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Work-Life-Balance ein Mythos?!

Für mich ist Work-Life-Balance ein Mythos. Warum? Irgendwie klingt dieser Begriff für mich so, als hätte man zwei verschiedene Leben: Ein Berufsleben und ein privates Leben, die komplett getrennt voneinander sind.

Was bringt Deine Karriere in Balance

Ich glaube aber genau das nicht. Sondern ich glaube wir haben EIN Leben und sind EINE Person. Der Job des Arbeitgebers ist es also nicht, da eine Balance zwischen Beruf und Privat herzustellen. Sondern ich sehe die Herausforderung von moderner Arbeit darin, eine Integration zu ermöglichen. Ich darf ich sein, zu Hause und auf der Arbeit. Natürlich leben wir dabei nicht in einem Utopia. Es gibt immer Momente, in denen ich mich im Job anders verhalte, als ich das privat tun würde. Zum Beispiel schaffe ich es im Job auch vor dem ersten Kaffee höflich zu sein, privat eher nicht…

Aber für mich bedeutet Integration Deiner Persönlichkeit auch nicht, Kinderstube oder ein Mindestmaß an persönlicher Hygiene über Bord zu werden, sondern für mich geht es hier um grundlegendere Dinge.

Meine Persönlichkeit soll nicht vor der Tür bleiben

Ich verstehe unter Work Live Integration, dass ich meine Persönlichkeit mit einbringe. Darunter verstehe ich: Meine Motivation, meine Talente, meine Werte – all das will ich nicht an der Tür zur Arbeit abgeben, sondern all das will ich einbringen (dürfen). Soweit so gut, die meisten Arbeitgeber beginnen das zu verstehen, zumindest glaube ich das in den inflationären „Purpose“ Kampagnen vieler Unternehmen zu erkennen. Mittlerweile ist klar geworden: Ein Job muss nicht nur die Brötchen bezahlen, sondern auch sinnstiftend sein. Aber reicht das aus, um wirkliche Work-Live-Integration zu ermöglichen? Ich finde: Nein!

Work-Life-Balance ein Mythos?

Meine Leidenschaft sinnstiften einbringen, das finden die meisten Arbeitgeber wenn nicht auf den ersten, dann zumindest auf den zweiten Blick positiv. Immerhin zeigt dies, dass ich motiviert dabei bin. Aber zur erfolgreichen Work-Life-Integration gehört für mich auch, darf ich mich auch auf die Arbeit mitbringen, wenn ich temporär nicht zu 100% funktioniere? Oder funktionieren will? Erkennt mein Arbeitgeber es positiv an, wenn ich zum Beispiel ein Sabatical machen will, um mich weiter zu bilden? Wird mein Chef plötzlich komisch, weil ich entscheide zu reduzieren, um meine Eltern zu pflegen? Oder hat mein Unternehmen den Weitblick, zu erkennen, dass genau solche Investitionen in uns selbst, dazu führen, dass wir reifen, wachsen und hinterher mehr wissen, als vorher.

Der 100% Mitarbeiter eine Illusion

Denn kein Mitarbeiter wird 40 Jahre lang auf einem 100% Niveau arbeiten. Früher oder später stellt sich für jeden die Frage, wie offen und ehrlich er mit Phasen von unter 100% mit seinem Arbeitgeber und genauer seinem Chef er sein kann. Bieten wir unseren Mitarbeitern Integration auch auf kleinerer Flamme. Schätzen wir ihren Invest auch wenn er einmal nicht direkt bei uns erfolgt? Oder zwingen wir die Mitarbeiter in den Untergrund. In dem sie uns als Arbeitgeber entweder solche Phasen verschweigen (mit den entsprechenden Folgen) oder in dem wir sie zum Rückzug auf arbeitsrechtliche Zugeständnisse zwingen.

Meine Meinung ist: Gute Unternehmen bieten Work-Life-Integration und erlauben und befähigen Ihre Mitarbeiter zu einem offenen Umgang auch mit privaten Herausforderungen. Mitarbeiter zahlen das zurück – mit Motivation und Leistungsbereitschaft. Meine (Privat) Meinung: Motivation lässt sich nicht erzwingen aber mit einer authentischen Work-Live-Integration definitiv fördern.

Recruiting vs. Retention- in was soll das Unternehmen mehr investieren – eine spannende Frage. Für mich gibt es hier nur eine Antwort…

Recruiting vs. Retention

Fragt man mich, was ich wichtiger finde, kann ich sofort antworten: Retention! Denn ich glaube, dass nur ein Unternehmen, dass weiß, wie es Mitarbeiter langfristig bindet und motiviert auch gut im Recruiting sein kann. Das heißt für mich: gutes Recruiting ohne gute Retention gibt es eigentlich gar nicht. Oder, ich will es noch einmal differenzierter ausdrücken: authentisches Recruiting mit richtigen Inhalten und ohne leere Versprechen, das gibt es ohne gute Retention nicht. Denn nur wenn ich eine Story habe, was mir bei wichtigen Themen wie Führung, Culture und Work Life Integration wichtig ist, kann ich auch im Storytelling damit nach außen gehen. Daher ist es für mich immer wieder spannend zu sehen, wie Recruiter manchmal völlig entkoppelt vom Unternehmensalltag, über Bewerbermessen und durch Instagram tingeln. Im Gepäck ist nicht viel mehr, als eine auf Hochglanz polierte und bitte Agentur erstellte Employer Branding Strategie nebst Social Media Redaktionsplan.

Die Enttarnung des Recruiting Rausch

Die Enttarnung des Recruiting Rausch kommt dann spätestens nach den ersten Wochen im Job. Wenn das Onboarding maximal prozesslastig und alles andere als agil ist. Wenn der Chef einen Führungsstil wie vor 20 Jahren pflegt. und wenn unter Kultur verstanden wird, dass reihum jeder freitags mal Brezeln mitbringt. Nichts gegen Brezeln, aber echtes “Wir” Gefühl braucht soviel mehr. Die tollsten Blüten treibt natürlich auch hier die Digitalisierung. Der Schein auf Instagram, Linkedin und Co. lässt grüßen und kann hier das Sein der Realität überstrahlen. Und irgendwie scheint es auch unfassbar viel leichter zu sein, ein Bewerbermanagement System einzuführen, als einen vernünftigen IT-gestützten Kompetenz- und Bewertungsprozess für die Mitarbeiter einzuführen, die man schon hat. Also die Menschen die man kennt. Die bereits loyal für einen arbeiten und die man nicht erst mühsaml da draußen am Markt anwerben muss. Aber das Gras ist natürlich immer viel grüner auf der anderen Seite. Und so bevorzugen wir völlige Blackboxen, die wir maximal aus drei Stunden Vorstellungsgespräch kennen, über Mitarbeiter, die nunmal ihre Schwächen haben. Aber diese Schwächen kenne ich als Chef doch wenigstens bereits.

