brauchen Frauen hier besondere Nachhilfe?

Klares Nein! Mentoring ist für beide Geschlechter gleichermaßen wichtig. talentista ist dennoch ein Anbieter für Frauen. Und zwar aus zwei wichtigen Gründen: Durch unsere Aktivitäten in der Gender und Diversity Forschung wissen, wir das Frauen sich in bestimmten Schlüsselsituationen anders verhalten als Männer. Dieses Wissen finden wir sehr wertvoll und wollen unsere Seminare und unser Angebot genau darauf ausrichten. Außerdem haben wir ein großes Netzwerk aus weiblichen Coaches, Mentoren und Rolemodels, das wir gezielt in das Programm einbringen. Weil wir wissen, dass es genau an diesen Vorbildern (mit all Ihren Storys, Erfahrungen und Werdegängen) in den Unternehmen oft fehlt. You can be it if you can see it!

Aber wir machen doch schon so viel…Brauchen wir das?

Es stimmt: der digitale Wandel hat die HR Bereiche erfasst und gerade im Recruiting passiert wahnsinnig viel. Social Recruiting, Mobile Recruiting, Recruitainement und das ganze begleitet von einer Employer Branding Kampagne. Und das ist auch gut so! Je mehr Kandidaten von ihren diversen Möglichkeiten wissen und von potentiellen Jobs und Arbeitgebern erfahren, desto besser. Und natürlich helfen auch hier Worthülsen nicht weiter und der Realitätscheck erfolgt am ersten Arbeitstag und an den hoffentlichen vielen Tagen danach. In vielen Firmen endet mit der Einstellung die “Aufgabe” von HR. Ab jetzt ist alles “Führungsaufgabe”. Was passiert aber wenn der Chef keine Zeit hat? Oder seine Prioriäten auf die Erfüllung seiner Fachaufgabe legt? Und genau diese Lücke kann ein Angebot wie Design your Career schließen.

So viele Möglichkeiten…Wie soll ich mich entscheiden?

Und auch in den Unternehmen, die ihren Mitarbeitern viel bieten, ist Mentoring dringend gefragt. Denn je mehr Möglichkeiten für Schulungen, Projekte und sonstige Angebote ich habe, desto mehr Entscheidungen muss ich treffen. Wie setze ich meine wertvolle Arbeitszeit so ein, dass ich meinen Job sehr gut machen kann und mich selbst nach meinen Wünschen weiterentwickle? Wie setze ich meine Prioritäten richtig? Wann muss ich nein sagen? Und wenn ich nein sage, wie mache ich das eigentlich? Auch hier hilft ein Angebot wie talentista  sich zu sortieren, sich selbst und das Umfeld besser kennen zu lernen und entsprechend zu handeln. Unser Motto: Talente in Taten transformieren (und nicht im Entscheidungsdilemma hängen bleiben).

Speakerin Johanna Bath

Am 26.September fand in Mainz im Kurfürstlichen Schloss das Job Symposium der Brigitte Academy statt. Talentista war mit dabei und ich möchte hier meine Eindrücke des Events festhalten. Und wie immer lasse ich Dich exklusiv an den spannenden Coaching Fragen der Teilnehmerinnen teilhaben. Meine Antworten bekommst Du übrigens auch noch dazu 😉

Es scheint schon fast zur Tradition zu werden, dass die Brigitte Academy Veranstaltungen bei schlechtem Wetter stattfinden – und bei näherer Betrachtung, ist das auch gut so. Man kann drinnen das schöne Ambiente genießen, während draußen das Wetter tobt. Das talentista Team schaffte es jedenfalls gerade noch trockenen Fußes vom Taxi ins Schloss und so starteten wir an unserem Stand. Zitronenzuckerwatte von Flausch am Stil natürlich an Bord.

talentista Coaching Stand

 

 talentista Coaching stand auf dem Brigitte Job Symposium

Das Programm das geboten wurde, war extrem prall gefüllt und die Teilnehmerinnen konnten sich wieder zwischen spannenden Sessions entscheiden. Der Ausstellerbereich war ebenso hochkarätig gefüllt. So konnte man sich direkt von Linkedin dabei helfen lassen, sein Profil aufzusetzen und zu optimieren, nebst professionellem Shooting. Und trotz der großartigen “Konkurrenz” um die wertvolle Zeit der Teilnehmerinnen, war unser Stand quasi ständig im “Einsatz”. Wir führten ein spannendes Gespräch nach dem nächsten und ich hatte wirklich das Gefühl, für AHA Momente zu sorgen. Ein Gefühl, dass ich hoffentlich noch lange mit mir trage. Nachmittags war es dann so weit und in meinem Meet-up sprach ich über Tipps und Tücken des erfolgreichen Netzwerkens.

Spannende Coaching Fragen am talentista Stand

Und dann gab es noch viele, viele spannende Fragen. Zum Beispiel diese hier:

“Ich habe studiert und arbeite seit Jahren in einem kleinen Verein. Jetzt habe ich das Job Profil des “Agilen Coaches” über eine Freundin kennen gelernt. Sie sagt es ist perfekt für mich und ich finde es klingt genau nach den Dingen, die ich teilweise heute schon tue. Was tun? Bewerben? Ausbildung zum agilen Coach?”

Eine sehr spannende Frage, die in abgewandelter Form sicher viele beschäftigt, die im Berufsleben nochmal umsatteln wollen. Jetzt ist die große Kunst nicht stecken zu bleiben, in einer Gedankenschleife aus: “Kann ich das? Was wenn mich keiner nimmt. Soll ich in die Ausbildung investieren oder nicht?, etc.” Denn Du kannst diese Fragen nicht beantworten! Daher solltest Du schnell kleine “Tests” kreieren, mit denen Du diese Fragen so schnell wie möglich beantworten kannst. Einer dieser “Tests” könnte sein, einfach 20 agile Coaches in Business Netzwerken zu kontaktieren, mit der neugierigen Bitte nach Austausch über die “Ausbildung” bzw. den Berufsalltag. So bekommst Du schnell Erfahrungswerte, welche Wege diese Personen gegangen sind (Erfahungen vs. Zusatzausbildung?) und wie der Alltag wirklich ist. Klappt der Test und bestärkt Dich in Deinem Wunsch wird der nächstgrößere “Test” gebaut. Da die Dame schon Workshop Moderationserfahrung hatte, könnte sie sich beispielsweise als kostenlose “Co-Moderatorin” bei einem Unternehmen anbieten, das agile Coachings anbietet. So könnte Sie tageweise für sich selbst testen, wie es ist. Auf Basis solcher viel konkreter Erfahrungen bringst Du Dich in die Lage, dass Du Dir selbst Deine Fragen beantworten kannst und aus den Gedankenschleifen entkommst. Du bist jetzt entscheidungs- und handlungsfähig und kannst kompetent über nächste Schritte entscheiden.

