Eine Frage, die ich oft bekomme ist, was meine Tipps fürs Netzwerken sind. Ein sehr spannendes Thema, dass eine zentrale Rolle für Deine berufliche Entwicklungs spielen kann. Gleich vorweg –  ohne mein Netzwerk wäre ich niergends. Zwar habe ich meine letzten Jobs tatsächlich über eine klassische Bewerbung bekommen. Aber trotzdem habe ich immer wieder immens von tollen Kontakten profitiert. Die große Frage ist aber, wie baue ich mir ein Netzwerk auf?

Finde Deinen Stil beim Netzwerken

Viele Ratgeber proklammieren einen Standardweg. Rufe Leute an, geh Mittagessen, vernetze Dich viel Online. Aber ich glaube den Königsweg gibt es hier nicht. Ich denke viel mehr, dass das Thema Netzwerken auch eine Typfrage ist. Du telefonierst nicht gerne und bekommst Schweißausbrüche, wenn Du nur daran denkst, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen? Dann hilft dir ein Tipp a la: “Ruf doch einfach an” nicht. Viele Wege führen nach Rom. Du gehst gerne auch Fachveranstaltungen und Events? Prima! Du tummelst Dich lieber in Online Netzwerken und liest und kommentierst spannende Beiträge von anderen Nutzern aus Deinem Fachgebiet? Auch toll! Du blühst in 1 zu 1 Situationen wie einem gemeinsamen Kaffee auf, kannst aber größere Gruppen nicht leiden? Dann mache das! Wichtig ist, dass Du Deinen Stil findest. Denn nur dann wirkst Du natürlich, sympathisch und authentisch und das ist meiner Meinung nach der beste Garant für Erfolg.

Die Mischung machts

Ein Netzwerk sollte idealerweise aus einem breiten Spektrum an Kontakten bestehen. Toll, wenn darunter auch “hohe Tiere” sind, aber Hierarchie ist kein garant für ein gutes Netzwerk. Ein gutes Netzwerk sollte meiner Meinung nach aus einer großen Bandbreite von Personen mit unterschiedlichen Hintergründen und unterschiedlichen Karrierestufen bestehen. Mal willst Du Dich mit Gleichgesinnten austauschen, mal brauchst Du ein Feedback von einem Mentor, mal eine Info zu einem Thema, in dem Du komplett fachfremd bist. Viele konzentrieren sich in ihrem Netzwerk auf eine bestimmte Gruppe von Kontakten. Aber Du kannst heute nicht wissen, wofür Du Dein Netzwerk einmal brauchst. Du kannst auch nicht wissen welcher Deiner Kontakte irgendwann nützlich sein wird und welcher nicht. Daher gilt es eine gewissen diversität sicher zu stellen. Außerdem solltest Du Dich immer von Sympathie leiten lassen. Ist Dir diese Person sympathisch, fällt es Dir leicht den Kontakt zu pflegen? Dann ist es ein guter Kontakt unabhängig davon, was einmal daraus wird.

Kontinuität schlägt Einzelaktionen

Wie geht es Dir damit, wenn Du das Gefühl hast, dass jemand sich nur bei Dir melden, wenn er etwas von Dir will? Eben! Daher einer meiner wichtigsten Tipps fürs Netzwerken: Du solltest kontinuirlich an Deinem Netzwerk bauen. Nicht dann, wenn Du plötzlich ein Netzwerk brauchst. Auch im Studium lohnt es sich schon mit allen möglichen Leuten in Kontakt zu bleiben. Es nützt nichts, wenn man auf Jobsuche ist, wild 100te Kontakte auf Linkedin hinzuzufügen. Ein organisch gewachsenes Netzwerk ist viel mehr wert. Du kannst über Jahre eine persönliche Beziehung aufbauen, Du kannst für Deine Netzwerkkontakte selbst auch etwas tun, etc. Daher solltest Du es Dir zu einer wöchentlichen Aufgabe machen, Dein Netzwerk zu pflegen. Nimm Dir zum Beispiel vor, jeden Freitag eine Wochenendmail an eine Person zu verschicken. Oder empfehle jedes Buch oder jeden Podcast, den Du hörst mind. einer Person weiter. Setze Dir zum Ziel mindestens einmal die Woche mit einer Person Mittagessen zu gehen oder Kaffee zu trinken, die außerhalb Deiner direkten Kontakte ist. Denn nur, wenn Du hier dran bleibst eröffnest Du die Möglichkeit mit Deinem Netzwerk kontinuirliche in Kontakt zu sein.

Was sind Deine besten Tipps fürs Netzwerken?

PS: Netzwerken steht bei Design your Career sehr stark im Fordergrund. Zum einen weil es ganz wichtig für Deine Karrierestrategie ist, zum anderen weil ich überzeugt bin, dass die Design your Career Gruppe in sich bereits ein tolles Netzwerk ist. Ich freue mich auf viele neue Gesichter!

 

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