Natürlich ist Recruiting auch wichtig

Ohne Recruiting kann ein Unternehmen nicht wachsen, sich nicht schnell neue Skills besorgen und natürlich bringen neue Mitarbeiter einen ganz frischen Blick auf alte Probleme. Und genau das hat auch einen großen Wert. Aber die Überbetonung von Recruiting, insbesondere in der medialen Darstellung der Unternehmen wirkt auf mich oft nicht authentisch. Wobei es auch hier ganz tolle Ausnahmen gibt. Bei den top Firmen, habe ich im Recruiting das Geühl, dass für mich der Vorhang gelüftet wird. Und dass ich sehen kann, wie es wirklich und in echt in dieser Firma zugeht. Bei diesen Firmen erlebe ich nämlich keine Entkopplung von Realität und Recruiting. Sondern das Recruiting zeigt mir lediglich den Blickwinkel auf das real exisitierende Unternehmen mit all seinen Besondernheiten. Aber eben durch die Linse des Bewerbers. Und genau diese Recruitingstrategien gehen hoffentlich auch auf! Denn Recruiting ohne echte Inhalte ist wie Werbung ohne ein Produkt dahinter.

Johanna Bath herCareer

Höchste Zeit darüber zu berichten, was „Design your Career“ ausmacht und warum das Programm genauso aufgebaut ist, wie es aufgebaut ist. Vor ein paar Wochen habe ich ja meine Seminarseite live geschaltet und Du kannst Deine Teilnahme bei „Design your Career“ 2020 buchen. Hier im Blog kannst Du heute lesen, warum das Programm genauso aufgebaut ist und nicht anders…

Aber first things first: Was ist „Design your Career“

Mein Programm ist eine Mischung aus Mentoring und Coaching Programm für Young Professionals in den ersten Berufsjahren. Wenn Du Dich fragst:

  • Was sind meine Ziele im Job und wo soll es eigentlich für mich hingehen?
  • Wo bekomme ich Feedback und Support bei der Gestaltung meines Jobs?
  • Wie soll ich mich Verhalten, um das Beste aus meinem aktuellen Job herauszuholen?

Dann bist Du bei „Design your Career“ genau richtig und Du wirst ab dem 10.02.2020 in sieben Wochen alle lernen, was Du zum Aufbau einer individuellen Karrierestrategie brauchst und vor allem, Du wirst konkrete Schritte haben, wie Du diese Strategie auch umsetzen kannst.

Wie kann das in einer Gruppe funktionieren?

Eine häufige Frage, die ich gestellt bekomme ist warum ich Coaching als „Gruppenkonzept“ anbiete. Völlig zu Recht, schließlich handelt es sich ja oft um individuelle Situationen und diese sollen ja auch individuell adressiert werden. Daher bietet „Design your Career“ viel Raum für die Beantwortung Deiner individuellen Fragen. Sei es in der offenen Sprechstunde bzw. dem Webinar, das immer mittwochs Abends stattfindet oder in der Q&A Session am Freitag. Im live Workshop in einer Stadt in Deiner Nähe arbeiten wir außerdem in kleinen Gruppen mit immer zwei Coaches. Dadurch ist eine 1:1 Betreuung gewährleistet. Außerdem ist „Design your Career“ kein „Lifecoaching“, das verspricht alle Deine Lebensprobleme zu lösen. Im Gegenteil wir fokussieren uns genau auf ein einziges Problem: Dir eine vernünftige Ausrichtung für Deine Karriere zu geben. Die Tools und Methoden dafür erlernst Du entspannt in der Gruppe, die Anwendung davon wird individualisiert. So profitierst Du ganz nebenbei auch noch von den Cases der anderen. Win-Win.

Warum Online Content statt live Seminare?

Ganz wichtig, wir ersetzen nicht das live Seminar durch Online Content. Sondern wir setzen auf eine Kombination aus Online und Offline. Das hat den großen Vorteil, dass Du Dich über einen längeren Zeitraum mit den Themen auseinandersetzt. Die Inhalte können sich also richtig „setzen“ bevor wir gemeinsam in den Seminartag starten. Einige der Analysen aus dem Workbook musst Du auch über ein bis zwei Wochen durchführen, damit Du eine gewisse „Datengrundlage“ für Deine Karrierestrategie bzw. Deinen Umsetzungsplan hast. Da das Alles Zeit in Anspruch nimmt, machen wir das VOR der Seminar. Denn dadurch können wir IM Seminar wirklich an dem arbeiten, was Du eigentlich brauchst. Nämlich keine Informationen und Inhalte sondern einen Umsetzungsplan, mit dem Du sofort loslegen kannst. Mein allererster Blogpost handelte auch davon, warum ein 2-Tages-Seminar keine Transformation bewirken kann, lies ihn gerne hier nochmal nach.

Wie kann ich herausfinden, ob „Design your Career“ zu Dir passt?

Es ist mir sehr wichtig, dass nur Teilnehmer dabei sind, die von diesem Programm wirklich profitieren werden. Warum? Ich möchte Dich als begeisterte Kundin gewinnen, die das Programm weiter empfiehlt. Ich möchte auf keinen Fall, dass Du nicht begeistert bist! Das wäre ein sehr, sehr kurzfristiges Vergnügen! Daher bitte ich Dich auf jeden Fall einen kostenlosen und unverbindlichen Beratungstermin mit mir zu vereinbaren. Das kannst Du hier tun. Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Dir!

Vor zwei Wochen habe ich auf der herCareer in München die spannende Aufgabe mich mit HR Experten zum Thema female friendly company zu unterhalten. Was können Unternehmen im Allgemeinen und HR Abteilungen im Speziellen machen, um wirklich etwas für Gender Diversity zu tun. Wir werden wir also eine femal friendly company? Dabei fokussiere ich mich weniger auf das Recruiting, sondern stärker darauf, was man tun kann, um Frauen, die im Unternehmen angekommen sind dort auch zu halten. Eine Frage, die mir oft zu kurz kommt. Meine persönliche Auffassung ist aber, wenn ich mich nicht zuerst darauf fokussiere, was ich meinen Mitarbeitern anbieten will bzw. was meine Strategie in der Mitarbeiterentwicklung ist (für Männer wie Frauen) ist das, was ich im Recruiting potenziellen Kandidaten erzählen kann, relativ beschränkt. Das wirkt dann oft generisch im besten Fall oder nicht authentisch im Schlechtesten. Daher mein Plädoyer erst kommt das Konzept (in diesem Fall das Angebot an die Mitarbeiter) und dann die Werbung (Recruiting).