 

Rolemodels sind wichtig

Rolemodels oder Vorbilder können sehr wichtig für Deine ganze Karriereentwicklung sein. Aber nicht nur das. Idealerweise findest Du Rolemodels, die alle Bereiche Deines Lebens bereichern. Das kann natürlich auch weit über das Thema Job oder Karriere hinausgehen.

Mein Verhältnis zum „Networking“

Zunächst sei gesagt, dass ich sehr extrovertiert bin. Ich bin sehr gerne unter Leuten und tausche mich auch sehr gerne aus. Kurzum, ich werde meine 20.000 Worte pro Tag auf jeden Fall los – wenn man mich lässt. Das gilt aber nicht für alle Situationen. Auch ich habe, wenn ich einen Raum voller „fremder“ Menschen betrete einen Stein im Bauch. In diesen Momenten versuche ich immer an einen Kollegen zu erinnern, der zu mir sagte: „Jedes Mal, wenn ich auf eine Schulung gehe, freue ich mich auf die neuen Leute, die ich kennen lernen darf.“ Diese Perspektive spiegelte seine positive Grundhaltung zum Thema „neue“ und nicht „fremde“ Menschen wieder. Und allein durch diese Veränderung des „Wording“, fällt mir die Situation schon leichter. Dennoch bleibt auch bei mir eine gewisse Hemmschwelle, Leute einfach anzusprechen. Aber mit der Zeit habe ich einfach gelernt, dass aus diesen Zufallsbegegnungen so tolle Beziehungen und sogar Freundschaften entstanden sind. Vieler dieser Kontakte wären ohne meine Initiative nie zustande bekommen. Und so überwinde ich meine Ängste, versuche neuen Menschen freundlich und offen gegenüber zu treten, um so Raum für neue Kontakte zu ermöglichen.

Wichtige Rolemodels und Mentoren in meinem Leben

Ganz klar, es gibt Menschen, ohne die ich niemals da wäre, wo ich jetzt bin. Und ich glaube das ist eine sehr wichtige Erkenntnis in meinem (Berufs-)Leben. Denn zum einen erzeugt diese Einstellung eine gewisse „Bescheidenheit“ oder „Demut“ vor dem Zufallselement, dass jede Karriere in sich trägt. Natürlich sind Fleiß, Talent, Durchhaltevermögen, Mut, etc. wichtig. Aber manchmal muss man auch einfach zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, den richtigen Menschen über den Weg laufen. Bei mir, war es beispielsweise der Chef, der mir mit gerade einmal 26 zutraute Führungskraft zu werden. Viele andere wären das Risiko nicht eingegangen und hätte mir nicht diese Chance eingeräumt. Er tat es. Und nicht nur das. Er nahm sich auch die Zeit mir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, wenn ich mangels Erfahrung nicht weiterkam.

Aber wie gesagt, Rolemodels sind wichtig und das nicht nur für die Karriere. Es gibt viele Kolleginnen von denen ich mir über die Jahre bestimmte Aspekte abgeschaut habe. Sei es in Stilfragen, Verhaltens- und Charakterfragen. Und gerade hier fand ich es persönlich oft einfacher von anderen Frauen zu lernen, als von Männern.

Wichtig: Rolemodels zu haben bedeutet nicht sie zu kopieren

Ganz wichtig ist auch, dass ich mir genau den Aspekt von jemandem abschauen kann, den ich an dieser Person bewundere. Ich muss keine „kleine“ Kopie von jemandem werden, sondern aus vielen Vorbildern kann ich mir in kleinen Stücken Ideen und Inspiration zusammenpuzzeln, wie es zu mir passt. Bei Themen, die ich nicht so machen will wie ein Rolemodel, kann ich einfach die Einstellung „Good for her. Not for me“ walten lassen. Ich persönlich gehe auch soweit bestimmte Personen direkt um Rat oder Hilfe in einem bestimmten Thema zu bitten, bei dem ich weiß, dass sie mir helfen können. Ich persönlich freue mich auch immer, wenn ich positives Feedback zu meiner Arbeit bekomme und bin bereit Leute in Ihren Themen zu unterstützen, wenn ich das Gefühl habe, dass sich jemand auch wirklich damit beschäftigt hat und mich gezielt als Ansprechpartner ausgewählt hat.

Und last but not least: Beziehungen zu Vorbildern und Mentoren funktionieren meiner Meinung nach nur, wenn man diese auf echte und authentische Beziehungen aufbaut und nicht als Tauschhandel begreift. Vielleicht wird mehr aus einem Kontakt, vielleicht aber auch nicht. Wichtig ist, dass man auch den Kontakt selbst als interessant und bereichernd erlebt. Denn dann hat sich die Beziehung so oder so gelohnt.

Happy Networking!

Wer mich kennt, weiß, dass ich Podcasts liebe. Daher ist es keine Überraschung, dass ich sofort Feuer und Flamme war, meinen ersten Podcast aufzunehmen.

Gefragt hat mich die liebe Yvonne Kania, die genau wie ich seit vielen Jahren Führungskraft in der Automobilindustrie und Buchautorin ist. Bei so vielen Gemeinsamkeiten stellte sich die „gleiche Wellenlänge“ quasi wie von selbst bei uns ein, obwohl wir uns tatsächlich erst zwei Mal „live“ getroffen haben.

Dein erster Podcast? Worum geht es eigentlich?

Gemeinsam beschlossen wir, dass das Thema Karriereplanung bzw. Karrierestrategie ein super Einstieg wäre. Dabei war es mir ganz wichtig überhaupt zu erklären, was ich unter dem Begriff „Karriere“ verstehe. Denn bevor sich jetzt jeder irgendwelche Anzugträger vorstellt, denen nichts wichtiger ist als der nächste Karriereschritt oder der nächste Firmenwagen, will ich hier kurz „Stopp“ sagen. Für mich heißt Karriere schlicht einen Job zu gestalten, dass Du Deine Talente effizient und effektiv einsetzen kannst und Du (im Großen und Ganzen) mit den Rahmenbedingungen des Jobs zufrieden bist.

