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Buchempfehlungen

Hier kommen meine Winter Buchempfehlungen – Weihnachten steht vor der Tür, Zeit die Beine hochzulegen zu entspannen und das Gehirn ein bisschen zu betanken. Oder brauchst Du sogar noch ein Geschenk für einen lieben Menschen? Dann hol Dir hier meine Listeliste ab.

Pssst: Kennst Du schon meine Business Buch Empfehlungen oder meine Urlaubsleseliste?

Winter Buchempfehlung: Sachbuch

Für wen? Du bist Teil eines Paares, das Beruf und Familie relativ gleichberechtigt unter einen Hut bringen will? Und Du fragst Dich, wie ihr das anstellen sollt?

Dann empfehle ich “Couples that work” von Jennifer Petriglieri. Die Wissenschaftlerin und Professorin hat über 100 Paare über Jahre verfolgt und versucht die Erfolgsfaktoren herauszuarbeiten. Was machen Paare, bei denen Beruf und Familie funktioniert, besser als andere? Was sind die Phasen, durch die diese Paare gehen und was sind die Knackpunkte in diesen Phasen? Das Buch ist sehr spannend zu lesen, insbesondere weil es fast nur auf den realen Beispielen der “Forschungsobjekte” beruht und aufzeigt, welche Konsequenzen bestimmte Entscheidungen dann auch im weiteren Verlauf der Paargeschichte hatten.

Für wen? Du möchtest als junge Frau Karriere machen, Dich aber nicht ständig verbiegen müssen. Und Du wolltest schon immer wissen, wie Du mit sexistischen Kommentaten in Meetings umgehen solltest?

Du solltest unbedingt “The myth of the nice girl” von Fran Hauser lesen. Nach ihrer erfolgreichen Karriere erklärt sie in ihrem Fallstudien gespickten Buch, wie Frau ohne Ellenbogen agieren kann und gleichzeitig erfolgreich werden kann. Was mich besonders begeistert hat, waren die vielen “klassischen” Dilemma Situationen, die sie aufzeigt und ihe pragmatischen und schlagfertigen Lösungen dazu.

Winter Buchempfehlungen: Roman

Für wen? Du liebst Geschichten, die auf realen Begebenheiten basieren und eine dunkle Seite zum Vorschein bringen.

“Three Women” von Lisa Taddeo habe ich bereits im Spätsommer gelesen und es ist mit Abstand das Buch, das ich dieses Jahr am schlechtesten aus der Hand legen konnte. Der Roman basiert auf drei biografischen Geschichten von Frauen, deren (Liebes-) Geschichte erzählt wird. Die Geschichten sind auf ihre Art dramatisch und trotzdem fällt es schwer, eindeutig zwischen Gut und Böse oder Recht und Unrecht zu entscheiden. Spannend, packend und bewegend. Hier gibt es den Roman mittlerweile auch auf Deutsch.

Buchempfehlungen für 2020 – auf welche Bücher freue ich mich

Auch in 2020 werden wieder tolle Bücher erscheinen, auf die ich mich jetzt schon freue. Auf meiner Vorbestellungsliste sind schon geladet: “The Energy Clock” von Molly Fletcher. Die ehemalige Sport Managerin und Mutter berichtet über ihre Strategien, in einem vollen Leben dem Stress Herr (bzw. Frau) zu werden und entspannt und energiegeladen zu bleiben.

Eine 23-jähriger schreibt ein Buch darüber, wie die Börse im Allgemeinen und Investieren im Speziellen funktioniert? Count me in! Aya Jaff bringt in 2020 “MONEYMAKERS: Deine ersten Schritte an der Börse und was du von Tradern und CEOs lernen kannst” heraus und ich bin sehr gespannt!

Work-Life-Balance ein Mythos?!

Für mich ist Work-Life-Balance ein Mythos. Warum? Irgendwie klingt dieser Begriff für mich so, als hätte man zwei verschiedene Leben: Ein Berufsleben und ein privates Leben, die komplett getrennt voneinander sind.