Die Evolution der Gleichstellung

Das Thema, wie gute Frauenförderung geht, hat (zum Glück) in den letzten Jahren eine kleine Evolution erfahren. Vor ca. zehn Jahren, als ich anfing mich mit diesen Themen zu beschäftigen herrschte noch eher eine „gleichmach“ Stimmung vor. Mit anderen Worten: Frauen sollten bitte lernen, wie sie sich in der Männerwelt „richtig“ verhalten in dem sie sich mehr oder weniger daran anpassen. Erfolgreiche Bücher wie „Das Arroganz Prinzip“ oder „Spiele mit der Macht“ hauten mehr oder weniger in diese Kerbe. Und ja, auch aus eigener Erfahrung weiß ich, das funktioniert so. Wenn das System Unternehmen patriarchisch und hierarchisch so tickt, hilft nur die Anpassung ans System. Die Folge: ehrgeizige und intelligente Frauen passten sich an und wurden „fast schlimmer als jeder Mann“. Ein Zitat, das ich häufig über weibliche Top Managerinnen gehört habe. Trotzdem war die Anpassung der gängige Weg. Die hartnäckigsten Frauen setzten sich so durch und Unternehmen konnten sage: Siehste, geht doch! Da ist doch eine Frau im Vorstand!

Kulturveränderung zu einer female friendly company ist der Schlüssel

Bringt aber nichts, denn an vielen Frauen, die diese Anpassung nicht leisten wollten oder konnten geht dieser Weg komplett vorbei. Oder sie spielten das „Spiel“ ein paar Jahre oder Jahrzehnte mit, um dann irgendwann entnervt auszusteigen. Aus der Forschung zu meinem Buch ist klar zu erkennen, Frauen ticken anders. Und das ist ja letztendlich auch genau der Grund, warum diversere Teams größere Fähigkeiten haben. Das heißt nicht nur die Frau sollte die Fähigkeit entwickeln diese Stärken zu erkennen und einzusetzen, sondern auch das Unternehmen als System muss sich verändern, um die Diversität wirklich zu nutzen. Was hilft ist den Personalentwicklungs-/und Bewertungsprozess soweit es geht transparent zu gestalten. Erfolgsgrößen einzuführen, die ein möglichst breites Spektrum an  Fähigkeiten und Talenten bewerten. Und ich weiß, unpopulär: Ermessensspielräume Einzelner oder homogener Gruppen einschränken. Denn nur so wird man dem Gender Bias im wahrsten Sinne des Wortes Herr.

Bitte die Männer nicht vergessen

Und während die meisten Unternehmen diese beiden Themen also „die Rolle der Frau“ und „die Rolle des Systems“ zumindest grob auf dem Schirm haben, fällt bei vielen das Thema „Mann“ unter den Tisch. Das ist extrem schade, Gender Diversity ist ein Männer und Frauen Thema. Denn klar ist ja auch, wenn die Teilnahme der Frauen am Berufsleben vergrößert wird durch beispielsweise mehr Vollzeitstellen oder vollzeitnahe Teilzeit oder mehr Führungs- und Expertenverantwortung, dann ist ja auch klar, dass umgekehrt mehr Männer den Weg zu mehr Verantwortung in der Familie und im Haushalt finden müssen. Und hier hakt es ebenfalls noch ganz gewaltig. Männer werden viel wahrscheinlicher diskriminiert als Frauen, wenn sie Elternzeit oder ähnliche Angebote in Anspruch nehmen wollen. Und genau hier sieht man: Flexibilität, Agilität, etc. ist noch lange nicht wirklich in der DNA der Unternehmen angekommen, sondern ist etwas, das man halt als „Frauenproblem“ akzeptiert. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer: Wir müssen individuelle Biographien als den Mehrwert erkennen, den sie darstellen und uns überlegen, wie wir genau die Vielfalt der Lebensentwürfe nutzen können, anstatt es als notwendiges Übel zu sehen.

 

Wenn ich meinen – mittlerweile sehr geölten “talentista” Pitch halte, höre ich immer wieder ähnliche Fragen. Und das, wie ich finde zu recht, denn es handelt sich immer um sehr valide Punkte, die hier auf den Tisch kommen. Daher möchte ich den heutigen Post nutzen, um diese frequently asked questions zu beantworten.

Aber first things first:

Was ist talentista eigentlich?

talentista ist ein Weiterbildungsanbieter, der Unternehmen dabei unterstützt Mentoring und Coaching für weibliche Mitarbeiterinnen zur Verfügung zu stellen. Natürlich dürfen, können und sollen Frauen unsere Angebote auch direkt und unabhängig von ihrem Arbeitgeber nutzen. Aber unsere große Vision ist es, dass Arbeitnehmer darum wissen, welchen Mehrwert es hat Mentoring schon sehr früh und dann kontinuierlich durch alle Phasen des Mitarbeiterlebens hindurch anzubieten. Und genau dazu wollen wir beitragen, in dem wir die entsprechenden Angebote schaffen und die Digitalisierung nutzen, um eine zeitgemäße Bereitstellung dieser Angebote zu ermöglichen.

Brauchen Frauen hier besondere Nachhilfe?

Klares Nein! Mentoring ist für beide Geschlechter gleichermaßen wichtig. talentista ist dennoch ein Anbieter für Frauen. Und zwar aus zwei wichtigen Gründen: Durch unsere Aktivitäten in der Gender und Diversity Forschung wissen, wir das Frauen sich in bestimmten Schlüsselsituationen anders verhalten als Männer. Dieses Wissen finden wir sehr wertvoll und wollen unsere Seminare und unser Angebot genau darauf ausrichten. Außerdem haben wir ein großes Netzwerk aus weiblichen Coaches, Mentoren und Rolemodels, das wir gezielt in das Programm einbringen. Weil wir wissen, dass es genau an diesen Vorbildern (mit all Ihren Storys, Erfahrungen und Werdegängen) in den Unternehmen oft fehlt. You can be it if you can see it!