Ich bin überzeugt, dieser Zustand kommt bei den allermeisten nicht von selbst. Daher habe ich mich der Aufgabe verschrieben, Dir auf dem Weg zu genau dieser Karriere zu helfen.

Als nächstes sprachen Yvonne und ich über die verschiedenen Umsetzungstypen. Denn „mach doch einfach“ funktioniert nicht für jede! Daher bin ich der Meinung musst Du Dich und Deine Motivatoren sehr gut verstehen, um dann auch Projekte zum Beispiel im Job erfolgreich umsetzen zu können.

Ja – und wir haben auch über Geld gesprochen

Last but not least drehte sich unsere Diskussion dann ums liebe Geld. Denn wenn Du es geschafft hast eine Karriere bzw. einen Job zu gestalten (ich sage bewusst nicht zu finden), dann solltest Du natürlich auch Deinem Wert entsprechend entlohnt werden.

Daher gibt es zum Abschluss noch unsere top 3 Verhandlungstipps für die Gehaltsverhandlung und Bewerbungsphase.

Neugierig geworden auf meinen ersten Podcast?

Dann höre hier sofort rein.

Create and design yourself von Yvonne Kania.

Ich freue mich zu hören, was Du zu meinem Erstlingswerk denkst. Lass mir gerne Dein Feedback zukommen.

Johanna Bath Brigitte Job Symposium

So langsam laufen unsere Vorbereitungen auf Hochtouren. Bald startet das Brigitte Job Symposium mit exklusivem Coaching Corner von talentista. Den ganzen Tag werden wir für die Teilnehmerinnen Mini-Coachings anbieten und natürlich wird es auch ein exklusives Meet-up mit mir geben. Am 26.9. ist es soweit und das kurfürstliche Schloss öffnet seine Türen für ambitionierte Frauen.

Du möchtest dabei sein? Dann sichere Dir hier Dein Ticket. Mit meinem Rabattcode: Job-Symp_Speaker erhälst Du 15% Rabatt.

Das ist das erste Mal, dass talentista mit eigenem “Stand” und Branding da draußen in der Welt einen großen Auftritt hat. Daher habe ich mir ein ganz besonderes Goodie überlegt, das die Teilnehmerinnen bei uns am talentista Stand mitnehmen können. Was das genau ist bleibt noch geheim…

Ist das Brigitte Job Symposium das richtige für mich?

Ich muss wirklich sagen, dass mich die Qualität der Brigitte Academy Veranstaltungen wirklich “umgehauen” hat. Die Dichte an Speakern, Workshops und tollen Gelegenheiten zum Netzwerken ist riesig. Daher ist der Besuch eine klare Empfehlung von mir. Der Preis für das Ticket ist mit 299 Euro bzw. 199 Euro für Brigitte Abonennten aber sicher kein Schnäppchen. Außerdem kann einen das Programm glaube ich erschlagen, weil es so vielfältig ist. Daher solltest Du Dir auf jeden Fall vorher einen Plan zu recht legen, wen Du sehen willst und mit wem Du sprechen willst. Aus Erfahrung sind die Speaker sehr zugänglich und Du kannst jede ansprechen, aber dazu musst Du ja definitiv vorher wissen, welche Fragen Du hast. Unter dieser Voraussetzung ist das Geld auf jeden Fall top investiert. (Und vielleicht sponsort Dich auch Dein Chef?!)

Auf welche Programmpunkte des Brigitte Job Symposium freue ich mich besonders

Die Brigitte Academy erwartet ca. 500 Besucherinnen in Mainz und das Programm ist voll gepackt mit interessanten Speakern. Ich persönlich habe auch schon meine Favoritinnen, die ich mir unbedingt mal live, bunt und in Farbe anschauen möchte.

Allen voran die großartige Isabel Garcia, die ich bisher nur aus Podcast Interviews kenne. Sie ist Kommunikationstrainerin und möchte Ihren Kundinnen zu ihrem persönlichen Kommunikationsstil verhelfen. Denn sebstsicher kann ja nur sein, wer sich nicht verstellt. Ihre unterhaltsame und wertschätzende Art hat mir schon immer super gefallen und daher freue ich mich, sie persönlich kennen zu lernen.

Auch gespannt bin ich darauf, Vera Strauch kennen zu lernen. Ich verfolge Ihren “Female Leadership Podcast” schon eine ganze Weile und finde Ihren Content sehr spannend. Aber das ist nur ein kleiner Ausgriff und nach dem letzten Brigitte Event (dem Finazsymposium in München) weiss ich, dass man vorher noch gar nicht wissen kann, welche tollen Menschen einem über den Weg laufen.

Ich würde mich freuen, talentistas an meinem Coaching Stand zu begrüßen! Lasst uns Deine Fragen anpacken!

PS: Zum Ticketkauf geht es hier.

 

Assessment Center

Wieso ticken Frauen bei der Karriereplanung anders? Oder auch: warum gibt es Dein Angebot nicht für Männer? Diese oder ähnliche Fragen werden mir regelmäßig gestellt, wenn ich über talentista berichte.

Jeder junge Mensch kann von Mentoring profitieren

Zunächst mal ist mir eines dabei sehr wichtig: Jeder (junge) Mensch profitiert meiner Meinung nach, wenn er oder sie Unterstützung bei der Entwicklung eines gewissen Lebensplans oder auch einer gezielten Karriereplanung bekommt. Ob Mann oder Frau – das kann meiner Meinung nach fast jede(r) gebrauchen. Manche haben das Glück durch bestimmte Charaktereigenschaften und die Erziehung eine sehr gute Resilienz mitbekommen zu haben und quasi wie von selbst immer wieder auf den richtigen Kurs zu kommen. Aber wie ich hier auch schreibe, das ist Glück! Und so ein großes Glück über so eine gefestigte Persönlichkeitsstruktur zu verfügen, hat schlicht nicht jeder. Manche Menschen haben auch tolle Vorbilder in ihrem Leben, die es vielleicht sogar schaffen eine Mentorenrolle einzunehmen, ohne bewusst oder unbewusst emotionalen Druck aufzubauen. Aber auch hier hat der Zufall seine Finger im Spiel.

