Nun ist er also da – der letzte Tag im alten Job. Hier kommen meine top 3 To Dos, was Du tun solltest, um diesen Tag optimal zu nutzen. Einer der ersten Posts auf diesem Blog, war ja meine top 3 für den ersten Tag im neuen Job. Dies ist jetzt also das Gegenstück dazu.

Ich habe ja vor ein paar Tagen schon recht ausführlich berichtet, dass die Entscheidung für (oder gegen) eine Kündigung oft recht emotional ausfallen kann. Daher ist es meiner Meinung nach total normal, dass auch der letzte Tag im alten Job Emotionen mit sich bringt. Bei mir kam dann sogar oft nochmal eine Art Wehmut auf. So nach dem Motto “war doch alles so schön”. Gleichzeitig kann es aber auch sein, dass Du bereits innerlich mit dem Job abgeschlossen hast, dann kann es oft sehr erleichternd sein, wenn es dann auch wirklich vorbei ist.

Gefühle sind Gefühle

Und damit sind Sie keine objektiven Gründe, von denen Du Dich leiten lassen solltest. Wenn Du also rational an Deine Entscheidung herangegangen bist. Idealerweise mit einer Liste an Zielen bzw. Anforderungen, die Du künftig suchst. Dann kannst Du genau diese Liste jetzt wieder hervorkramen und Dir klar machen, dass Du verdammt gute Gründe hattest zu kündigen. Auch wenn Dich jetzt vielleicht Gefühle von Veränderungsangst und Wehmut plagen. Mach Dir klar, dass du eine Entscheidung getroffen hast und dass Du alles versucht hast, um Deine Ziele in diesem Job umzusetzen. Wenn Du Deine Veränderung vielleicht sogar mit einem Coach besprochen hast, umso besser. Dann weisst Du, dass auch eine neutrale und emotionl nicht beteiligte Person Dich begleitet hat. Und hoffentlich sichergestellt hast, dass Du zu einer runden Entscheidung kommst.

Genieße das, was gut war

Heute ist wahrscheinlich Dein letztes Mal in dieser Firma, diesem Büro mit diesen Kollegen. Zumindest in dieser engen Form der Zusammenarbeit, werdet ihr nicht mehr zusammenkommen. Daher solltest Du unbedingt diesen Tag nutzen, das, was gut war auszukosten und bewusst zu erleben. Ich versuche zum Beispiel mich auf jeden Fall persönlich von allen zu verabschieden, die mir wichtig sind. Egal, was es in Deinem Fall ist, nutze es aus. Der Ausblick von der Büroterrasse? Der leckere Kaffee in der Kantine? Jetzt oder nie! Egal, unter welchen Umständen Deine Kündigung erfolgt ist, es gibt immer Dinge, auf die Du trotzdem positiv zurückschauen solltest. Daher #Dankbarkeit!

Schlage nie eine Tür zu, die Du auch angelehnt lassen kannst

In den letzten 12 Monaten sind folgende Dinge passiert: Einer meiner Ex-Chefs wurde mein erster Kunde in meiner Selbstständigkeit als Strategieberaterin. Ein Mitglied des Management Teams meiner ersten Firma, rettete mir den Popo, in dem er bei einem Event als Speaker einsprang. So verhinderte er, dass das ganze Event (für das ich verantwortlich war) abgesagt werden musste. Und ein weiterer Ex-Chef ludt mich zur Weihnachtsfeier ein, obwohl ich seit 7 Monaten nicht mehr in der Firma arbeitete. Nicht zu vergessen der Pförtner, der mir einen Parkausweis für einen Parkplatz besorgte, auf dem ich eigentlich nicht hätte parken dürfen, Monate, nachdem ich nicht mehr dort arbeitete.

Was ich damit sagen will? Es lohnt sich immer, (wenn es irgendwie geht) einen positiven Abschluss zu finden. Und es lohnt sich immer, mit guten Menschen in Kontakt zu bleiben. Freundlich zu sein, menschlich, ehrlich und offen. Deine Frustration ist verständlich und ja, wahrscheinlich ist nicht alles perfekt gelaufen, aber das nun in den Vordergrund zu stellen ist kleinlich. Du hast gekündigt. Du hast für Dich die Weichen neu gestellt. Das ist was zählt. Nachtragen oder Nachtreten ist in den meisten Fällen kleinlich. Der letzte Tab im alten Job ist nicht der Tag der großen Abrechnung. Außer bei Arschlöchern 😉

 

 

 

 

 

Photocredits: Jeremy Bishop

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