Aber wir machen doch schon so viel…Brauchen wir das?

Es stimmt: der digitale Wandel hat die HR Bereiche erfasst und gerade im Recruiting passiert wahnsinnig viel. Social Recruiting, Mobile Recruiting, Recruitainement und das ganze begleitet von einer Employer Branding Kampagne. Und das ist auch gut so! Je mehr Kandidaten von ihren diversen Möglichkeiten wissen und von potentiellen Jobs und Arbeitgebern erfahren, desto besser. Und natürlich helfen auch hier Worthülsen nicht weiter und der Realitätscheck erfolgt am ersten Arbeitstag und an den hoffentlichen vielen Tagen danach. In vielen Firmen endet mit der Einstellung die “Aufgabe” von HR. Ab jetzt ist alles “Führungsaufgabe”. Was passiert aber wenn der Chef keine Zeit hat? Oder seine Prioriäten auf die Erfüllung seiner Fachaufgabe legt? Und genau diese Lücke kann ein Angebot wie Design your Career schließen.

So viele Möglichkeiten…Wie soll ich mich entscheiden?

Und auch in den Unternehmen, die ihren Mitarbeitern viel bieten, ist Mentoring dringend gefragt. Denn je mehr Möglichkeiten für Schulungen, Projekte und sonstige Angebote ich habe, desto mehr Entscheidungen muss ich treffen. Wie setze ich meine wertvolle Arbeitszeit so ein, dass ich meinen Job sehr gut machen kann und mich selbst nach meinen Wünschen weiterentwickle? Wie setze ich meine Prioritäten richtig? Wann muss ich nein sagen? Und wenn ich nein sage, wie mache ich das eigentlich? Auch hier hilft ein Angebot wie talentista  sich zu sortieren, sich selbst und das Umfeld besser kennen zu lernen und entsprechend zu handeln. Unser Motto: Talente in Taten transformieren (und nicht im Entscheidungsdilemma hängen bleiben).

Dein Chef ist ein absoluter Schlüsselfaktor in deinem Berufsleben. Daher solltest Du Dir nicht nur den Job, sondern auch den Chef gezielt auswählen. Es heißt nicht umsonst: Mitarbeiter verlassen Chefs nicht Unternehmen. Und auch meine persönliche Erfahrung sagt mir, dass da definitiv etwas dran ist.

Schlüsselfaktor Chef oder Chefin

In vielen Fällen ist Dein Chef oder Deine Chefin, das Bindeglied zwischen Dir und dem Unternehmen. Du bekommst viele Informationen und auch Deine Aufgaben ausschließlich oder zumindest in weiten Teilen über Deinen Chef. Das bedeutet, dass seine Art Dinge zu kommunizieren oder zu vermitteln, sehr ausschlaggebend ist, was Du in welcher Form vom Unternehmen „mitbekommst“. Will heißen, wenn er gerne und schnell kommuniziert wirst auch Du gut informiert sein. Wenn er gut darin ist, interessante Projekte innerhalb des Unternehmens an Land zu ziehen, wirst auch Du interessante Aufgaben haben. Umgekehrt ist das aber leider auch der Fall: Wenn Dein Chef kein großes Interessen an Kommunikation hat, oder es schlicht nicht als notwendig erachtet, wird dies leider auch Dich beeinflussen. Natürlich hast Du dann immer noch die Möglichkeit andere Kanäle und Netzwerke zu nutzen, aber das ist oft nicht der ideale Weg. Mittlerweile arbeiten viele Organisationen auch in agilen und/oder cross-funktionalen Teams. Auch das ist dann ein Weg sich dem direkten Einfluss des Chefs zu entziehen oder sich zumindest Alternativen zu schaffen. Dennoch bleibt die Rolle des Chefs wichtig.

Dein(e) Chef(in) und Deine Karriereentwicklung

Auch für deine Karriere bzw. auch Deine ganze Entwicklung im Unternehmen ist Dein Chef maßgeblich wichtig. Je größer das Unternehmen desto mehr wird dein Chef zu Deinem Führsprecher, wenn es um das Thema Gehalt oder Schulungen und Weiterbildung geht. Denn je größer dir Organisation, desto anonymer sind die Verteilungswege von Budgets für Gehälter oder Schulungen. Und hier kommt dann natürlich Deine Chefin ins Spiel die diese Leistungen dann für Dich beantragen muss. Manchmal auch gegen die Widerstände anderer (die wiederum für Ihre Mitarbeiter eintreten). Wenn Dein Chef hier wenig motiviert oder sehr konfliktscheu ist, kann das für Dich zum Nachteil werden. Nämlich dann wenn Du immer den Kürzeren ziehst, wenn es um diese „Goodies“ geht. Natürlich kannst Du auch hier versuchen, über die Grenzen Deines Teams hinweg, positiv aufzufallen. Vielleicht auch Den Chef Deiner Chefin kennen zu lernen oder in übergreifenden Projekten zu glänzen. All das sind Möglichkeiten, neue Fürsprecher zu gewinnen. Aber der Chef bleibt trotzdem extrem wichtig.

Wenn der Chef oder die Chefin schädlich für dich wird

Auch Chefs und Chefinnen haben ihre eigenen Ziele. Und das ist ja auch nur natürlich und richtig. Für Dich kann dies zum Problem werden, wenn die Ziele Deiner Vorgesetzten, Deinen Ziele widersprechen. Dies ist vor allem dann schwierig, wenn Dein Chef eher egoistisch und wenig unternehmerisch handelt. Zum Beispiel wenn er sich gegen jeden auch noch so kleine Investition wehrt, auch wenn diese einen großen positiven Einfluss haben würde. Oder wenn der Chef Deine Weiterentwicklung verhindert, weil Du so wichtig für das Team bist. Sprich er verhindert, dass Du neue Jobangebote bekommst oder Dich auf eine verantwortungsvollere Stelle weiterentwickelst, weil er Angst hat, dass er dann seine Aufgaben nicht mehr erledigen kann. Auch gefährlich sind sehr passive Chefs, die wenig aktiv oder sehr unmotiviert sind. Das kann zur Folge haben, dass sie keine interessanten Projekte annehmen und versuchen alle Aufgaben abzublocken. Das bedeutet natürlich, dass in der Folge auch keine interessanten Jobs bei Dir landen.

Was tun, wenn der Chef zum Problem wird?