Insofern meine These: fast jeder profitiert von einem vernünftigen Mentoring – ob Mann oder Frau.

Warum talentista dennoch ein Angebot für Frauen ist

Trotzdem habe ich mich bewusst dazu entschieden, talentista gezielt als ein Angebot für Frauen aufzusetzen. Nochmal ganz wichtig: Nicht weil ich glaube, dass Frauen hier besondere Nachhilfe brauchen. Sondern weil ich mich in meinem Angebot genau auf diese Zielgruppe spezialisieren möchte. Denn in meinem Buch stecken 5 Jahre Forschung und Studienwälzen und daher weiß ich, an welchen Stellen die Knackpunkte liegen, die weibliche von männlicher Karriereplanung unterscheidet. Außerdem kann ich viel mehr von meinen persönlichen Erfahrungen als Frau berichten und dadurch viel mehr Authentizität und Emotionalität in das Programm einbringen. Und das gibt mir wiederum das Gefühl, etwas Sinnvolles in der Welt zu bewegen.

An welchen Stellen ticken Frauen bei der Karriereplanung anders?

Zunächst einmal lässt sich natürlich auch die Gruppe der Frauen nicht über einen Kamm scheren. Auch innerhalb dieser sehr großen Gruppe gibt es selbstverständlich noch viele weitere differenzierende Merkmale neben dem Geschlecht. Ich treffe introvertierte und extrovertierte Kundinnen mit unterschiedlichsten Charaktereigenschaften. Das heißt mit dem Thema Frau ist es noch lange nicht getan, da fängt meine Arbeit erst richtig an. Dennoch kann ich drei Punkte festnageln, an denen ich bei den meisten Frauen Handlungsbedarfe sehe. Und das bestätigen nicht nur die Studien, die ich für mein Buch gewälzt habe sondern auch meine Coachingpraxis.

Knackpunkt 1: Unconcious Bias

Der Unconcious Bias oder die unbewusste Ungleichbehandlung sorgt dafür, dass Mädchen von Geburt an anders behandelt werden als Jungs. Oder umgekehrt. Auch unter dem klingenden Namen „die blau-rosa Falle“ bekannt. Und natürlich müssen wir in Deutschland gar nicht auf die unbewusste Ungleichbehandlung schauen. Denn es gibt auch noch weite Teile der Gesellschaft, die sogar bewusst einen Unterschied zwischen Männern und Frauen machen. Zum Beispiel, indem völlig unterschiedliche Erwartungen an die Geschlechter gerichtet werden. 35% aller Deutschen glauben auch heute noch, dass Frauen ihren Berufswunsch der Familie unterordnen sollten. Und eine Befragung von jungen Erwachsenen bestätigte ebenfalls, dass 21% der jungen Frauen angaben, dass Verwandte ihnen aktiv vom Besuch einer weiterführenden Schule oder einem Studium abgeraten hätten. Bei den Jungen in der Vergleichsgruppe waren es deutlich weniger.

Was Frauen aus diesen bewussten oder unbewussten Ungleichbehandlungen machen ist sehr unterschiedlich. Einige leiden lange unter mangelndem Selbstwert, andere versuchen besonders forsch und hart aufzutreten.

Knackpunkt 2: Weibliche Motivatoren sind oft andere

Auch heute noch wird in vielen Firmen erwartet, dass potenzielle Führungskräfte bestimmte Verhaltensmuster an den Tag legen. Tun sie dies nicht, werden sie oft gar nicht erst als solche erkannt. Ein großes Beispiel dafür ist die sogenannte Machtmotivation: wie deutlich zeigst Du, dass Du Karriere machen willst und wie selbstverständlich zeigst Du die Zeichen der Macht und nutzt diese, um Deine Interessen durchzusetzen? Und genau in den Antworten auf diese Fragen unterscheiden sich viele Frauen von Männern. Sie sind anders motiviert. Nämlich eher dadurch, Wertschätzung und Anerkennung aus der Gruppe zu bekommen. Oder die Möglichkeit zu haben, eine sehr sinnhafte Tätigkeit zu übernehmen, bei der sie auch Empathie und Intuition einsetzen können. In der Leistungsmotivation hingegen gibt es keine signifikanten Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Doch das wird oft verkannt, wenn das offensichtliche Streben nach Macht verhaltener ist.

Knackpunkt 3: Torschlusspanik

Durch das Thema Familienplanung aber auch das Altern im Allgemeinen, setzen sich Frauen viel stärker selbst unter Druck als Männer. Gerade die 30 üben hier auf viele junge Frauen einen großen Druck aus. Unrealistische Erwartungshaltungen an sich selbst, sind die Folge solcher Glaubenssätze wie: „Wenn ich ein Kind habe, kann ich sowieso nichts mehr erreichen“. Oder wenn ich bis Mitte Dreißig nicht meinen Traumjob gefunden habe, kann ich sowieso nie wieder etwas verändern. Solche oder ähnliche Sätze begegnen mir in meiner Coachingpraxis oft. Ambitionen schnell etwas erreichen zu wollen, sind ja auch per se nicht schlecht, aber wenn diese zu schädlichen und zwanghaften Denkmustern führen, werden sie Dich definitiv behindern.

 

Dies sind nur drei Gründe oder Themengebiete, in denen sich jungen Frauen schlicht andere Fragen stellen als jungen Männern. Und meine Leidenschaft ist es hier gemeinsam anzusetzen, die Knackpunkte zu überwinden und zu einer zielführenden Strategie und einem realistischen Umsetzungsplan zu kommen.

Ein Thema, das mich in meiner Karriere einige Male begleitet hat ist die Frage: “Was bringen mir standardisierte Persönlichkeitstests?”

Kurzum ich wurde in meiner berufllichen Entwicklung mehrmals mit solchen Tests “beglückt” und mein Fazit gleich vorweg – diese Tests sind für mich Fluch und Segen zugleich.

Was stört mich an standardisierten Persönlichkeitstests?

