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Die Inspiration für diesen Artikel bzw. das Thema: “Als Single eine Wohnung kaufen” stammt aus zwei Quellen. Zum einen war da eine sehr interessante Frage einer Teilnehmerin des Femboss Festival. Sie fragte mich, ob ich es für “ok” halten würde, eine Wohnung als Geldanlage zu kaufen. Sie hatte ein gutes und sicheres Einkommen und bereits eine private Rentenversicherung. Ich muss wahrscheinlich kurz richtig doof geschaut haben. Bevor ich antwortete: “Natürlich ist das ok, das ist sogar eine sehr gute Idee!”

Und vor ein paar Tagen begegnete mir das Thema nochmal. Ich traf mich mit einer Arbeitskollegin und sie erzählte mir, dass sie gerade ein Haus gekauft hat. Alleine! Sie war mega happy mit ihrer Entscheidung und obwohl es bei ihr im Job gerade nicht so toll läuft, motiviert sie das Haus, einfach dran zu bleiben, und die Zähne zusammen zu beissen.

Schloss ohne Traumprinz

Ich glaube nicht, dass ich hier für das Thema Immobilie als Geldanlage werben muss. Ich denke es ist vielen klar, dass einen vermietete (aber in manchen Fällen auch selbstgenutzte) Immobilie eine super Geldanlage sein kann. Ich möchte hier auch kein Maklerblog werden und jetzt was über Lage, Lage, Lage erzählen. Ich denke diese Infos bekommt Ihr sowieso besser wo anders. Aber ich glaube, dass auch beim Thema Immobilienkauf unser Mindset eine große Rolle spielt. Denn, welches kleine Mädchen träumt schon davon, sich als Single eine Immobilie zu kaufen. Nein, wir träumen eher vom gemeinsamen Schloss mit unserem Traumprinz. Was aber, wenn der Traumprinz auf sich warten lässt, während Dein Geld auf dem Tagesgeld Konto vor sich hindümpelt?

Trotz Immobilie flexibel bleiben

Das ideale Objekt lässt sich genauso schnell wieder verkaufen, wie Du es gekauft hast. Das bedeutet, dass Du idealerweise eine Immobilie kaufst, die für alle drei Zwecke funktioniert. Selbst daran wohnen, vermieten oder verkaufen. Denn dann hast Du die maximale Flexibilität, was Du mit Deiner Immobilie machst. Und wenn der Traumprinz dann vor der Tür steht und das Schloss doch noch gekauft wird, kommst Du schnell wieder an Dein Geld. Oder Du vermietest die Wohnung und investierst die Mieteinnahmen in die Finanzierung des Schlosses. Auch empfehle ich den Immobilienkauf auch eher dann, wenn Du es Dir leisten kannst. Sprich, wenn Du eine überschaubare Finanzierungsrate hast und gleichzeitig noch sparen kannst. Natürlich ist das eine konservative Vorgehensweise und so holst Du nicht die maximale Rendite heraus, aber auf der anderen Seite bleibst Du flexibler, da Du nicht finanziell an Dein Limit gehst.

Tipps für das richtige Mindset beim Kauf

Klar eine Immobilie zu kaufen, macht man nicht mal eben so. Die Entscheidung kann sich aus vielen Gründen beängstigend anfühlen. Daher solltest Du Dir auf jeden Fall den Rat von jemandem einholen, der das schon mal gemacht hat und idealerweise auch die Substanz einer Immobilie bewerten kann. Selbst wenn Du Dir sehr sicher bist, dass alles in Ordnung ist, kann es ungemein beruhigend wirken, wenn noch eine zweite Person die Immobilie angeschaut hat. So ging es zumindest mir bei meinem ersten Immobilienkauf.

Genauso wenn es um den Prozess des Kaufes geht: Wer es schon einmal gemacht hat, der empfindet das nicht als Hexenwerk. Daher werde ich hier einfach Freunde und Bekannte nach deren Erfahrungen auszutauschen.

Ein weiterer guter Ansprechpartner vor der Immobilienkauf ist Deine Bank. Hier bekommst Du in der Regel gerne einen Termin, in dem geklärt werden kann, wie hoch deine Finanzierungssumme sein kann/darf und welche Konditionen ungeführ auf Dich zukommen. So einen Termin würde ich unbedingt empfehlen, denn dieser Beschleunigt die Abwicklung, wenn Du die passende Immobilie gefunden hast. Und in der Regel gewinnt der Käufer das Rennen, der als erstes eine Finanzierungszusage seiner Bank erhält.