Ich habe ja hier bereits geschrieben, was Du tun kannst, wenn Du von Deinem Job enttäuscht bist. Bzw. hier auch die Überlegungen geteilt, die Du anstellen solltest, wenn Du überlegst zu kündigen. Du solltest auf jeden Fall erst alle Optionen austesten, bevor Du drastische Schritte unternimmst. Auch Chefs können mal eine schlechte Phase haben, oder sie sind sich überhaupt nicht dessen bewusst, dass Du Dir mehr Kommunikation oder andere Aufgaben wünschst.

Verändert sich aber dauerhaft nichts an der Beziehung, solltest Du unbedingt handeln. Denn wie bereits beschrieben, hat der Chef einen großen Einfluss. In manchen Fällen, kannst Du trotzdem auf dem Job bleiben, nämlich dann, wenn es Dir gelingt außerhalb Deines Teams so gute Kontakte und Netzwerke aufzubauen, dass Du Deinen Chef für Projekte oder Weiterentwicklung nichts mehr brauchst. Ist das aber nicht machbar, zum Beispiel, weil Du alleine an einem Standort bist oder Dein Job Dir nicht die Möglichkeiten für Kontakte bietet, dann solltest Du nach einer gewissen Zeit überlegen, ob Du Dich innerhalb oder außerhalb des Unternehmens verändern solltest. Reflektiere diese Entscheidung aber unbedingt mit einem Coach, Mentor oder einem Vertrauten. Idealerweise einer Person außerhalb des Teams. Denn oft ist man auch festgefahren in seinem Blick auf die Situation und in diesen Fällen solltest Du sicherstellen, dass Du wirklich alles versucht hast.

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Wieso ticken Frauen bei der Karriereplanung anders? Oder auch: warum gibt es Dein Angebot nicht für Männer? Diese oder ähnliche Fragen werden mir regelmäßig gestellt, wenn ich über talentista berichte.

Jeder junge Mensch kann von Mentoring profitieren

Zunächst mal ist mir eines dabei sehr wichtig: Jeder (junge) Mensch profitiert meiner Meinung nach, wenn er oder sie Unterstützung bei der Entwicklung eines gewissen Lebensplans oder auch einer gezielten Karriereplanung bekommt. Ob Mann oder Frau – das kann meiner Meinung nach fast jede(r) gebrauchen. Manche haben das Glück durch bestimmte Charaktereigenschaften und die Erziehung eine sehr gute Resilienz mitbekommen zu haben und quasi wie von selbst immer wieder auf den richtigen Kurs zu kommen. Aber wie ich hier auch schreibe, das ist Glück! Und so ein großes Glück über so eine gefestigte Persönlichkeitsstruktur zu verfügen, hat schlicht nicht jeder. Manche Menschen haben auch tolle Vorbilder in ihrem Leben, die es vielleicht sogar schaffen eine Mentorenrolle einzunehmen, ohne bewusst oder unbewusst emotionalen Druck aufzubauen. Aber auch hier hat der Zufall seine Finger im Spiel.

Insofern meine These: fast jeder profitiert von einem vernünftigen Mentoring – ob Mann oder Frau.

Warum talentista dennoch ein Angebot für Frauen ist

Trotzdem habe ich mich bewusst dazu entschieden, talentista gezielt als ein Angebot für Frauen aufzusetzen. Nochmal ganz wichtig: Nicht weil ich glaube, dass Frauen hier besondere Nachhilfe brauchen. Sondern weil ich mich in meinem Angebot genau auf diese Zielgruppe spezialisieren möchte. Denn in meinem Buch stecken 5 Jahre Forschung und Studienwälzen und daher weiß ich, an welchen Stellen die Knackpunkte liegen, die weibliche von männlicher Karriereplanung unterscheidet. Außerdem kann ich viel mehr von meinen persönlichen Erfahrungen als Frau berichten und dadurch viel mehr Authentizität und Emotionalität in das Programm einbringen. Und das gibt mir wiederum das Gefühl, etwas Sinnvolles in der Welt zu bewegen.

An welchen Stellen ticken Frauen bei der Karriereplanung anders?

Zunächst einmal lässt sich natürlich auch die Gruppe der Frauen nicht über einen Kamm scheren. Auch innerhalb dieser sehr großen Gruppe gibt es selbstverständlich noch viele weitere differenzierende Merkmale neben dem Geschlecht. Ich treffe introvertierte und extrovertierte Kundinnen mit unterschiedlichsten Charaktereigenschaften. Das heißt mit dem Thema Frau ist es noch lange nicht getan, da fängt meine Arbeit erst richtig an. Dennoch kann ich drei Punkte festnageln, an denen ich bei den meisten Frauen Handlungsbedarfe sehe. Und das bestätigen nicht nur die Studien, die ich für mein Buch gewälzt habe sondern auch meine Coachingpraxis.

Knackpunkt 1: Unconcious Bias

Der Unconcious Bias oder die unbewusste Ungleichbehandlung sorgt dafür, dass Mädchen von Geburt an anders behandelt werden als Jungs. Oder umgekehrt. Auch unter dem klingenden Namen „die blau-rosa Falle“ bekannt. Und natürlich müssen wir in Deutschland gar nicht auf die unbewusste Ungleichbehandlung schauen. Denn es gibt auch noch weite Teile der Gesellschaft, die sogar bewusst einen Unterschied zwischen Männern und Frauen machen. Zum Beispiel, indem völlig unterschiedliche Erwartungen an die Geschlechter gerichtet werden. 35% aller Deutschen glauben auch heute noch, dass Frauen ihren Berufswunsch der Familie unterordnen sollten. Und eine Befragung von jungen Erwachsenen bestätigte ebenfalls, dass 21% der jungen Frauen angaben, dass Verwandte ihnen aktiv vom Besuch einer weiterführenden Schule oder einem Studium abgeraten hätten. Bei den Jungen in der Vergleichsgruppe waren es deutlich weniger.

Was Frauen aus diesen bewussten oder unbewussten Ungleichbehandlungen machen ist sehr unterschiedlich. Einige leiden lange unter mangelndem Selbstwert, andere versuchen besonders forsch und hart aufzutreten.