Ich erinnere mich noch lebhaft an meinen ersten Test. Wie bei wahrscheinlich vielen war es der DISG. Dieser teilt die Menschheit in vier Hauptcharaktergruppen ein. Und ich habe meinen DISG in einem Führungskräfteseminar gemacht. Im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern, war ich relativ neu in der Firma. Sprich das Seminar, die vielen neuen Leute, das “Erleben” der neuen Firmenkultur – das alles war sowieso schon recht anstrengend für mich. Und dann auch noch “getestet” werden?! Ich empfand die Situation als relativ stressig. Auch weil die Trainer des Seminares nicht unbedingt Experten dafür waren, den Test und die Ergebnisse zu erklären. Sprich es wurde sogar davon gesprochen, was ein “gutes” Profil und ein “schlechtes” Profil wäre. Ich fühlte mich absolut in eine Schublade gesteckt und ging in eine innere Verweigerungshaltung. Daher meine Lernerfahrungen: Wenn schon Test, dann bitte von Profis erklärt und bitte nicht wertend. Jede Charakterausprägung ist immer zugleich eine Stärke und Schwäche, daher kann der Test nicht “gut” oder “schlecht” ausfallen.

Neuer Test, neues Glück? Was bringen mir standardisierte Persönlichkeitstests?

Mein zweiter Test – wieder im Rahmen eines Führungskräfteseminars – war das Hogan Assessment. Zwei Dinge fand ich an diesem Test auf Anhieb sympathinscher. Zum einen wird man nicht in Kategorien eingeteilt und damit entfällt das unangenehme Schubladengefühl. Bei Hogan werden bestimmte Eigenschaften (z.B. Ausgeglichenheit) statistisch mit hundertausenden Profilen der Menschen verglichen, die den Test ebenfalls gemacht haben. Das heißt Du bekommst keine Bewertung wie Du (angeblich) bist, sondern eher wie Du Dich tendenziell im Vergleich zu (vielen) anderen verhälst. Für mich persönlich war das viel leichter verdaulich. Außerdem zeigt Dir der Test eine Ausprägung zwischen zwei Polen. Das heißt auf einer Skala mit verschiedenen Dimensionen bekommt man ein Spektrum.

Ich war beispielsweise wissbegieriger aber weniger besonnen als der Durchschnitt und damit im Mittelfeld der Eigentschaft “Ausgeglichenheit”. So konnte ich mich besser verstehen und erkannte mich differenzierter wieder. Der Nachteil: Die Statistik hinter dem Test ist sehr komplex. Und wir brauchten eineinhalb Tage des Seminars, um den Test und die Ergebnisse überhaupt verstehen zu können. Danach hätte ja der spannende Teil begonnen. Nämlich die Ableitung der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen. Dafür war dann leider nicht mehr richtig Zeit. Sprich ich fand das Resultat zwar spannend, aber teilweise auch kurios (Warum habe ich einen unterdurchschnittlichen Ehrgeiz?!). Lernerfahrung Nummer drei: Bitte die Teilnehmer nicht mit den Eregebnissen des Tests alleine lassen!

Happy testing – endlich ein Test, der mir etwas gebracht hat

Nach längerem hadern mit meinem Job, hatte ich das schleichende Gefühl, dass ich vielleicht selbst Schuld bin. Sprich, wenn kein Job zu mir passt, vielleicht passe dann ich einfach zu keinem Job?! Also griff ich in die Tasche und gönnte mir eine individuelle Potentialanalyse. Heute würde man das “ich investierte ich mich selbst” nennen. Aber das wusste ich damals ja noch nicht :-). Der Test war ein für das Militär entwickelter Standardtest, mit ähnlichem Grundmuster wie Hogan. Sprich statistischer Vergleich und Ausprägung der Charaktereigenschaft. Was dieses Mal anders war, war, dass meine Coachin auch noch eine qualitative Analyse dazuspielte. Sie lies mich auch Situationen aus meinem Leben reflektieren, zum Beispiel, in welchen Arbeitssituationen ich mich richtig wohlfühle, etc.

So wurde das Ergebnis des Tests (z.B. hoher Freiheitsdrang) sehr genau auf meine konkrete Situation angepasst. Sprich Großkonzern?! Das kann wahrscheinlich nicht passen. Endlich ein Testergebnis mit dem ich weiterarbeiten konnte, auch wenn es noch Jahre dauern würde bis ich die Ergebnisse für mich akzeptierte und in die Tat umsetzte…

Und damit Lernerfahrung Nummer 4: Testen bringt nichts, wenn Du nicht in die Umsetzung kommst. Daher Talente in Taten transformieren, Mädels. #beatalentista

 

 

 

 

Photocredit: rawpixel

Heute möchte ich über ein Thema sprechen, das mir sehr am Herzen liegt. Nämlich wo genau liegt der Unterschied zwischen einem Coach vs. einer Personen, die Dir einen Rat gibt.

Warum ich mich für Coaching entschieden habe

Wer mich persönlich kennt, weiß, ich bin extrovertiert. Ich rede gerne und viel und das mit lieben Menschen, Freunden, Arbeitskollegen…. kurzum: Ich habe keine Probleme, meine 20.000 Worte am Tag loszuwerden. Und auch wenn es mir nicht gut geht oder ich vor einer Herausforderung stehe, hatte ich nie Probleme damit, mich meinen Freunden und meiner Familie zu öffnen.

Aber gerade bei beruflichen Fragestellungen half mir das meistens nicht. Während so mancher Liebeskummer schnell vergessen war, wenn ich die Situation erstmal mit meinen Freundinnen seziert hatte, in Sachen Job blieb dieser positive Effekt oft aus. Im Gegenteil, oft erhielt ich hier frustrierende Antworten. Entweder, weil keiner Rat wusste oder weil mein Umfeld teilweise kein Verständnis für meine Probleme hatte. Und das nicht, weil ich ihnen nicht wichtig bin. Sondern, weil sie zu weit weg von meiner Situation waren. Und das frustriert ja meistens beide Seiten.