Mythos Niedrigstzinsen

Natürlich unterbieten sich derzeit die Banken mit ihren Niedrigzinsen. Und ja der Zinsenzinseffekt ist ein wichtiger Einfluss bei Deiner Finanzierung. Dennoch solltest Du nicht blind den niedrigsten Zins wählen. Denn auch hier gilt, eine Immobilienfinazierung ist eine langfristige Beziehung. Und hier spielt die Qualität der Betreuung zumindest für mich auch eine Rolle. Was bringt es mir wenn ich für 1,7% statt 1,8% finanziere, aber mein Bankberater nicht schnell genug ist, mir eine Finanzierungszusage zu machen, weil er mich nicht persönlich kennt. Wichtig sind auch sonstige Konditionen, z.B. wie hoch ist die Sondertilgung, die ich machen darf. Sprich ist es möglich uach größere Einmalzahlungen zu machen? Mir persönlich war das sehr wichtig, da ich so die monatlich festgelegte Rate eher klein (und damit) realistisch halten konnte, aber dennoch viel tilgen konnte, wenn ich z.B. eine Bonuszahlung bekommen habe oder viel gespart habe.

 

Generell kann ich sagen, dass der Prozess des Immobilienkaufs sich vorher viel beängstigender angefühlt hat, als er dann tatsächlich war. Auch hier gilt, Du kannst es nicht wissen/können bevor Du es zum ersten Mal getan hast. Insofern go, go, go.

 

 

 

 

Photocredits: Aleksandar Pasaric

 

Der Begriff Money Mindset ist ja im Moment in aller Munde. Oder besser gesagt auf allen Social Media Kanälen. Leider steht er noch nicht im Duden und deshalb versteht wohl jeder ein bisschen was anderes unter Money Mindset. In meiner Key Note beim Femboss Festival durfte ich ja bereits einiges über das Thema erzählen. Jetzt wollte ich das Ganze für Euch auch in einem Blog Post festhalten.

Meine Definition von Money Mindset und warum es so wichtig ist

Zunächst möchte ich meine Definition des Begriffes erkären. Money Mindset ist für mich, wie Du über Geld denkst. Ich denke übrigens nicht, dass das Geld an sich weiß, wie Du über Geld denkst. Ich denke dem Geld ist das egal. Ich glaube auch nicht, dass Du nur über die bloße Vorstellung eines großen Haufen Geldes, Geld in Dein Leben manifestieren kannst. Aber ich bin mir sicher, dass die Menschen, mit denen Du über Geld redest, merken, wie Du über Geld denkst. Das können Dein Chef, Dein Kunde oder auch Dein Partner sein. Und hier wird Dein Money Mindset dann plötzlich ganz wichtig. Signalisierst Du in Verhandlungssituationen nämlich Unsicherheit, Unklarheit oder zweispältige Gefühle, wird das bei Deinem Verhandlungspartner ankommen. Und selbst wenn Du meine Tipps für die perfekte Gehaltsverhandlung befolgst, stehst Du Dir dann selbst im Weg. Daher ran ans Money Mindset.

 

Glaubenssätze, die Du loslassen solltest

Ein sehr deutsches Denken ist, Geld zu haben ist schlecht oder alle reichen Menschen sind schlecht. Das drückt sich nicht zuletzt in Sprichwörtern wie “Geld allein macht auch nicht glücklich” aus. Dabei wäre das ja auch total unfair zu erwarten, dass Geld alleine uns glücklich machen soll. Eigentlich ein no brainer, dass nichts allein uns glücklich macht. Und dennoch “Schokolade allein macht auch nicht glücklich” sagt trotzdem niemand. Geld an sich ist nicht gut oder schlecht. Es ist so gut oder schlecht, wie es eingesetzt wird. Gute Menschen können gute Dinge mit Geld tun und dann ist Geld auch gut. Und zwar nicht, weil das Geld an sich gut ist, sondern weil es gut genutzt wird. Für mich persönlich bedeutet Geld Freiheit, Freizeit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit. Und für Dich?

Der Zusammenhang zwischen Wert und Geld

Welcher finanzielle Wert etwas (zum Beispiel deiner Arbeitsleistung) zugemessen wird, wird daran gemessen welchen Wert Du beim Empfänger erzeugst, nicht was Du dafür getan hast, den Wert zu erzeugen. Daher löse Dich schnell von der Vorstellung: “Wenn mir etwas Spaß macht, dann kann ich dafür doch kein Geld verlangen.” Doch! Wenn Du damit großen Wert bei deinem Kunden oder deinem Chef bewirkst, dann kannst Du das sehr wohl! Im Gegenteil Du musst das sogar tun. Denn zum einen schätzen wir Menschen Dinge meist nur dann wert, wenn wir auch dafür bezahlen. Das heisst Du kannst den empfunden Wert Deines Kunden sogar noch steigern, in dem Du ihm erlaubst zu bezahlen. Zum anderen erhälst Du mit Deinen Einnahmen Dich als Ressource, Deine Person oder Dein Business und kannst so künftig noch viel mehr Wert stiften. Alles eine Frage des richtigen Money Mindset.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Photocredit: Moose Photos