Knackpunkt 2: Weibliche Motivatoren sind oft andere

Auch heute noch wird in vielen Firmen erwartet, dass potenzielle Führungskräfte bestimmte Verhaltensmuster an den Tag legen. Tun sie dies nicht, werden sie oft gar nicht erst als solche erkannt. Ein großes Beispiel dafür ist die sogenannte Machtmotivation: wie deutlich zeigst Du, dass Du Karriere machen willst und wie selbstverständlich zeigst Du die Zeichen der Macht und nutzt diese, um Deine Interessen durchzusetzen? Und genau in den Antworten auf diese Fragen unterscheiden sich viele Frauen von Männern. Sie sind anders motiviert. Nämlich eher dadurch, Wertschätzung und Anerkennung aus der Gruppe zu bekommen. Oder die Möglichkeit zu haben, eine sehr sinnhafte Tätigkeit zu übernehmen, bei der sie auch Empathie und Intuition einsetzen können. In der Leistungsmotivation hingegen gibt es keine signifikanten Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Doch das wird oft verkannt, wenn das offensichtliche Streben nach Macht verhaltener ist.

Knackpunkt 3: Torschlusspanik

Durch das Thema Familienplanung aber auch das Altern im Allgemeinen, setzen sich Frauen viel stärker selbst unter Druck als Männer. Gerade die 30 üben hier auf viele junge Frauen einen großen Druck aus. Unrealistische Erwartungshaltungen an sich selbst, sind die Folge solcher Glaubenssätze wie: „Wenn ich ein Kind habe, kann ich sowieso nichts mehr erreichen“. Oder wenn ich bis Mitte Dreißig nicht meinen Traumjob gefunden habe, kann ich sowieso nie wieder etwas verändern. Solche oder ähnliche Sätze begegnen mir in meiner Coachingpraxis oft. Ambitionen schnell etwas erreichen zu wollen, sind ja auch per se nicht schlecht, aber wenn diese zu schädlichen und zwanghaften Denkmustern führen, werden sie Dich definitiv behindern.

 

Dies sind nur drei Gründe oder Themengebiete, in denen sich jungen Frauen schlicht andere Fragen stellen als jungen Männern. Und meine Leidenschaft ist es hier gemeinsam anzusetzen, die Knackpunkte zu überwinden und zu einer zielführenden Strategie und einem realistischen Umsetzungsplan zu kommen.

1 – Das Mindset im Mitarbeitergespräch ist extrem wichtig. Mache Dir das auf jeden Fall vorher bewusst. Gehe nicht einfach in das Gespräch hinein und warte, was von deinem Chef kommt. Kommt nämlich wenig bis nichts, dann bist Du meist unvorbereitet, das Gespräch in deinem Sinne zu lenken. Dein Input ist mindestens genauso wichtig, wie der deines Chefs.

2 – Überlege dir vorher was Du aus dem Gespräch mitnehmen willst. In vielen Firmen ist das Mitarbeitergespräch nur einmal im Jahr vorgesehen. Das heißt es ist eine Chance, die Du nur selten bekommst. Daher solltest Du Dir vorher auf jeden Fall bewusst machen, was Deine Ziele sind. Schreibe diese am besten auf und priorisiere sie. Auch ist es wichtig, dass Du Ziele für verschiedene Bereiche hast: Feedback, Weiterentwicklung/Karriere, neue Inhalte/Projekte und natürlich die finanzielle Perspektive.

Mit dem richtigen Mindset im Mitarbeitergespräch gutes Feedback erhalten

3 – Wenn Dein Chef Dir fortlaufend Feedback gibt, ist das prima. Doch viele Chefs vergessen es schlicht ihren Mitarbeitern im Alltag Feedback zu geben. Daher sollte ein gutes Mitarbeitergespräch auf jeden Fall Feedback enthalten. Überlege Dir vorher zu welchen Themen (zum Beispiel bestimmte Projekte, Präsentationen, Kundentermine,….) Du besonders gerne Feedback hättest. Und frage konkret danach, wenn dein Chef kein Feedback gibt.

4 – Zu gutem Feedback gehört auch, dass man gemeinsam überlegt, wie man an Herausforderungen arbeiten kann. Das ist der Bereich der Weiterentwicklung. Wo hast Du Verbesserungspotential und wie kannst Du daran arbeiten. Dein Mindset im Mitarbeitergespräch sollte sein, so gut wie möglich zu verstehen, was Dein Chef von Dir erwartet. Denn nur dann kannst Du seine Maßstäbe, an denen Du mit deiner Leistung gemessen wirst nachvollziehen.

5 – Gehe immer mit konkreten Maßnahmen aus dem Mitarbeitergespräch. Welche Projekte wirst Du in Zukunft übernehmen? Welche Fortbildung besuchen? Welche zusätzliche oder neue Verantwortung kannst Du übernehmen. Schreibe dies auf jeden Fall auch mit, damit Du es später beispielsweise auch mit deiner schriftlichen Zielvereinbarung abgleichen kannst. Deckt sich diese mit deiner Dokumentation ist das ein gutes Zeichen, dass Du und Dein Chef das gleiche Verständnis der nächsten Schritte habt.

Neue Inhalte und Projekte definieren

6 – Das Mitarbeitergespräch ist auf jeden Fall auch der Moment, um über deine weitere Karriereentwicklung zu sprechen. Willst Du mehr Verantwortung oder größere Projekte übernehmen, oder geht es Dir eher um die inhaltliche Weiterentwicklung? Dann ist jetzt der Moment das konkret anzusprechen. Warte nicht darauf, dass dein Chef deine Gedanken liest.

7 – Mache konkrete Vorschläge, wie das aussehen kann. Du solltest möglichst konkret werden. Sage nicht einfach: „Ich möchte mehr Verantwortung übernehmen“. Sondern schlage ein konkretes Thema, Event, Kunden, Projekt, etc. vor, in dem Du das tun kannst. Dein Mindset Im Mitarbeitergespräch sollte sein, sogar schon konkrete Vorschläge zur Umsetzung zu machen. Damit bekommt Dein Chef ein klareres Bild von deiner Vision und kann auf dieser Basis konkreter eine Entscheidung treffen.

Mit dem richtigen Money Mindset im Mitarbeitergespräch

8 – Du musst auch deine finanzielle Weiterentwicklung ansprechen. Lies dazu auf jeden Fall auch hier nach, wie Du eine Gehaltsverhandlung richtig vorbereitest. Wie immer denke daran, dass Du auch Alternativen anbieten kannst: Zum Beispiel mehr Urlaubstage oder eine teure Schulung. Diese Dinge solltest Du auf jeden Fall vorher schon überlegt haben, damit Du im Gespräch verhandlungsbereit bist.