Was bringt ein Coach vs. jemand, der einen Rat gibt

Seit ich einen professionellen Coach habe, gehe ich mit haarigen Situationen direkt zu ihr. Ich weiß genau, was ich bei ihr bekomme. Sie ist nicht meine Mutter. Sie ist nicht meine Freundin. Sie ist ausschließlich mein Coach, die mir bei beruflichen Fragestellungen hilft. Das Wichtigste ist: ich habe mir einen Coach gesucht, die weiß, wovon ich spreche. Meine Eltern beispielsweise arbeiten beide nicht in der Wirtschaft oder Industrie. Komplexe Bewerbungsverfahren und Beförderungsprozesse? Davon haben sie noch nie etwas gehört. Langatmige und ineffiziente Meetings – kennen sie nicht. Mein Coach hingegen kommt auch aus einer Fürhungsposition in der Corporate Welt und versteht daher sofort, was ich meine, wenn ich bestimmte Situationen schildere.

Außerdem hat mein Coach keine Historie mit mir. Sie arbeitet mit mir dort, wo ich gerade stehe. Sie ist nicht gleichzeitig meine beste Freundin, die mich in- und auswendig kennt, aber ihren Fokus auch eher auf mir als Privatperson hat. Mein Coach kennt mich in der für das berufliche Coaching ausschlaggebenden Rolle als Führungskraft. Und das ist in diesem Zusammenhang ja viel relevanter.

Emotionale Unabhängigkeit

Mein Coach hat keine Emotionen im Spiel. Ihr Ziel ist, dass ich mit meiner Herausforderung weiterkomme. Danach gehen wird getrennte Wege. Ihre Gefühle und ihr Leben sind nicht von meinen beruflichen Entscheidungen abhängig. Daher ist mein Coach wirklich neutral. Was meine Eltern beispielsweise ja niemals sind oder sein werden. Bis vor wenigen Jahren, waren sie stets von der Angst geprägt, ich könnte alles hinschmeißen und mittellos bei ihnen vor der Tür stehen. Unrealistisch?! Ja auf jeden Fall – aber so tickt Angst nunmal. Sie ist nicht realistisch. Und aus Angst heraus geben wir keine neutralen Ratschläge. Kein Wunder, dass meine Eltern immer dafür plädierten, dass ich vermeintlich sichere Jobs behalte und wenig (am liebsten keine) Risiken eingehe. So kann man sich aber nicht weiterentwicklen.

Erst durch Gespräche mit meinem Coach habe ich erkannt, was wirklich in mir steckt. Dass ich mir deutlich mehr zutrauen darf und auch mehr Risiken eingehen darf.

Ein Coach sollte Dir einen Schritt voraus sein

Ich glaube fest daran, dass unser Mindset sich besonders gut weiterentwickeln kann, wenn wir uns mit Menschen umgeben, die dort sind wo wir hinwollen. Klar ist es toll eine Peer Group von Leute um sich zu haben, welche die selben Probleme hat. Wir können uns austauschen und sind wir ehrlich – oft auch ausheulen. Das tut gut, bringt uns aber schlussendlich der Lösung nicht unbedingt näher. Wenn jemand aber schon durch die Situationen durchgegangen ist und sie erfolgreich gemeistert hat, dann hat er den Erfahrungsschatz und das Werkzeug, das Du noch nicht hast. Davon kannst Du sehr profitieren! So hilft Dir der Coach dabei den Weg zu definieren. Eine Peer Group kann dann helfen, diesen Weg zu gehen.

 

 

 

 

 

 

Photocredits: Asadphotography

Tipps zu Bewerbungsschreiben und Lebenslauf gibt es wie Sand am Meer. Aber hier gibt es jetzt die Bewerbungstipps, die Dir keiner verrät. Es gibt kein “richtig” oder “falsch” (außer natürlich Rechtschreibfehler, die sind immer falsch). Eine Sache, die meiner Meinung nach immer unterschätzt wird ist, wie wenig Zeit sich Personaler und Manager nehmen, um eine Bewerbung wirklich anzuschauen. Daher beziehen sich meine Tipps hauptsächlich darauf, dass deine Bewerbung unter Umständen nur wenige Minuten angeschaut wird und sich der Adressat der Bewerbung nicht die Mühe macht jedes Detail in der Unterlage “zusammen zu suchen”.

Und es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass es deiner Bewerbungsunterlage nicht besser ergeht. Je attraktiver das Unternehmen und die Position, auf die man sich bewirbt, desto eher kann man davon ausgehen, dass man wahrscheinlich nicht der einzige Bewerber ist, der seine Unterlagen dorthin schickt. Man landet also auf einem verdammt großen Stapel von Bewerbungen. Daher findet ihr hier einige Tipps, die es dem potentiellen Recruiter möglichst einfach macht, zu erkennen was für eine klasse Frau du für den Job bist!

Lebenslauf und Anschreiben

Muss ich für jede Stelle eine individuelle Bewerbung schreiben oder reicht es einfach nur das Anschreiben anzupassen?

Du musst natürlich gar nichts . Ich kann allerdings nur empfehlen, jede Bewerbung individuell zu gestalten. Natürlich sollte man ein Grundgerüst für das Anschreiben und den Lebenslauf fertig “in der Schublade” liegen haben. Allerdings sollte man sich überlegen welche Tätigkeiten aus dem Lebenslauf den besten Bezug zu der Stelle haben und diese Tätigkeiten in den Vordergrund rücken, z.B. durch Erwähnung im Anschreiben. Außerdem kannst Du diesen wichtigen Positionen mehr Platz oder eine Position weiter vorne im Lebenslauf geben. Besonders bei Frauen ist das natürlich wichtig.

Beispiel gefällig: Du bewirbst dich für eine Stelle im Controlling oder Marketing mit einem starken technischen Bezug. Nie würde es jemand zugeben, aber viele Männer werden denken, dass Du für diese Aufgabe nicht so gut geeignet bist, wie ein Mann. Beispielsweise, weil Du von Technik weniger Ahnung hast und deshalb die Produkte nicht so gut verstehen wirst. Auch wenn Du nicht in der Entwicklung arbeitest, ist es in vielen Positionen trotzdem notwendig zumindest im groben zu verstehen, was die Firma macht. Daher solltest Du in so einem Fall einen Bezug zur Technik herstellen. Wenn Du noch nie in der Branche gearbeitet hast, bietet sich wenigstens eine Ferienarbeit in der Produktion oder ein Praktikum an. Wenn es das auch nicht gibt, hast du vielleicht zumindest ein Hobby, das zeigt, dass du keine zwei linken Hände hast.

 

Die Länge des Lebenslauf

Wie ausführlich sollte der Lebenslauf sein?

