Heute ist das Interview für deinen vermeintlichen Traumjob. Und klar, Du bist wahrscheinlich nervös. Egal wie routiniert Du bist oder auch wie gut vorbereitet, fast jede kennt die Schmetterlinge im Bauch, die einen auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch begleiten.

Und schwups ist dein Kopf mehr als beschäftigt:

  • Welche Fragen könnten gestellt werden und wie beantworte ich diese?
  • Welche Fragen könnte ich noch stellen, damit ich möglichst gut vorbereitet und motiviert wirke?
  • Hab ich die richtigen Schuhe an 😉

Und plötzlich ist im Obergeschoss gar keine Kapazität mehr vorhanden für die wirklich wichtige Fragen: Will ich dort eigentlich arbeiten? Passt dieser Job wirklich so gut zu mir?

Und selbst wenn Du es voll auf dem Radar hast, dass die Passung des Jobs zu Dir genauso wichtig ist, wie deine Passung zum Job, wie findest Du es dann innerhalb eines oder zwei Gesprächen heraus.

Wie Du bereits im Vorstellungsgespräch merken kannst, ob der Job zu Dir passt

Der offensichtliche Weg ist natürlich: Fragen stellen. Hier brauchst Du natürlich zum einen richtig gute Fragen, zum anderen musst Du erkennen können, ob Du gerade eine aufrichtige Antwort bekommst. Und wie merke ich das:

  • Die Antwort kommt frei heraus ohne zu stocken und um Wort zu ringen
  • Der Gesprächspartner wird konkret und bleibt nicht generisch auf Floskelebene
  • Es werden idealerweise sogar konkrete Beispiele angeführt

Der weniger direkte Weg sind natürlich Symptome, die Du indirekt beobachten musst. #Dedektivarbeit. Dazu steht aber an erster Stelle die Selbstanalyse. Nur wer weiß, was er sucht, kann auch nach positiven oder negativen Symptomen Ausschau halten. Ich beispielsweise bin wirklich genervt von respektlosem Umfang mit (meiner) Zeit. Unpünktlichkeit kann sicher mal vorkommen, aber im Berufsleben, will ich nicht den halben Tag darauf warten müssen, dass mein Chef zu einem Termin kommt, der vielleicht schon vor Stunden war. Mein Number One Symptom in Vorstellungsgesprächen ist also Pünktlichkeit. Schneit der potenzielle Chef bereits im Erstgespräch eine halbe Stunde zu spät und dann völlig gestresst in das Gespräch, ist das ein no go. Insbesondere wenn Du den Eindruck hast, dass das so nicht geplant war. Hier musst Du jetzt natürlich die Reaktion beispielsweise der Sekretärin oder des zweiten Gesprächspartners beobachten. Wenn diese ruhig sind und der Eindruck entsteht, dass die Teilnahme sowieso nur für einen Teil des Gesprächs geplant war, ist das etwas anderes, als wenn Du das Gefühl hast, dass die auch nicht so richtig im Bilde sind, ob und wann der andere Gesprächspartner endlich auftaucht. Und ich erspar Dir jetzt mal einfach die Geschichte mit dem abgerockten Büro und der flackernden Neonröhre. #ohneWorte.

Was sind deine Erfahrungen? Welche Symptome hast Du schon beobachtet, auf die Du achtest?

Bildquelle Titelbild: https://www.pexels.com/photo/background-close-up-day-daytime-1036843/

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  1. […] im Job? Das kann Jeder passieren. Natürlich gibt es Dinge, auf die Du bereits im Vorstellungsgespräch achten kannst. Außerdem kannst Du die Beziehung zu Deinem Chef pflegen und selbst aktiv werden. Trotzdem kann es […]

  2. […] hier bereits geschrieben, bedeutet Vorstellungsgespräch auch, dass ein Unternehmen sich bei Dir vorstellt. Daher finde ich persönlich es sehr wichtig, dass Du Dir gerade im Bewerbungsprozess klar machst, […]

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