9 – Wenn Du schon weißt, dass das Thema Gehalt ein kritischer Knackpunkt wird, solltest Du auch bereits vorab einen Plan B recherchiert haben. Was tust Du, wenn der Chef sich nicht bewegt und auf keines Deiner Angebote eingeht? Was ist deine letzte Konsequenz? Bleibst Du trotzdem oder wirst Du Dir etwas Neues suchen. Vorsicht vor leeren Drohungen. Diese schädigen deine Verhandlungsposition nachhaltig.

Dein generelles Mindset im Mitarbeitergespräch

10 – Insbesondere Frauen neigen dazu, im Gespräch nicht klar genug zu kommunizieren, was Sie wollen. Sie verstecken sich hinter Andeutungen und wundern sich, wenn die Botschaft bei Ihren männlichen Chefs nicht ankommt. (Und ja das weiß ich aus eigener Erfahrung 😉 Daher formuliere deine Botschaften klar: „Ich wünsche mir,….“ Oder „Ich schlage vor, dass…“

Viel Erfolg – mit diesem Mindset schaffst Du das mit links!

 

 

 

Photocredit: rawpixel

 

 

Enttäuscht vom Job

Warum sind eigentlich so viele junge Frauen enttäuscht vom Job? Ich glaube hier kommen einfach sehr viele Themen zusammen und ich möchte einmal versuchen das irgendwie aufdröseln. Und natürlich möchte ich Dir eine praktische Hilfestellung an die Hand geben, wie Du aus der Jobkrise rauskommen kannst.

Aber zuerst einmal: Woher kommt es eigentlich, dass wir oft so enttäuscht vom Job sind?

Aller Anfang ist das Studium – und danach ist man enttäuscht vom Job

Auch wenn man im Studium viel lernen muss und oft mit weniger Geld auskommen muss, trotzdem ist es für viele eine absolut geniale Zeit. Aber woran liegt das eigentlich? Für mich war es hauptsächlich die riesige Abwechslung, die das Studium so klasse gemacht hat. Ständig neue Fächer, Seminare, Praxisprojekte, Auslandssemester und neue Leute, Leute und Leute. Langeweile absolut Fehlanzeige. Und wenn doch mal etwas doof war – dann war es ja spätestens nach einem Semester vorbei. Im Job – gerade in vielen Einstiegsjobs – sieht das anders aus: Zunächst mal muss man die Routinen des Unternehmens kennenlernen. Das bedeutet oft 9 to 5. Die gleichen Kollegen. Die gleichen Abläufe. Wenn dann noch Unterforderung dazu kommt, oder die Inhalte einfach doof sind, kann der Job schnell zum Frustfaktor werden.

Der Chef – ein absolut kritischer Faktor für die Jobentwicklung

Man liest oft inspirational quotes, in denen es heißt, man solle sich für einen Chef entscheiden, nicht für einen Job. Oder lieber in einer schlechten Firma mit gutem Chef, als in einer guten Firma mit schlechten Chef arbeiten. Und da ist auf jeden Fall ein Funken Wahrheit dran. Es kann unfassbar demotivierend sein, z.B. kein Feedback zu bekommen oder viel zu wenig Feedback. Gerade am Anfang des Berufslebens, hat man oft so viel Potenzial, das noch ausgeschöpft werden will. Gleiches gilt für über- oder unterfordernde Aufgaben. Hier braucht ein Chef viel Gespür für das richtige Maß an Verantwortung und Vertrauen. Nicht jeder Mitarbeiter kommt mit vielen Freiräumen klar, andere blühen erst richtig auf, wenn sie ganz viel selbst entscheiden dürfen. Ein guter Chef merkt das.

Das richtige Unternehmen – Was ist mein Purpose?

Mittlerweile haben wir ja schon verstanden, dass das „warum“ ganz wichtig ist. Das heißt wir wollen verstehen, warum das Unternehmen und seine Produkte gut sind, was der Zweck des Unternehmens in der Welt ist. Idealerweise stimmt das mit unseren Werten überein. Aber das alleine reicht nicht. Wir wollen auch, dass wir einen Zweck für das Unternehmen erfüllen. Warum sind wir wichtig im großen Ganzen. Wofür ist unsere Arbeit gut? Klasse Unternehmen schaffen es, jedem Mitarbeiter zu vermitteln, warum er wichtig ist und honorieren dies auch. In viel zu vielen Unternehmen, sind Mitarbeiter weiterhin aber nur ein „Kostenfaktor in der Leistungserstellung“ wie in einem BWL Lehrbuch. Das ist nicht motivierend. Und bedeutet, auch wenn die Produkte einer Firma noch so toll sind, wenn ich mich nutzlos und nicht wertgeschätzt fühle, schlägt das auf die Motivation.

 

Du bist enttäuscht vom Job? 10 Dinge, die du tun kannst:

  • Versuche herauszufinden, was genau dich enttäuscht: Ist es die Tätigkeit (zu langweilig oder zu anspruchsvoll), der Chef oder das gesamte Unternehmen?
  • Wie lange bist Du schon im Job? Nach einem halben Jahr kannst Du noch kein gutes Urteil fällen, mit fünf Jahren Frust hingegen, solltest Du wahrscheinlich schnell etwas ändern.
  • Hast Du schon aktiv Maßnahmen zur Veränderung angestoßen? Zum Beispiel ein direktes Gespräch mit deinem Chef. Gerade Frauen belassen es oft bei Andeutungen und Chefs verstehen diese dann unter Umstände nicht. Du solltest unter vier Augen direkt ansprechen, was dich stört
  • Bringe konkrete Vorschläge für Veränderung mit, z.B. welches Projekt Du übernehmen möchtest oder welche Stelle du gerne übernehmen willst
  • Dir fehlen bestimmte Kenntnisse, schlage Schulungen oder Maßnahmen vor, mit denen Du diese erwerben kannst
  • Bringe ein wenig Geduld mit. Von einem auf den anderen Tag ändert sich gerade in großen Unternehmen wenig, aber warte auch nicht ewig auf Veränderungen.
  • Falls Dein Chef sehr passiv ist, kannst Du durch aktives Netzwerken versuchen an andere Förderer oder potenzielle Mentoren heranzukommen
  • Spiegele Deine Sichtweise mit Kollegen deines Vertrauens oder mit Freunden, die in Deiner Branche Erfahrung haben. Hole Dir ein ehrliches Fremdbild ein.
  • Schmeisse nicht alles hin, nur um einem Gespräch mit dem Chef aus dem Weg zu gehen. Bevor Du es nicht versucht hast, kannst Du schließlich nicht wissen, ob sich nicht doch etwas ändern kann.
  • Hast Du all diese Schritte (ernsthaft) unternommen und es tut sich immer noch nichts, dann ist es wahrscheinlich an der Zeit die Fühler auszustrecken. Stelle sicher, dass Du wirklich mit gutem Gewissen, alles getan hast, um an den Problemen zu arbeiten, dann kannst Du auch mit gutem Gewissen weiterziehen.