Ausführlich genug! Also: Ein Lebenslauf auch von einer Berufsanfängerin sollte nie nur aus einer Seite bestehen! Jede auch jemand, der bisher “nur” studiert hatte, sollte auf zwei Seiten über seine ersten 23-25 Jahre auf der Welt berichten können. (Und das ohne die Grundschule zu erwähnen! Was? Du erwähnst die Grundschule in deinem Lebenslauf? Dann husch, husch streich sie raus!). Um dem Leser Zeit zu sparen, sollte dein Lebenslauf ein umfassendes Bild davon vermitteln, was du bisher getrieben hast und was du kannst.

Daher solltest Du zu jeder Tätigkeit zwei, drei oder vier stichpunktehafte Tätigkeiten stehen, was du gemacht hast. Schreibe nie “Praktikum im Marketing” oder “Teamleitung Marketing” ohne weitere Erklärung, sondern lasse noch ein paar Details folgen z.B. – Erstellen von Marketingkonzepten für den Messeauftritt, Entwicklung einer Markenstrategie für Produktgruppe XY, Führung von drei Mitarbeitern im Bereich Unternehmenskommunikation und PR, etc. Und das machst du dann für alle relevanten Tätigkeiten/Erfahrungen und schwups hast du mindestens zwei Seiten zusammen. (Orientierungshilfe: Berufsanfänger sollten bei einer “11er Schriftgröße” auf zwei Seiten, ab 5 Jahren Berufserfahrung auf drei Seiten kommen.)

 

Bewerben mit wenig Berufserfahrung

Ich habe wirklich noch gar keine Arbeitserfahrungen. Was mache ich jetzt nur?

Glaub mir, jeder hat irgendwelche Erfahrungen. Es kommt – wie so oft im Leben – auf die richtige Verpackung an. Du hast also etwas studiert oder eine Ausbildung gemacht? Das ist doch schon Mal gut! Jede Ausbildung oder jedes Studium hat Schwerpunkte, die je nach Betrieb/Uni/FH unterschiedlich gelegt werden, d.h. diese Schwerpunkte sind bereits zwei oder drei Unterpunkte wert. Beispiel: Du hast Industriekauffrau “gelernt”. Jetzt kannst du entweder schreiben “Ausbildung zur Industriekauffrau” und es der Phantasie des Lesers überlassen, was er sich denkt oder du kannst ihm eine Idee geben (einfach für den Fall, dass er wenig Phantasie hat ):

Nehmen wir an dein Betrieb war in der Lebensmittelbranche tätig: z.B. Organisation von Logistiktransporten mit lückenlosen Kühlketten und kritischen Transportzeiten, Vorbereiten von Vertragsverhandlungen mit Handelsketten und Großhandelsorganisationen, Vorbereitung der Kundenevents zur Vorstellung neuer Produkte. Merke: Gehe niemals davon aus, dass der andere irgendetwas über dich weiß. Denn das tut er nicht, er kennt dich bis jetzt nicht. Gerade wir Mädels neigen hier zum Tiefstapeln: Wenn du für etwas verantwortlich warst schreibe nicht “Unterstützung”, sondern zeige durch die Formulierung die Tragweiter deiner Verantwortung, auch wenn du nicht in jeder Position “Chef” warst.
Weitere Themen, die du nicht unter den Tisch fallen lassen solltest, wenn du bisher keine oder wenig “richtige” Berufserfahrung hast:

Auslandsschuljahre, Studienprojekte d.h. Kurse im Studium, die projekthaft gestaltet waren und bei denen ein konkretes Endergebnis mehr oder weniger in Eigenregie entwickelt werden musste. Aber natürlich auch: Arbeit auf Messen oder Ferienjobs, außerschulisch Aktivitäten wie Engagement in Vereinen oder Verbänden. Das könnte zum Beispiel die Mitarbeit im Asta, studentische Unternehmensberatungen, etc. sein. Und wenn es wirklich hart auf hart kommt, hast du wenigstens ein interessantes Hobby? Finde wenigstens drei Dinge, die du ausführlich mit Unterpunkten darstellen kannst. Das schafft jede !

 

Ein richtig gutes Anschreiben

Wie schreibe ich ein gutes Anschreiben?

Egal wie schwer es auch ist, lasse die Finger von vorformulierten Anschreiben. Das will wirklich keiner lesen. Versuche beim Schreiben authentisch zu sein, ohne übertrieben aufzufallen (ui das klingt jetzt total generisch). D.h. wenn du die Stelle bei Monster im Internet gefunden hast schreibe nicht: Bezugnehmend auf Ihre Stellenanzeige auf www.monster.de vom soundsovielten, möchte ich mich heute bewerben. Sondern schreibe etwas das knackiger formuliert ist und deine Motivation ausdrückt: „Während meiner Stellensuche ist mir Ihre Stelle auf www.monster.de sofort positiv ins Auge gefallen: Sie suchen nach einer Mischung aus Kreativität und unternehmerischen Handeln und ich würde mich sehr freuen, diese beiden Eigenschaften in Ihr Unternehmen einzubringen.“

Gleiches gilt für die Argumentation warum du auf die Stelle passt. Sei individuell und drücke deine Meinung aus. Trotz des starken Controlling Hintergrunds, den ich mitbringe, habe ich mich für technische Themen aus dem Bereich Elektrotechnik interessiert. Deshalb war ich in meinem Praktikum xxx auch in der Produktionsvorbereitung tätig. Dort bereitete ich die Bestückung von Leiterplatten vor. Der Trick dabei ist allerdings, dass man sich – wenn es zum Vorstellungsgespräch kommt – dann auch inhaltlich auf diese Themen vorbereiten muss. Denn die Authenzität ist futsch, wenn man etwas schreibt, danach aber nichts dazu sagen kann.

 

Der Gehaltswunsch

Soll ich meinen Gehaltswunsch direkt in die Bewerbung schreiben oder nicht?