Was bringt Deine Karriere in Balance

Ich glaube aber genau das nicht. Sondern ich glaube wir haben EIN Leben und sind EINE Person. Der Job des Arbeitgebers ist es also nicht, da eine Balance zwischen Beruf und Privat herzustellen. Sondern ich sehe die Herausforderung von moderner Arbeit darin, eine Integration zu ermöglichen. Ich darf ich sein, zu Hause und auf der Arbeit. Natürlich leben wir dabei nicht in einem Utopia. Es gibt immer Momente, in denen ich mich im Job anders verhalte, als ich das privat tun würde. Zum Beispiel schaffe ich es im Job auch vor dem ersten Kaffee höflich zu sein, privat eher nicht…

Aber für mich bedeutet Integration Deiner Persönlichkeit auch nicht, Kinderstube oder ein Mindestmaß an persönlicher Hygiene über Bord zu werden, sondern für mich geht es hier um grundlegendere Dinge.

Meine Persönlichkeit soll nicht vor der Tür bleiben

Ich verstehe unter Work Live Integration, dass ich meine Persönlichkeit mit einbringe. Darunter verstehe ich: Meine Motivation, meine Talente, meine Werte – all das will ich nicht an der Tür zur Arbeit abgeben, sondern all das will ich einbringen (dürfen). Soweit so gut, die meisten Arbeitgeber beginnen das zu verstehen, zumindest glaube ich das in den inflationären „Purpose“ Kampagnen vieler Unternehmen zu erkennen. Mittlerweile ist klar geworden: Ein Job muss nicht nur die Brötchen bezahlen, sondern auch sinnstiftend sein. Aber reicht das aus, um wirkliche Work-Live-Integration zu ermöglichen? Ich finde: Nein!

Work-Life-Balance ein Mythos?

Meine Leidenschaft sinnstiften einbringen, das finden die meisten Arbeitgeber wenn nicht auf den ersten, dann zumindest auf den zweiten Blick positiv. Immerhin zeigt dies, dass ich motiviert dabei bin. Aber zur erfolgreichen Work-Life-Integration gehört für mich auch, darf ich mich auch auf die Arbeit mitbringen, wenn ich temporär nicht zu 100% funktioniere? Oder funktionieren will? Erkennt mein Arbeitgeber es positiv an, wenn ich zum Beispiel ein Sabatical machen will, um mich weiter zu bilden? Wird mein Chef plötzlich komisch, weil ich entscheide zu reduzieren, um meine Eltern zu pflegen? Oder hat mein Unternehmen den Weitblick, zu erkennen, dass genau solche Investitionen in uns selbst, dazu führen, dass wir reifen, wachsen und hinterher mehr wissen, als vorher.

Der 100% Mitarbeiter eine Illusion

Denn kein Mitarbeiter wird 40 Jahre lang auf einem 100% Niveau arbeiten. Früher oder später stellt sich für jeden die Frage, wie offen und ehrlich er mit Phasen von unter 100% mit seinem Arbeitgeber und genauer seinem Chef er sein kann. Bieten wir unseren Mitarbeitern Integration auch auf kleinerer Flamme. Schätzen wir ihren Invest auch wenn er einmal nicht direkt bei uns erfolgt? Oder zwingen wir die Mitarbeiter in den Untergrund. In dem sie uns als Arbeitgeber entweder solche Phasen verschweigen (mit den entsprechenden Folgen) oder in dem wir sie zum Rückzug auf arbeitsrechtliche Zugeständnisse zwingen.

Meine Meinung ist: Gute Unternehmen bieten Work-Life-Integration und erlauben und befähigen Ihre Mitarbeiter zu einem offenen Umgang auch mit privaten Herausforderungen. Mitarbeiter zahlen das zurück – mit Motivation und Leistungsbereitschaft. Meine (Privat) Meinung: Motivation lässt sich nicht erzwingen aber mit einer authentischen Work-Live-Integration definitiv fördern.