 

 

 

 

 

Foto von Jeffrey Czum

 

Geld Jahresgespräch Gehalt

Ich habe dich hoffentlich in meinem Post vor ein paar Tagen überzeugt habe, dass Gehaltsverhandlung ein „Muss“ ist. Daher möchte ich dir jetzt alle Tipps geben, wie Du die Gehaltsverhandlung perfekt vorbereiten kannst.

Eine Gehaltsverhandlung muss vorbereitet werden.

Viele Leute machen den Fehler, sich nicht auf die Frage nach dem Gehalt vorzubereiten. Klar, Du bist ja darauf fokussiert, einen möglichst guten Eindruck in deinem Vorstellungsgespräch zu machen. Oder auch, wenn es sich um ein Jahresgespräch handelt, bist Du vielleicht nervös vor dem Feedback Deines Chefs. Dennoch solltest Du darauf gefasst sein, dass die Frage nach dem Gehalt kommt. Oder zum Beispiel im Fall des Jahresgesprächs, musst Du vielleicht sogar selbst die Initiative ergreifen. So oder so Du darfst Dir die Chance nicht entgehen lassen.

Bei der Gehaltsverhandlung geht es um Geld – aber nicht nur um Geld.

Ein Arbeitsplatz ist so viel mehr als das Gehalt. Fixiere Dich deshalb nicht nur darauf, mehr Geld rauszuhandeln, sondern überlege Dir auch, was Die außer Geld wichtig ist. Eine interessante Schulung, auf die Du schon lange wolltest? Oder eine flexiblere Homeoffice Regelung? Auch zusätzliche Urlaubstage, Stundenreduzierung bei gleichem Gehalt oder ähnliches, können je nach Lebensmodell sehr interessant sein. Am besten Du steckst Dir selbst einen flexiblen Rahmen, was Dir wichtig ist. Ordne diese Liste dann nach deinen Prioritäten. Lehnt der Chef deine Top Priorität ab, kannst Du immer noch nach dem zweiten Punkt auf deiner Liste fragen. So bleibt auch eine vermeintlich geschlossene Tür weiter offen.

Die richtige Vorbereitung hilft Dir, gelassen zu bleiben.

An anderer Stelle habe ich ja schon erzählt, wie Du dich ideal auf die Gehaltsverhandlung vorbereitest. Sprich insbesondere wie Du Deinen Marktwert recherchieren kannst. Befindest Du Dich im Recruitingprozess für einen neuen Job, dann verkaufst Du dich ja sowieso schon mit allen Argumenten. Hier würdest Du beim Thema Gehalt keine neuen Argumente mehr vorbringen. Das schwächt deine Position, da es oft wie ein Rechtfertigungsversuch wirkt, warum Du das Geld auch wirklich verdienst. Das sollte aber nach einem Top Interview gar nicht mehr notwendig sein. Bei einem Jahresgespräch ist die Situation etwas anders. Hier hilft es auf jeden Fall aufzuzeigen, worin der eigene Beitrag besteht. Dabei nicht nur in die Vergangenheit blicken, sondern auch in die Zukunft. Was wirst Du künftig schaffen, welche Verantwortung wirst Du übernehmen? Je besser Du Dich vorbereitest, desto ruhiger und souveräner wirst Du wirken.

Der Moment der Verhandlung ist kurz.

Ok, Du hast die Gehaltsverhandlung perfekt vorbereitet. Was jetzt? Insbesondere im Jobinterview besteht die Verhandlung, bzw. deine Forderung meist nur aus einem Satz. Diesen bringst Du ruhig und gelassen vor und wartest dann. Auch wenn jetzt eine unangenehme Stille entsteht. Widerstehe der Versuchung dich irgendwie zu rechtfertigen. Gleiches gilt für das Jahresgespräch. Hier trägst Du deine Argumente kurz und prägnant vor und dann lässt Du das Gesagte einen Moment wirken. Erwarte keine sofortige Antwort.

Natürlich solltest Du das Gehalt auch unterjährig ansprechen.

Auch wenn in Deinem Unternehmen vielleicht nur einmal im Jahr die Möglichkeit zur eigentlichen Gehaltsanpassung besteht, solltest Du nicht bis zu deinem Jahresgespräch warten, um das Thema Gehalt und andere Konditionen mit Deinem Chef zu besprechen. Oft sind zum Jahresgespräch die Budgets nämlich bereits verteilt und Dein Chef hat vielleicht gar nicht mehr die Möglichkeit, Deine Forderung zu erfüllen. Daher solltest Du unbedingt bereits davor aktiv werden. Warte einen günstigen Moment ab. Es sollte ein ruhiger Moment sein und ein Moment, in dem dein Chef auch mit Dir zufrieden ist. Jetzt kannst Du gelassen anmerken, was Dir vorschwebt, dabei keine konkreten Zahlen nennen, aber klar machen, dass beim nächsten Jahresgespräch etwas passieren sollte. Insbesondere auch dann, wenn Du beispielsweise deine Arbeitsstunden verändern willst oder andere größere Anpassungen möchtest. So hat Dein Chef Zeit sich Gedanken zu machen, wie er deine Forderungen erfüllen kann. Du vermeidest es Ihn zu überrumpeln. Reagiert er genervt oder gar sofort ablehnend, hast du wenigstens Zeit gewonnen, in der Du weißt woran Du bist. Mache Dir schon vorher klar, wie Du damit umgehst. Das gehört auch dazu die Gehalstverhandlung perfekt vorzubereiten.

Was ist wenn mein Chef „nein“ sagt.

Auch hier solltest Du nicht sofort die Flinte ins Korn werfen. Gerade bei Sonderregelungen, die es in der Firma vielleicht so noch nicht gibt, tun sich viele erstmal schwer. Gib Deinem Chef Zeit, das Ganze sacken zu lassen. Vielleicht überdenkt er seine Meinung. Tut er das nicht und versucht er auch dem Thema aus dem Weg zu gehen, dann weißt Du woran Du bist. Und dann bleibt natürlich nur der Klassiker „love it or leave it“.

 

 

Bildquelle: Lucas Pezeta