Der Gehaltswunsch ist immer ein kritisches Thema. Wieviel Gehalt du verlangen kannst, hängt ja nicht nur von dir ab, bzw. was du “wert” bist. Es ist ebenfalls entscheiden, wie viel Verantwortung, die Stelle mich sich bringt, welche Pflichten man hat, etc. Das heißt, man muss auch ein Gefühl dafür bekommen, was die Stelle als solches dem potentiellen Arbeitgeber “wert” ist. Man kann “Leiterin Marketing” ohne Mitarbeiterverantwortung sein und einem kleinen Budget, um externe Grafiker zu beauftragen. Man kann “Leiterin Marketing” sein, mit 30 Mitarbeitern und einem Millionenbudget um Werbe- und Kommunikationsagenturen, Messebauer und andere zu beauftragen. Daher sollte man keinen Gehaltswunsch angeben, wenn das nicht explizit gefordert ist. Um einen „guten“ Gehaltswunsch anzugeben, muss man nämlich unbedingt die Tragweite der Stelle verstanden haben. Und normalerweise kann man die Tragweite der Stelle erst erfassen, wenn man schon mindestens ein persönliches Gespräch mit der Firma geführt hat (in diesem Gespräch sollte man selbstverständlich all das nachfragen, wenn es nicht sowieso erwähnt wird).

Die einzige Ausnahme ist, wenn explizit verlangt wird, dass man seine Gehaltsvorstellung angeben soll. Dann sollte man aus einer Kombination seines aktuellen Gehalts plus der abgeschätzten Verantwortung für die Stelle einen Wert ermitteln. Und liebe Mädels: Bitte lieber ein bisschen mehr als zu wenig! (Statistiken zeigen wir Frauen sind sowieso zumeist bescheidener als unsere männlichen Kollegen – “Bescheidenheit ist eine Zier doch es geht auch ohne ihr…..”) Runterhandeln lassen ist leichter als mehr verlangen. Selbiges gilt für Bonbons wie Firmenwagen, Geld für Umzüge, teure Weiterbildungen, etc. (also all das was zu einem Mangerinnen Gehaltspaket dazugehört!

 

 

 

 

Photocredits: pixabay

Das wichtigste auf dem Weg zum Traumjob Mindset? Die Fähigkeit ganz oft “nein” zu sagen. Vielleicht ist das für Dich ein “nein” zum Angestellten Verhältnis. Ein “nein” zu einem Jobangebot. Oder ein “nein” zum Chef, der Dir ein Projekt aufdrücken will, das Dich nicht interessiert oder voran bringt.

Es ist sehr wichtig zu erkennen, wann Du nein sagen musst 

Du solltest auf keinen Fall Warnzeichen ignorieren. Andere würden es vielleicht auch ein schlechtes Bauchgefühl nennen. Egal wie Du es nennst, nimm es ernst.

Hier mal eine kleine Geschichte zu meinen Warnzeichen. Um mein Traumjob Mindset zu entwickeln, musste ich lernen diese wahrzunehmen und dann entsprechend zu reagieren. Jede muss hier selbst entscheiden, ob es solche Warnzeichen für sie gibt. Gerade die Entscheidung einen Job anzutreten oder nicht, ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Du kannst sie oft nur schlecht revidieren und im schlimmsten Fall musst Du jahrelang in einem Job arbeiten, der dir eigentlich schon von Anfang an nicht gepasst hat. Daher solltest Du dich nicht verleiten lassen, eine Stelle anzunehmen, bei der das Bauchgefühl nicht stimmt, oder eines der eigenen Warnzeichen auftaucht.

 

Welche Warnzeichen gibt es in meinem Traumjob Mindset

Ein absolutes “no go” ist für mich, wenn mir der potentielle Chef unsympathisch ist oder man kann ihn aus irgendwelchen Gründen nicht persönlich kennenlernen kenn. Der Chef prägt und beeinflusst deinen Job und letztlich deine Karriere wie keine andere Person. Hier muss die Chemie stimmen.
Es wird gezielt nach “einer Frau” für den Job gesucht – meist um irgendwelche Quoten, die das Unternehmen sich gesetzt hat zu erfüllen. Wenn solche Überlegungen im Vordergrund stehen, geht es nicht um Dich. Du sollst nur eine Rolle erfüllen. Das kann natürlich gut gehen, aber es kann auch sein, dass Du für immer Strohfrau bleibst.
Du bist die vierte oder fünfte Person, die sich innerhalb von wenigen Jahren an der Position versucht. Keine scheint es hier wirklich lange auszuhalten? Dann hat das bestimmt einen Grund. Klar, kannst Du den Job antreten und den Grund herausfinden? Aber Du kannst Deine Zeit auch bestimmt besser einsetzen, oder?

Kann Dir dein Chef die Stelle plausibel erklären?

Die Stelle wird neu geschaffen und es gibt noch in keinster Weise ein Ziel oder Konzept, was man sich von der Stelle verspricht. Ich liebe normalerweise ja Aufgaben, die Gestaltungsspielraum haben. Aber wenn es gar keinen Plan und keine Ziele gibt kann das schwierig werden. Getoppt wird das dann noch, wenn Du das Gefühl hast, dass Dir niemand die Stelle plausibel erklären kann.
Wenn man zügig Karriere machen möchte, rate ich außerdem von Stellen ab, die sehr weit von der Hierarchie (z.B. der Firmenzentrale) weg sind. Zum Beispiel ist es kritisch zu sehen, wenn es sich um eine kleine Tochterniederlassung eines ausländischen Mutterkonzerns handelt. Flache Hierarchien bringen zwar oft viel Verantwortung, aber eben wenig Positionen im Management mit sich. Wenn man weit weg vom “Topmanagement Geschehen” ist, wird man schnell als kleiner Außenposten betrachtet und kann bei Beförderungen leicht übersehen werden. Nach dem Motto: Wer nicht täglich bei der Arbeit gesehen wird, arbeitet auch nichts. Das heißt ich würde in einem solchen Fall sicherstellen, dass man genug Kontakt zu Chef und Kollegen hat.

Was bringt mir ein Traumjob Mindset?

Dein Traumjob Mindset führt idealerweise dazu, dass Du Dir Ziele steckst. Und an Strategien arbeitest, wie Du diese Ziele auch erreichen kannst. Sollte Dir dann auf dem Weg zu deinem Ziel eines deiner Warnzeichnen begegnen, sorgt dein Traumjob Mindset dafür, dass Du trotzdem auf Kurs bleibst. Nehme keine Stelle an, nur weil Du geschmeichelt bist, dass man sie Dir angeboten hat. Langfristig wirst Du nur glücklich, wenn Du auf Deinem Weg bleibst.

Photocredits: Pixabay

Traumjob Mindset